{"id":3076,"date":"2015-12-14T02:32:00","date_gmt":"2015-12-14T01:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3076"},"modified":"2017-06-27T13:00:05","modified_gmt":"2017-06-27T11:00:05","slug":"chris-weaver-band-american-dreamer-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/chris-weaver-band-american-dreamer-cd-review\/","title":{"rendered":"Chris Weaver Band &#8211; American Dreamer &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Weaver.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3078\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Weaver.jpg\" alt=\"Weaver\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Weaver.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Weaver-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Weaver-210x210.jpg 210w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Weaver-60x60.jpg 60w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie kommt man in solch jungen Jahren nur zu so einer Stimme? Ob der aus West Virginia stammende S\u00e4nger Chris Weaver, als Kleinkind bei einem der Gigs seines Vaters in einer verr\u00e4ucherten Honkytonk-Spelunke unbeaufsichtigt auf einem halb ge\u00f6ffneten Jack Daniels-Fass herumgeklettert und hineingefallen ist, wurde bisher nicht \u00fcberliefert. Fest steht aber, dass der Bursche &#8211; wie so oft in den Staaten &#8211; musikalisch vorbelastet ist, hochtalentiert und mit einem herrlich rauchig-rotzigen Stimmorgan gesegnet ist.<\/p>\n<p>Dazu kam &#8211; ganz der Daddy &#8211; der unweigerliche Drang, Musik zu machen, was ihn schlie\u00dflich auch nach Nashville f\u00fchrte. \u00bbI played every place that sold a chicken\u00ab, so Weaver zu seinen ersten Bem\u00fchungen, im Country-Haifischbecken der Zunft Fu\u00df zu fassen. Sein Deb\u00fct-Werk &#8222;Standing In Line&#8220; \u00f6ffnete ihm erste Pforten. Ein tolles Album, mit von Allem etwas, das allerdings, trotz der Offenbarung seines immensen vokalen Potentials, noch ein wenig die gerade Linie vermissen lie\u00df.<\/p>\n<p>Mit der Einbindung von Musiker und Produzent Josh Leo (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Alabama\">Alabama<\/a>, Nitty Gritty Dirt Band, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a><\/span>, Bad Company), der Chris jetzt f\u00fcr das Folgealbum &#8222;American Dreamer&#8220; unter seine Fittiche nahm, hat Weaver (\u00e4hnlich wie vielleicht <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blackberry+Smoke\">Blackberry Smoke<\/a><\/span> mit Justin Niebank) direkt einen Quantensprung vollzogen. Ein Werk, das in grandioser Form sehr organisch gehaltenen New Country mit typischen Southern Rock-Zutaten in einem klug ausgewogenen Verh\u00e4ltnis kombiniert &#8211; durchgehend hochmelodisch (auch bei den h\u00e4rteren St\u00fccken) und dann noch dazu diese Stimme&#8230; herrlich!<\/p>\n<p>Chris hat s\u00e4mtliche Tracks zum Teil alleine oder in kleinem Kreis mit Leuten wie Josh Leo, Langzeit-Schreibkollege und Musiker Matthew Rogers sowie Muscle Shoals-Musiker James LeBlanc komponiert. Dazu wurde ein ebenfalls exklusiver Kreis von tollen Musikern involviert, unter denen &#8211; neben Leo &#8211; Jack Pearson (Mitglied der Allman Brothers von 97-99), hier vornehmlich als Slide-Gitarrist, Nashville-Studio-Stargitarrist Tom Bukovac, Tastenvirtuose Tony Harrell und Reibeisen-S\u00e4ngerin <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Kim+Carnes\">Kim Carnes<\/a><\/span> (&#8222;Bette Davis&#8216; Eyes&#8220;), im Background t\u00e4tig, zu den prominentesten Vertretern z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Der wie eine Dampflok dahinschnaubende Opener &#8222;Gravy Train&#8220; d\u00fcrfte direkt der Southern Rock-Fraktion den Mund w\u00e4ssrig machen. Das Banjo klirrt, die Slide- und E-Gitarren surren, die Background-Damen Kim Keyes und Vickie Hampton winseln ihre \u00bbUhuhuus\u00ab im Refrain. Dazu gibt es unterschwelliges &#8222;Sweet Home Alabama&#8220;-Piano-Rhythmus-Geklimper von Harrell. Toller Song.<\/p>\n<p>Das mit einem A capella-Intro startende &#8222;Raise The Dead&#8220; bietet leicht gospelig angehauchte Kost. So was w\u00fcrde man gerne mal auf einer hiesigen Beerdigung h\u00f6ren, wenn es denn auch nicht unbedingt die eigene sein muss&#8230; Der Titelsong &#8222;American Dreamer&#8220; offeriert daf\u00fcr mehr melodisch geerdeten Rock mit einem klasse Refrain, dazu mit sch\u00f6nen Bridges verschachtelt und einem starken Southern-E-Gitarrensolo.