{"id":2935,"date":"2015-12-14T02:55:00","date_gmt":"2015-12-14T01:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2935"},"modified":"2020-07-12T10:31:01","modified_gmt":"2020-07-12T08:31:01","slug":"shutdowntown-flush-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/shutdowntown-flush-cd-review\/","title":{"rendered":"ShutDownTown &#8211; Flush &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Shut-e1436545633661.jpg\" \/><\/p>\n<p>Bis vor geraumer Zeit wurde die Red Dirt-Szene so gut wie ausschlie\u00dflich von M\u00e4nnerhand dominiert, wobei man allerdings fairer Weise konstatieren muss, dass kaum ein Interpret oder irgendeine Band hier durch \u00fcbertriebenes Machotum aufgefallen w\u00e4re. <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Buster+Jiggs\">Buster Jiggs<\/a><\/span> waren die ersten, die sich entschlossen, auf ihrem zweiten Album &#8222;Heartache Jubilee&#8220; ihre bis dato im Background und Harmoniegesang (trotzdem) recht markant wirkende S\u00e4ngerin Kristin Muennink an der Front zu positionieren, nachdem ihr standesgem\u00e4\u00dfer S\u00e4nger Will Dodson aus privaten Gr\u00fcnden passen musste.<\/p>\n<p>Jetzt betritt mit der recht wohlbeleibten Amanda Graves (Lead Vocals) und ihrer Partnerin Cari Smith (Vocals, Rhythm guitar) alias Shutdowntown ein Duo diese M\u00e4nnerdom\u00e4ne, das erhebliches Potential inne hat, um im Genre f\u00fcr Furore zu sorgen. Nicht umsonst hat sich ein h\u00f6chst prominentes Gespann die beiden Damen unter die Fittiche gekrallt. Und zwar Mr. Red Dirt himself, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Mike+McClure\">Mike McClure<\/a><\/span> (als Musiker fr\u00fcher <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Great+Divide\">The Great Divide<\/a><\/span>, mittlerweile Mike McClure Band sowie oft auch als Produzent mit feinem Gesp\u00fcr f\u00fcr viele genrespezifische Bands t\u00e4tig) und Texas-Legende Joe Hardy (u.a. <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a><\/span>, Steve Earle, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jeff+Healey\">Jeff Healey<\/a><\/span>, Georgia Satellites, <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=38+Special\">38 Special<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Little+Caesar\">Little Caesar<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Laidlaw\">Laidlaw<\/a><\/span> &#8211; seine komplette Vita hier aufzuf\u00fchren w\u00fcrde sicherlich den Rahmen sprengen), die sich auf diesem Deb\u00fct beide musikalisch (sie spielen fast alle Instrumente) wie aufnahmetechnisch so richtig austoben konnten.<\/p>\n<p>Als dritter Musiker (neben McClure, Hardy und den beiden Protagonistinnen) wurde lediglich mit &#8218;Steel-Ikone&#8216; Lloyd Maines (Vater von Dixie Chicks-S\u00e4ngerin Natalie Maines) an seinem Paradeinstrument eine weitere Koryph\u00e4e seines Fachs eingebunden, der mit seinem unwiderstehlichen Spiel bei einigen Tracks f\u00fcr die Countrynote im ansonsten doch recht rockigen Restrepertoire sorgen durfte.<\/p>\n<p>Beeindruckend auf diesem durchgehend starken, zehn Songs (sieben davon durch Graves und Smith kreiert, zwei von McClure) umfassenden Werk ist nat\u00fcrlich vor allem die Gesangsleistung von Amanda Graves. Die pr\u00e4sentiert sich trotz aller geballter musikalischer Kompetenz und Erfahrung um sich herum, absolut selbstbewusst und wei\u00df mit ihrer kr\u00e4ftigen, sehr klaren, dezent rotzigen und mit einem Southern Twang (\u00e4hnlich dem von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sugarland\">Sugarlands<\/a> <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jennifer+Nettles\">Jennifer Nettles<\/a><\/span>) belegten Stimme in allen Tempobereichen absolut zu \u00fcberzeugen. Stark das M\u00e4del!