{"id":31764,"date":"2019-02-22T06:39:33","date_gmt":"2019-02-22T05:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=31764"},"modified":"2019-02-22T17:34:29","modified_gmt":"2019-02-22T16:34:29","slug":"the-long-ryders-psychedelic-country-soul-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/02\/22\/the-long-ryders-psychedelic-country-soul-cd-review\/","title":{"rendered":"The Long Ryders \u2013 Psychedelic Country Soul \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/LR_300.jpg\" alt=\"LR_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-31767\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/LR_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/LR_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/LR_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/LR_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>The Long Ryders haben es geschafft, sich innerhalb von f\u00fcnf Jahren Kultstatus zu erspielen. Mit ihrem progressiven Sound, der zwischen Rock und Country changiert sowie Psychedelic-, Punk- und Garage-Elemente aufnimmt, gelten sie als Vorreiter des Alternativ Country. Wie beispielsweise Green on Red z\u00e4hlen sie zu den Vertretern des kalifornischen Paisley Underground. The Long Ryders orientierten sich aber st\u00e4rker an den Byrds. Gene Clark wirkte dann auch auf ihrem Deb\u00fct \u201e10-5-60\u201c (1983) mit.<\/p>\n<p>Nach der Bandaufl\u00f6sung im Jahr 1987 fand sich die Band zwar noch sporadisch zusammen, spielte jedoch kein neues Studioalbum mehr ein. Livekonzerte, Zusammenstellungen mit Demoversionen oder Jubil\u00e4umsversionen ihrer fr\u00fcheren Werke wurden ver\u00f6ffentlicht, die substantielle Phase der Band schien allerdings vorbei.<\/p>\n<p>Mehr als drei\u00dfig Jahren sind ins Land gegangen, bevor jetzt ein Album mit wirklich neuen Tracks der Band erscheint. Bereits im Titel und in der Cover-Gestaltung, die wie gewohnt die (sichtlich gealterten) Bandmitglieder zeigt, wird deutlich, dass \u201ePsychedelic Country Soul\u201c im Wesentlichen dort weitermacht, wo The Long Ryders ihre Bandgeschichte unterbrochen hatten. Gitarren und Schlagzeug sind allerdings nicht mehr so scheppernd und der Gesang etwas glatter als fr\u00fcher. <\/p>\n<p>Die Songs verspr\u00fchen weniger Punk-Attit\u00fcde, was dem Reifungsgrad der Bandmitglieder geschuldet sein mag. Sid Griffin, Stephen McCarthy, Tom Stevens und Greg Sowders m\u00fcssen nichts mehr beweisen. Entsprechend leicht und entspannt wirken sowohl die langsameren als auch die meisten Uptempo-Nummern des Albums.<\/p>\n<p>Mit Harmoniegesang in bester Westcoast-Manier stimmt \u201eGreenville\u201c als Auftakt des Werks in dessen Grundausrichtung ein. In eine \u00e4hnliche Kerbe schl\u00e4gt das sofort ins Ohr gehende \u201eWalls\u201c. Neben den beiden schnelleren Titeln verleugnet auch die Ballade \u201eBells Of August\u201c die Herkunft der Band aus dem Sonnenstaat nicht.<\/p>\n<p>Atmosph\u00e4risch etwas dunkler angelegt ist das melodi\u00f6se \u201eMolly Somebody\u201c und der gradlinige Rocker \u201eWhat The Eagle See\u201c, der durch den eing\u00e4ngigen Refrain und die h\u00e4rteren Gitarrenriffs mitrei\u00dft. Unheimliche Energie verstr\u00f6mt \u201eAll Aboard\u201d, bei dem Sid Griffins Gesang knarziger als auf den anderen St\u00fccken klingt und durch eine kratzige Gitarre unterst\u00fctzt wird. <\/p>\n<p>Die Gitarrensprengsel auf \u201eLet It Fly\u201c geben dem Song eine herrlichen Southern-Flair. Mit Geige und mehrstimmigen Background spiegelt er ebenso wie das locker rockende \u201eThe Sound\u201c sowie die mit Slide unterlegte Ballade \u201eCalifornia State Line\u201c das Spektrum des Alternative Country wider, das die Band abdeckt.<\/p>\n<p>Sid Griffin umschifft bei der sanften Ballade \u201eIf You Want To See Me Cry\u201d gekonnt eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige R\u00fchrseligkeit. Der Rhythmus im Refrain des langsamen \u201eGonna Make It Real\u201d setzt sich direkt in den Geh\u00f6rg\u00e4ngen fest. Insgesamt halten sich ruhigere und rockige Titel auf dem Longplayer die Waage. Psychedelische Elemente sind zur\u00fcckgenommen und scheinen nur noch im abschlie\u00dfenden Titelst\u00fcck auf. <\/p>\n<p>The Long Ryders k\u00f6nnen es noch. Vielleicht wirken die Songs ihres Sp\u00e4twerks nicht mehr so zukunftsweisend wie in den 1980ern, aber ihr eigenwilliger Sound hat immer noch einen hohen Wiedererkennungswert. Auch heute ist er frisch und interessant, wenn er auch weniger Ecken und Kanten aufweist als fr\u00fcher. \u201ePsychedelic Country Soul\u201c vereint Westcoast, Alternativ Country und straight gespielten Rock in abwechslungsreicher Mischung. The Long Ryders revolutionieren den Country-Rock nicht mehr, sie bereichern ihn aber souver\u00e4n mit ihrer Reunion.<\/p>\n<p><strong> Omnivore Recordings\/Cherry Red Records\/Rough Trade (2019)<br \/>\nStil: Alternative Country, Alternative Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. Greenville<br \/>\n02. Let It Fly<br \/>\n03. Molly Somebody<br \/>\n04. All Aboard<br \/>\n05. Gonna Make It Real<br \/>\n06. If You Want To See Me Cry<br \/>\n07. What The Eagle See<br \/>\n08. California State Line<br \/>\n09. The Sound<br \/>\n10. Walls<br \/>\n11. Bells Of August<br \/>\n12. Psychedelic Country Soul<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.thelongryders.com\/\">The Long Ryders<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/TheLongRyders\/\">The Long Ryders bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/omnivorerecordings.com\/\">Omnivore Recordings<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cherryred.co.uk\/\">Cherry Red Records<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.roughtrade.de\/\">Rough Trade<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets The Long Ryders haben es geschafft, sich innerhalb von f\u00fcnf Jahren Kultstatus zu erspielen. Mit ihrem progressiven Sound, der zwischen Rock und Country changiert sowie Psychedelic-, Punk- und Garage-Elemente aufnimmt, gelten sie als Vorreiter des Alternativ Country. Wie beispielsweise Green on Red z\u00e4hlen sie zu den Vertretern des kalifornischen Paisley Underground. 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