{"id":32408,"date":"2019-03-14T12:17:43","date_gmt":"2019-03-14T11:17:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=32408"},"modified":"2019-03-14T12:17:43","modified_gmt":"2019-03-14T11:17:43","slug":"rob-heron-the-tea-pad-orchestra-12-03-2019-kulturrampe-krefeld-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/03\/14\/rob-heron-the-tea-pad-orchestra-12-03-2019-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Rob Heron &#038; The Tea Pad Orchestra \u2013 12.03.2019, Kulturrampe, Krefeld \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-32411 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Heron_haupt.jpg\" alt=\"Heron_haupt\" width=\"799\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Heron_haupt.jpg 799w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Heron_haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Heron_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><\/p>\n<p>Ich hatte lange mit mir gerungen, ob ich mich an dem Dienstagabend auf den Weg in die Kulturrampe mache, um mir Rob Heron &amp; The Tea Pad Orchestra anzuh\u00f6ren. Da gesundheitliche Probleme und Termin\u00fcberschneidungen meinen ersten Besuch dieses Jahr bislang verhinderten, \u00fcberwand ich schlie\u00dflich meinen inneren Schweinehund und gab dem Bed\u00fcrfnis nach, die liebgewonnene Krefelder Kultst\u00e4tte wiederzusehen.<\/p>\n<p>Rob Heron kann seit 2012 auf vier Longplayer zur\u00fcckblicken, die musikalisch sicherlich nicht im Kernbereich des Southern Way Of Music zu verorten sind. Swing, Boogie und Old School Rock \u2019N Roll stehen dort im Zentrum. Dennoch findet sich auf jedem Album der eine oder andere Titel, der auch der Fangemeinde von SoS gefallen k\u00f6nnte, etwa wenn Heron etwas Country oder Blues beimischt.<\/p>\n<p>Auf der aktuellen Ver\u00f6ffentlichung \u201eSoul Of My City\u201c (2019) sind mit \u201eFool Talkin\u2018 Man\u201c, das f\u00fcr mich ein hohes Identifikationspotential aufweist, und \u201eThere\u2019s A Hole (Where My Pocket Used To Be)\u201c zwei hervorragende Songs vertreten. Zum letztgenannten gibt es ein narratives Video im Stil eines Low-Budget-Kurzwesterns. Die geh\u00f6rige Portion Selbstironie, sowohl in diesem als auch in anderen Videos von Rob Heron &amp; The Tea Pad Orchestra, finde ich \u00e4u\u00dferst sympathisch.<\/p>\n<p>Das Charisma von Rob Heron und sein partytauglicher North Eastern Swing lie\u00dfen einen kurzweiligen Abend erwarten und den bot die Band den circa 80 Besuchern auch. Mehrere G\u00e4ste waren stilecht im Rockabilly-Outfit erschienen und einige hatten bereits den ersten Auftritt der Band an gleicher Stelle erlebt.<\/p>\n<p>Mit \u201eLet\u2019s Go Back In Time, Man\u201c er\u00f6ffnete Rob Heron das erste Set. Der Titel der temporeichen Nummer kennzeichnet das stilistische Programm ganz gut, wobei die bekannt wirkenden Melodien durch frische und freche Varianten modernisiert werden. Der erste Teil des Konzerts wurde zur H\u00e4lfte von St\u00fccken der aktuellen Scheibe bestritten.<\/p>\n<p>Neben meinen beiden schon genannten Favoriten spielte die Band noch \u201eHoly Moly (I\u2019m In Love Again)\u201c und das countryfizierte \u201eOne Letter Away From Lonely\u201c von diesem Album. Von \u201eTalking About The Weather\u201c (2014) w\u00e4hlte Heron \u201eCrazy Country Fool\u201c, \u201eJunk On The Radio\u201c so wie den frenetisch bejubelten \u201eDrinking Coffee Rag\u201c. Den Abschluss des ersten Sets bildeten \u201eCats &amp; Chickens\u201d und \u201eHonest Man Blues\u201d vom vorletzten Werk \u201eSomething Blue\u201c (2016).<\/p>\n<p>Die Liedauswahl traf dabei ziemlich genau meinen Geschmack. Nach dem fast durchg\u00e4ngig hohem Tempo der ersten vierzig Minuten, legte die Band eine kurze Verschnaufpause ein, in der die LPs und Singles rasant ausverkauft wurden. Daher kam Heron, der selbst ein Vinyl-Liebhaber ist, begeistert aus der Pause.