<\/p>\n<p>Dass die knapp vierzig Minuten Spielzeit wie im Flug vergehen, liegt neben der instrumentellen und gesanglichen Brillanz vor allem an der abwechslungsreichen Struktur und unterhaltsamen Anordnung der St\u00fccke. Der (southern-) bluesrockige Opener &#8222;Bury Me&#8220; (herrlich die satte E-Gitarre von McClure, dazu sein einf\u00fchlsames, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">Marshall Tucker<\/a><\/span>-inspiriertes Solo, fette Orgel) macht m\u00e4chtig Dampf, das folgende, dezent rootsig und leicht psychedelisch anmutende &#8222;6 A.M.&#8220; wirkt im Gegensatz dazu fast introvertiert und wird vom in &#8218;Crying in my beer&#8216;-Manier gebrachten Countryheuler &#8222;&#8220;He Ain&#8217;t Coming Back&#8220; (dazu herrlich passendes, jammerndes Steelspiel plus Solo von Maines und ein atmosph\u00e4risches Grandpiano von Hardy) abgel\u00f6st. Ein recht unterschiedliches, aber gekonntes Song-Trio direkt zu Beginn.<\/p>\n<p>Danach gibt es einen Reigen von vier Tracks, der mich absolut begeistert. Das bluesige &#8222;Dark Skies&#8220; groovt richtig schwer in Mark und Bein gehend, ist dazu mit einem grandiosen Mix aus E- und Slidegitarren und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a><\/span>-m\u00e4\u00dfigem Solo best\u00fcckt, das herrlich melodische &#8222;Downhill&#8220; mit dieser unwiderstehlich klirrenden Mandoline als Untermalung (wie Fleetwood Mac goes Red Dirt) erzeugt durchgehende G\u00e4nsehaut, das freche &#8222;Echo&#8220; bietet flockigen New Country (im Sugarland-Style &#8211; man fragt sich fast, was passieren w\u00fcrde, wenn ShutDownTown deren Marketing-Maschinerie hinter sich h\u00e4tten&#8230;) und das flockig fr\u00f6hliche, cabriotaugliche &#8222;Get Out&#8220;, bei dem McClure in zweieinhalb Minuten Songl\u00e4nge auch ohne geb\u00e4rdenhafte Frickelei auf den Punkt gebrachte E-Gitarrenarbeit der Extraklasse abliefert. War mir bisher gar nicht so bewusst, wie hervorragend und filigran der die sechs Saiten bearbeitet.<\/p>\n<p>Zwei wieder recht countrylastige, unter starkem Maines-Einfluss stehende Lieder, &#8222;5 Card Draw&#8220; (balladesk, atmosph\u00e4risch) und &#8222;Goodbye To Me&#8220; (etwas poppig, wieder an Sugarland erinnernd), rahmen das fette, raue, southern-rockige von McClure komponierte &#8222;Bad With You&#8220; (fast punkig polternde Drums, surrendes Slide-Solo) zwischen sich ein und bilden einen standesgem\u00e4\u00dfen, dem hohen Niveau der Restsongs in nichts nachstehenden Abschluss. Fazit. ShutDownTown haben mit ihrem von Mike McClure und Joe Hardy glasklar produzierten Deb\u00fct &#8222;Flush&#8220; einen fast sensationell zu bezeichnenden Einstand abgeliefert. Fulminante texanischer Girlpower in der Red Dirt Szene &#8211; wow &#8211; herzlich willkommen!<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2009)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Red Dirt<\/strong><\/p>\n<p>01. Bury Me<br \/>\n02. 6 A.M.<br \/>\n03. He Ain&#8217;t Coming Back<br \/>\n04. Dark Skies<br \/>\n05. Downhill<br \/>\n06. Echo<br \/>\n07. Get Out<br \/>\n08. 5 Card Draw<br \/>\n09. Bad With You<br \/>\n10. Goodbye To Me<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/shutdowntown\">ShutDownTown bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis vor geraumer Zeit wurde die Red Dirt-Szene so gut wie ausschlie\u00dflich von M\u00e4nnerhand dominiert, wobei man allerdings fairer Weise konstatieren muss, dass kaum ein Interpret oder irgendeine Band hier durch \u00fcbertriebenes Machotum aufgefallen w\u00e4re. 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