<\/p>\n<p>Die folgenden southern-souligen Balladen &#8222;California High&#8220; (mit kurzem Schrei und typischen Ahahah-Harmonies der S\u00e4ngerinnen. Joe Cockers Version von &#8222;With A Little Help From My Friends&#8220; l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen) und &#8222;Guarantee To You&#8220; (Orgel-\/Dickey Betts-Ged\u00e4chtnis-E-Solo nacheinander als Kombi) sind zum Wegschmelzen. Falls sich hier bei einem Vertreter unserer Gattung nicht eine augenblickliche G\u00e4nsehaut bildet und die Nackenhaare auf voller L\u00e4nge auft\u00fcrmen, sollte dieser schleunigst bei einem Psychologen abkl\u00e4ren lassen, ob er unter chronischer Gef\u00fchlsk\u00e4lte leidet und auf dem Weg ist, zu einem Eisberg zu mutieren&#8230;<\/p>\n<p>Mit rootsigen Stoff, im Stile eines Paul Thorn, geht es bei &#8222;Without Chains&#8220; weiter. Kim Carnes und Kim Keyes s\u00e4useln zu Weavers hier mal etwas knochigerem Gesang. Bei &#8222;Givin&#8216; It Up&#8220; ist swampiger Southern Rock in Skynyrd-Manier angesagt. &#8222;I Should Have Said That&#8220; in der Vollversion w\u00fcrde Leuten wie Johnny Reid und Joe Cocker im souligen Balladen-Bereich auch gut zu Gesicht stehen.<\/p>\n<p>Chris Weaver z\u00e4hlt u. a. Gr\u00f6\u00dfen wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bob+Seger\">Bob Seger<\/a><\/span> und Bruce Springsteen zu seinen Einflussgebern und Vorbildern. Den Beweis erbringt das piano-unterlegte &#8222;Time Has Wings&#8220;, das so ein bisschen an Segers Songs der Achtziger erinnert. &#8222;You&#8217;ll Accomp&#8217;ny Me&#8220; f\u00e4llt mir da spontan ein. Der offizielle Hauptteil schlie\u00dft mit &#8222;Nothing More&#8220;, wieder einem Southern Rock-umwehten St\u00fcck, das auch gut in die <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Doc+Holliday\">Doc Holliday<\/a><\/span>-\/<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Gary+Rossington\">Rossington<\/a><\/span>-\u00c4ra gepasst h\u00e4tte. Ein typisches E-Solo inklusive.<\/p>\n<p>Das erste Lied der Bonustracks, &#8222;Want It&#8220;, w\u00fcrde auch im Repertoire der heutigen Skynyrd bestehen (Slide-Solo). Hier d\u00fcrfen die E-Gitarristen Ben Owens und Jeffrey Harper ausnahmsweise mal die Backings auf m\u00e4nnliche Art und Weise singen. Das finale &#8222;I Should Have Said That&#8220;, in einer Alternativ-Version, liefert dann den beiden Hauptprotagonisten des Albums noch mal die B\u00fchne. Josh Leo spielt die klare Akustikgitarre und Chris&#8216; R\u00f6hre kann sich in diesem eng gesteckten Rahmen, noch mal richtig intensiv entfalten. Wunderbar!<\/p>\n<p>Fazit: Ich habe selten einen S\u00e4nger wie Chris Weaver sich mit solch einer puren Leidenschaft und Emotion vokal in seine Songs reinknien geh\u00f6rt. Man paare gesanglich Leute wie Joe Cocker, Johnny Reid und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=JJ+Grey+%26+Mofro\">JJ Grey<\/a><\/span>, kombiniere dazu Southern-Country-Musik \u00e0 la Skynyrd, Doc Holliday, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Dirty+Guv%27nahs%2C+The\">Dirty Guv&#8217;nahs<\/a><\/span>, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Billy+Ray+Cyrus\">Billy Ray Cyrus<\/a><\/span> oder <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=James+Otto\">James Otto<\/a><\/span>, dezent vermengt mit ein paar klassischen Interpreten wie Bob Seger, Bruce Springsteen oder John Mellencamp und man erh\u00e4lt die Musik, die hier auf &#8222;American Dreamer&#8220; perfekt inszeniert und geb\u00fcndelt wurde. Geht es noch besser? Aus meiner Sicht nur ganz schwer! Meine absolute Hochachtung, Chris Weaver! Ich tr\u00e4ume bzw. fiebere schon dem n\u00e4chsten Werk entgegen!<\/p>\n<p>P. S.<br \/>\nDanke auch an Executive Producer und Manager Jeff Catton f\u00fcr die umgehende und unproblematische Bemusterung.<\/p>\n<p><strong>American Roots Records (2013)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Gravy Train<br \/>\n02. Raise The Dead<br \/>\n03. American Dreamer<br \/>\n04. California High<br \/>\n05. Guarantee To You<br \/>\n06. Without Chains<br \/>\n07. Givin&#8216; It Up<br \/>\n08. I Should Have Said That<br \/>\n09. Time Has Wings<br \/>\n10. Nothing More<\/p>\n<p><strong>Bonus Tracks:<\/strong><br \/>\n11. Want It<br \/>\n12. I Should Have Said That (Acoustic)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chrisweaverband.com\">Chris Weaver Band<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/chrisweaverband\">Chris Weaver Band bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.InTuneEntertainment.com\">InTune Entertainment<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kommt man in solch jungen Jahren nur zu so einer Stimme? Ob der aus West Virginia stammende S\u00e4nger Chris Weaver, als Kleinkind bei einem der Gigs seines Vaters in einer verr\u00e4ucherten Honkytonk-Spelunke unbeaufsichtigt auf einem halb ge\u00f6ffneten Jack Daniels-Fass herumgeklettert und hineingefallen ist, wurde bisher nicht \u00fcberliefert. 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