<\/p>\n<p>Im zweiten Set schlug Rob Heron &amp; The Tea Pad Orchestra dann mal ruhigere T\u00f6ne an, wie beim \u201eSmall Town Blues\u201c oder legten sich mal etwas experimenteller in Zeug, wie bei dem an Tom Waits erinnernden \u201eSomething Blue\u201c. Bei dem Song packte Tom Cronin, der sonst an Mandoline und Mundharmonika gl\u00e4nzte, das Banjo aus, das er dann sp\u00e4ter an Heron weitergab. Den Swing zelebrierte die Band bei \u201eStealin\u2018 Gene\u201c und \u201eUne Bouteille De Beaujolais\u201c. Highlights des zweiten Hauptteils waren f\u00fcr mich aber \u201eLife Is A Drag\u201c und das rockig-stampfende \u201eHigh Speed Train\u201c, das es zum vorl\u00e4ufigen Finale gab.<\/p>\n<p>Zur ersten Zugabe betrat Heron zun\u00e4chst alleine die B\u00fchne. Er jodelte sich bei \u201eLonely Boy\u201c die Seele aus dem Leib. Das mag musikalisch fragw\u00fcrdig sein, machte aber sehr viel Spa\u00df. Danach lie\u00dfen er und seine Mitstreiter die Rampe mit \u201eLike A Cuckoo\u201c und \u201eDouble Meaning, Double Entendre\u201c nochmals richtig aufkochen. Die Begeisterung der Besucher holte die Musiker zu einer ungeplanten zweiten Zugabe erneut zur\u00fcck. Mit \u201eMy Baby Wants A Hot Bath\u201c verabschiedeten sich Rob Heron &amp; The Tea Pad Orchestra nach insgesamt eineinhalbst\u00fcndiger Spielzeit.<\/p>\n<p>Der Stimmung taten die Tempowechsel sowie die stilistischen Variationen keinen Abbruch. Das Publikum tanzte ausgelassen, feuerte die Band lautstark an und spendete reichlich Applaus. Vor allem Ben Fitzgerald erhielt bei den langsameren Titeln die Gelegenheit, seine Fingerfertigkeit an der Gitarre zu zeigen. Der Sound der Band erh\u00e4lt allerdings durch Tom Cronin sowie durch das Akkordeon von Colin Nicholson seinen besonderen Touch.<\/p>\n<p>The Tea Pad Orchestra setzt sich aus ausgezeichneten Musikern zusammen, die ihre Instrumente beherrschen. Neben den bereits erw\u00e4hnten wird es durch die Rhythmussection mit Ted Harbot am Upright- beziehungsweise selbstgebauten E-Bass und Paul Archibald am Schlagzeug komplettiert.<\/p>\n<p>Auf der B\u00fchne arbeiten die Begleitmusiker eher unauff\u00e4llig und geben so dem extrovertierten Rob Heron Raum, sein Temperament auszuleben. Vor allem nach der Pause drehte Heron mit seiner Mimik und Gestik richtig auf und bot das passende Schauspiel zu seinen Songs.<\/p>\n<p>Mich zum Konzert der Engl\u00e4nder und Schotten aufzuraffen, war eine sehr gute Entscheidung. Die Show ist mitrei\u00dfend und sogar die Live-Versionen der Songs, die mich auf den Tontr\u00e4gern nicht g\u00e4nzlich \u00fcberzeugen, z\u00fcnden. Der Vorsatz, Bob Heron und seine Kumpanen bei ihrer n\u00e4chsten Stippvisite in Krefeld zu besuchen, ist jetzt schon fest gefasst.<\/p>\n<p><strong>Line-Up:<\/strong><br \/>\nRob Heron (lead vocals, guitar, banjo)<br \/>\nBen Fitzgerald (guitar, vocals)<br \/>\nTom Cronin (mandolin, harmonica, banjo, vocals)<br \/>\nColin Nicholson (accordion, keys, vocals)<br \/>\nTed Harbot (bass)<br \/>\nPaul Archibald (drums)<\/p>\n<p>Text und Bilder: Michael Segets<\/p>\n<p><a href=\" https:\/\/teapadorchestra.co.uk\/ \"> Rob Heron &amp; The Tea Pad Orchestra <\/a><br \/>\n<a href=\" https:\/\/www.facebook.com\/robheronandtheteapadorchestra\/ \"> Rob Heron &amp; The Tea Pad Orchestra bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kulturrampe.de\/\">Kulturrampe<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte lange mit mir gerungen, ob ich mich an dem Dienstagabend auf den Weg in die Kulturrampe mache, um mir Rob Heron &amp; The Tea Pad Orchestra anzuh\u00f6ren. 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