{"id":3066,"date":"2015-12-14T02:34:00","date_gmt":"2015-12-14T01:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3066"},"modified":"2016-01-17T15:06:43","modified_gmt":"2016-01-17T14:06:43","slug":"porter-wagoner-wagonmaster-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/porter-wagoner-wagonmaster-cd-review\/","title":{"rendered":"Porter Wagoner &#8211; Wagonmaster &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wago.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3069\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wago.jpg\" alt=\"Wago\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wago.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wago-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wago-210x210.jpg 210w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Wago-60x60.jpg 60w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dass Rot-Wei\u00df Essen-Sympathisanten der Ruf vorauseilt, besonders leidensf\u00e4hig zu sein, ist l\u00e4ngst kein gut geh\u00fctetes Geheimnis mehr, aber dies auch auf andere Bereiche des Lebens dieser armen Menschen bedenkenlos zu \u00fcbertragen, w\u00e4re dann doch ein wenig gemein. Dieses Werk sollte eine Country-CD sein, die mir angeblich auf den Leib geschrieben w\u00e4re. Ich, Liebhaber des modernen New-Country, dachte mir in meinem Vorurlaubs-Stress beim Namen Porter Wagoner erst mal nichts, und ging davon aus, dass das sicher wieder einer der vielen jungen, wilden Nashville- oder Texas-Interpreten w\u00e4re, die dort jede Woche von neuem wie Pilze aus dem Boden schie\u00dfen.<\/p>\n<p>Irgendwann klickte ich dann doch auf die Homepage, und bekam direkt ein flaues Gef\u00fchl im Magen. Ein grinsender Herr mit typischem zur\u00fcckgek\u00e4mmten 50\/60er-Jahre-Haarschnitt von &#8218;anno dazumal&#8216;, kitschig bestickte Hemden mit gro\u00dfen Kragen, und jede Menge CD-Cover mit W\u00fchltisch-Flair auf der Startseite. Aha, Traditional-Country also! Ein K\u00fcnstler mit der Erfahrung von einem halben Jahrhundert. Country Hall Of Fame-Schwarz\/Wei\u00df-Bilder, Grand Ole Opry, diese Uralt-Schinken, die in Vierer-Boxen auf unseren Privat-TV-Sendern in ihren Werbeblocks ans Volk verscherbelt werden sollen, und eben die Bef\u00fcrchtung von altbackener Musik schossen mir als erste Assoziationen durch den Kopf. Nach dem mir immer noch im Magen liegenden RWE-Abstieg also auch das noch\u2026<\/p>\n<p>Das Cover-Bild im Annie Leibovitz-Stil (fotografiert aber von Produzent und Nashville-Musiker Marty Stuart) und die gesamte Aufmachung in trockenem Schwarz-Wei\u00df und ebenso n\u00fcchternen Bildern erinnert sofort an den allseits ber\u00fchmten Johnny Cash . Und so findet man auch einen Song aus seiner Feder in der Tracklist, dem dann, wie auch sonst im Blues so \u00fcblich, direkt eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Legende angehaftet ist. Stuart, 1981 in Cashs Tourband, hatte damals dem guten Johnny \u00fcber Porter berichtet, und Kassetten mit seiner Musik vorgespielt. Cash z\u00fcckte kurze Zeit sp\u00e4ter einen Song aus der Tasche \u00fcber ein Krankenhaus, in dem wohl beide mal hospitiert hatten, mit der Bitte, ihn an Porter zu \u00fcbergeben. Stuart, scheinbar mit der \u00fcblichen Musiker-Zuverl\u00e4ssigkeit ausgestattet, verga\u00df dies allerdings. Als er seine Bude im Vorfeld dieses Albums aufr\u00e4umte (seit wann werden K\u00fcnstler in dieser Hinsicht in so kurzen Zeitabst\u00e4nden aktiv&#8230;?) fiel ihm das Teil wie durch ein Wunder wieder in die H\u00e4nde.<\/p>\n<p>Kommen wir zum musikalischen Inhalt. Zun\u00e4chst muss man sagen, dass die St\u00fccke von gestandenen Nashville-Studio-Musikern in gewohnter Qualit\u00e4t eingespielt wurden, ich entdecke neben arrivierten Leuten wie Stuart Duncan, Mike Johnson, Kenny Vaughn, Harry Stinson sogar meinen Lieblingspianisten Gordon Mote, der allerdings recht zur\u00fcckhaltend agiert. Zudem sehe ich noch einen mir bekannten Song (&#8222;Hotwired&#8220;) eines <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Shawn+Camp\">Shawn Camp<\/a><\/span>, dessen Album &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/shawn-camp-fireball-cd-review\/\">Fireball<\/a>&#8220; ich neulich f\u00fcr B\u00e4rchen Records mal besprochen habe, der aus meiner Sicht auch den H\u00f6hepunkt darstellt, da er noch am modernsten r\u00fcberkommt.<\/p>\n<p>Ansonsten traditioneller, staubiger Country alter Schule mit heulenden Steelgitarren und s\u00e4genden Fiddeln am Flie\u00dfband, die Porters doch in die Jahre gekommenen Gesang (z.T. im Erz\u00e4hlstil) in gewohnter Manier unterst\u00fctzen. Puristen werden nat\u00fcrlich jubeln. Stoff f\u00fcr Freunde des ewig gestrigen Country der Marke Cash, Williams, Jones &amp; Co. Porter Wagoner, bei allem Respekt, aus meiner Sicht ein Fall f\u00fcr den musikalischen Rentenbescheid!<\/p>\n<p><strong>Anti Inc. (2007)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Wagonmaster (#1)<br \/>\n02. Be A Little Quieter<br \/>\n03. Who Knows Right From Wrong<br \/>\n04. Albert Erving<br \/>\n05. A Place To Hang My Hat<br \/>\n06. Eleven Cent Cotton<br \/>\n07. My Many Hurried Southern Trips<br \/>\n08. Committed To Parkview<br \/>\n09. The Agony Of Waiting<br \/>\n10. Hotwired<br \/>\n11. Brother Harold Dee<br \/>\n12. Satan&#8217;s River<br \/>\n13. Wagonmaster (#2)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.PorterWagoner.com\">Porter Wagoner<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/thethinmanfromwestplains\">Porter Wagoner bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.anti.com\">Anti Inc.<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.starkult.de\">Starkult Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass Rot-Wei\u00df Essen-Sympathisanten der Ruf vorauseilt, besonders leidensf\u00e4hig zu sein, ist l\u00e4ngst kein gut geh\u00fctetes Geheimnis mehr, aber dies auch auf andere Bereiche des Lebens dieser armen Menschen bedenkenlos zu \u00fcbertragen, w\u00e4re dann doch ein wenig gemein. Dieses Werk sollte eine Country-CD sein, die mir angeblich auf den Leib geschrieben w\u00e4re. 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