{"id":28971,"date":"2018-11-07T18:35:47","date_gmt":"2018-11-07T17:35:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=28971"},"modified":"2018-11-07T18:38:25","modified_gmt":"2018-11-07T17:38:25","slug":"eagles-farewell-1-tour-live-from-melbourne-dvd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/11\/07\/eagles-farewell-1-tour-live-from-melbourne-dvd-review\/","title":{"rendered":"Eagles &#8211; Farewell 1 Tour Live From Melbourne &#8211; DVD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-28976\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/517yoZU01fL-210x300.jpg\" alt=\"517yoZU01fL\" width=\"210\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p>Gott sei Dank haben sich die Eagles durch die Zuf\u00fcgung einer Nummerierung bei ihrer &#8218;Abschiedstour&#8216; gen\u00fcgend Spielraum gelassen, uns weiter mit ihrer phantastischen Musik zu begl\u00fccken. Es ist zwar kaum denkbar, dass das Geleistete auf dieser seit kurzem k\u00e4uflich zu erwerbenden DVD noch mal irgendwann zu toppen ist (wahrscheinlich nur noch mit einer v\u00f6llig aus dem Rahmen fallenden Setlist), aber das hatte man nach &#8222;Hell Freezes Over&#8220; wohl auch nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten.<\/p>\n<p>Fakt ist, die Mannen um Don Henley und Glenn Frey pr\u00e4sentieren sich selbst im hohen Musikalter st\u00e4rker denn je und scheinen immer noch voller Ehrgeiz zu stecken, wie auch das abschlie\u00dfende elf Minuten w\u00e4hrende Interview (u. a. auch deutsche Untertitel) noch einmal unterstreicht. Ja, dieses an drei Tagen in Melbourne produzierte Dokument ist so mit das Beste, was bisher in meinem Player gelandet ist.<\/p>\n<p>Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass man dieses Teil in den Musikunterricht (gibt es das Fach Musik eigentlich \u00fcberhaupt noch?) der weiterf\u00fchrenden Schulen einbinden sollte, um so manch ehrgeizigem Jugendlichen in dieser Hinsicht den rechten Weg aufzuzeigen, und vor dem Gang in die sich immer breiter machende Schr\u00e4gt\u00f6nerie zu bewahren.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, meine Wenigkeit ist froh, an diesem Event teilnehmen zu d\u00fcrfen, wenn auch nur im Wohnzimmer. Bildqualit\u00e4t (16:9) &#8211; und Tonformat (DTS 5.1 Surround und L-PCM-Stereo) sind exzellent.<\/p>\n<p>Kommen wir zum Inhalt: Nach ein paar Impressionen vor Konzertbeginn geht es dann im ausverkauftem Stadion mit &#8222;The Long Run&#8220; (Don Vocals) in die Vollen. Zun\u00e4chst auff\u00e4llig, das ungewohnt elegante Auftreten der Herren. Alle in Anz\u00fcgen, wobei Glenn Frey im pinkfarbenen Hemd unter grauem Zwirn modische Akzente zu setzen wei\u00df. Nicht mehr im Line-Up dabei Gitarrist Don Felder, der allerdings durch den grandios aufspielenden Gastmusiker Steuart Smith mehr als nur ersetzt wurde, fr\u00fcher u. a. f\u00fcr Rodney Crowell t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Die herrlich relaxte Ballade &#8222;New Kid In Town&#8220; (Glenn Vocals) l\u00e4sst dann auch direkt die Paradedisziplin der Adler zum Vorschein treten, die bis in kleinste Detail ausgefeilten Harmonieges\u00e4nge, deren Vollendung nur von ganz wenigen Bands ann\u00e4hernd erreicht wurde.<\/p>\n<p>Im Interview wird auf diesen typischen Bestandteil ihrer Songs auch eingegangen. Im so getauften \u201aCircle Of Fear&#8216; checken die vier Veteranen vor jedem Gig accapella-artig ihre Stimmb\u00e4nder und lassen nicht locker, bis die richtige Balance gefunden wurde. Wenn man bei &#8222;Wasted Time&#8220; Don Henley ganz in schwarz gekleidet nur von der Seite angestrahlt sieht, f\u00fchlt man sich auch von der Gestik her leicht an Joe Cocker erinnert.<\/p>\n<p>&#8222;I Can&#8217;t Tell You Why&#8220; gibt dann dem gewohnt zur\u00fcckhaltenden Timothy B. Schmidt Gelegenheit, seine uns aus Poco-Zeiten bekannte d\u00fcnne, feine Stimme zu pr\u00e4sentieren. Spa\u00dfvogel Joe Walsh steigt dann am Frontmikro mit &#8222;One Day At A Time&#8220; ein. \u00dcberhaupt gl\u00e4nzt die Band oftmals bei den neuen oder nicht so bekannteren St\u00fccken und beweist, dass auch jenseits der F\u00fcnfzig nebst Country und Westcoast noch richtig gerockt werden kann.<\/p>\n<p>Walsh und Smith liefern sich klasse Duelle, spielen Twin-Leads und auch Glenn Frey an der Les Paul macht m\u00e4chtig Rhythmus-Dampf. Die zwei starken St\u00fccke &#8222;Walk Away&#8220; (ein rhythmischer Rocker, tolles E-Solo Joe) und &#8222;Sunset Grill&#8220; (moderner Song mit Synthies, Horn-Einlagen und Piano-Fills) beenden einen 19 Lieder umfassenden Set auf DVD 1, der mehr als beeindruckend ist.<\/p>\n<p>Zum Abschluss w\u00fcrdigt dann Glenn Frey verdienterma\u00dfen die wirklich hervorragenden Begleitmusiker, wobei neben dem bereits erw\u00e4hnten Steuart Smith auch noch Al Garth als Mitglied der Horn-Section und auch an der Violine zu gl\u00e4nzen wei\u00df.<\/p>\n<p>Ja, die sonnen-bebrillte Horn-Section (allein schon der Anblick ist herrlich) ist auch eine der positiven \u00dcberraschungen des Werkes. Immer bei den dazu passenden Nummern pr\u00e4sent, aber nie aufdringlich. Auch ein Beweis daf\u00fcr , dass die Eagles immer wieder an neuen Arrangements ihrer Klassiker feilen. Man hat jedenfalls den Eindruck, dass die Truppe wesentlich st\u00e4rker auftrumpft, als das noch in den Siebziger Jahren der Fall war.<\/p>\n<p>Gerade Joe Walshs Gitarrenspiel scheint immer besser zu werden. Eine weitere Auff\u00e4lligkeit, dass mittlerweile drei Generationen von Zuschauern an ihrem Repertoire Gefallen gefunden zu haben scheinen, wobei der Seh- und (H\u00f6r-)Spa\u00df des m\u00e4nnlichen Betrachters der DVD, durch die h\u00e4ufigen Einblendungen recht nett anzusehender M\u00e4dels in vorderster Reihe noch zus\u00e4tzlich aufgepeppt wird.<\/p>\n<p>Der zweite DVD-Set startet dann mit dem gro\u00dfen Auftritt des kauzigen Spa\u00dfvogels. Joe, mit einem mit einer Kamera best\u00fccktem Sturzhelm auf dem Kopf, an der Front seine Sp\u00e4\u00dfe treibend, dazu eine flatternde Stoffhose, die auf der W\u00fchltheke eines jeden Billigmarktes Ihresgleichen suchen d\u00fcrfte und Cowboystiefel. Ein Anblick zum Piepen. \u00dcbrigens hatten Henley und Frey im Verlauf des Konzerts dann doch wieder zu den obligatorischen Baumwollhemden zur\u00fcckgefunden. Bis zur ersten Zugabe &#8222;Hotel California&#8220; legt das Quartett wie bereits erw\u00e4hnt einen recht rockigen Zwischenspurt ein.<\/p>\n<p>Der wohl bekannteste Hit startet mit einem grandiosen Trompeten-Intro, bis die ersten gesungenen Zeilen Dons &#8222;On a dark desert highway&#8230;&#8220; dann die Stimmung auf den Siedepunkt bringen. Fulminant die Vorstellung von Steuart Smith an der doppelhalsigen Gitarre und auch die Soli Walshs im Schluss-Instrumentalteil.<\/p>\n<p>Frey hat dann mit &#8222;Take It Easy&#8220; noch sein Steckenpferd auf Lager und Henley schlie\u00dft mit &#8222;Desperado&#8220; eine Show ab, die Ma\u00dfst\u00e4be setzen d\u00fcrfte. Die Eagles tun es scheinbar gutem Wein nach, je \u00e4lter desto besser. Man kann nur hoffen, dass die Farewell 2 Tour in einem etwas n\u00e4her erreichbaren Umkreis stattfinden m\u00f6ge, aber andersherum lohnte es sich sicher auch, damit einen Urlaub zu verbinden.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist diese DVD ein Highlight der Musikgeschichte. Absolut empfehlenswert auch f\u00fcr Nicht-Eagles-Kenner. Eigentlich ein Pflichtkauf f\u00fcr jeden Rockmusik-Fan.<\/p>\n<p><strong>Warner (2005)<br \/>\nStil: Westcoast \/ Country Rock<\/strong><\/p>\n<p>DVD 1:<br \/>\n01. The Long Run<br \/>\n02. New Kid In Town<br \/>\n03. Wasted Time<br \/>\n04. Peaceful Easy Feeling<br \/>\n05. I Can&#8217;t Tell You Why<br \/>\n06. One Of These Nights<br \/>\n07. One Day At A Time<br \/>\n08. Lyin&#8216; Eyes<br \/>\n09. The Boys Of Summer<br \/>\n10. In The City<br \/>\n11. Already Gone<br \/>\n12. Tequila Sunrise<br \/>\n13. Love Will Keep Us Alive<br \/>\n14. No More Cloudy Days<br \/>\n15. Hole In The World<br \/>\n16. Take It To The Limit<br \/>\n17. You Belong To The City<br \/>\n18. Walk Away 19:Sunset Grill<\/p>\n<p>DVD 2:<br \/>\n01. Life&#8217;s Been Good<br \/>\n02. Dirty Laundry<br \/>\n03. Funk #49<br \/>\n04. Heartache Tonight<br \/>\n05. Life In The Fast Lane<br \/>\n06. Hotel California<br \/>\n07. Rocky Mountain Way<br \/>\n08. All She Wants To Do Is Dance<br \/>\n09. Take It Easy<br \/>\n10. Desperado<br \/>\n11. Interview<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eagles.com\">Eagles<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/EaglesBand\">Eagles bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gott sei Dank haben sich die Eagles durch die Zuf\u00fcgung einer Nummerierung bei ihrer &#8218;Abschiedstour&#8216; gen\u00fcgend Spielraum gelassen, uns weiter mit ihrer phantastischen Musik zu begl\u00fccken. 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