{"id":28733,"date":"2018-11-10T18:31:08","date_gmt":"2018-11-10T17:31:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=28733"},"modified":"2020-06-10T11:53:55","modified_gmt":"2020-06-10T09:53:55","slug":"larkin-poe-venom-faith-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/11\/10\/larkin-poe-venom-faith-cd-review\/","title":{"rendered":"Larkin Poe \u2013 Venom &#038; Faith \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-28736\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Larkin-Poe_300.jpg\" alt=\"Larkin Poe_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Larkin-Poe_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Larkin-Poe_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Larkin-Poe_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Larkin-Poe_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Die beiden Schwestern Rebecca und Megan Lovell haben sich mit Larkin Poe nach ihrem Ur-Ur-Opa benannt. Dabei ist ihre Musik alles andere als r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt. Sie kombinieren Roots-Musik mit verschiedenen Elementen anderer Musikstile wie dem Pop oder sogar dezentem Rap. Sie entziehen sich damit der einfachen Kategorisierung. Tendenziell \u00fcberwiegt auf \u201eVenom &amp; Faith\u201c eine Art progressiver Blues. Mehrere Titel zeichnen sich durch akzentuierte Wiederholungen des Textes oder durch Breaks bei Rhythmus oder Melodien aus, die interessant sind und zum konzentrierten Zuh\u00f6ren anhalten.<\/p>\n<p>Bereits als Teenager ver\u00f6ffentlichten Rebecca und Megan als Lovell Sisters \u2013 damals noch mit ihrer Schwester Jessica \u2013 zwei Bluegrass\/Americana-Alben. Ab 2010 sind sie als Duo unter dem derzeitigen Bandnamen produktiv. Auf ihr Konto gehen f\u00fcnf EPs und vier Longplayer. Sie arbeiteten bereits mit T Bone Burnett, Elvis Costello, Marcus Mumford (Mumford &amp; Sons), Rhiannon Giddens, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Kristian+Bush\">Kristian Bush<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sugarland\">Sugarland<\/a>) und <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Steven+Tyler\">Steven Tyler<\/a> (Aerosmith) zusammen. Mit Jackson Browne und Don Henley (Eagles) standen sie anl\u00e4sslich des Tom-Petty-Tributs in Los Angeles auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p>Megan spielt Lap Steel, w\u00e4hrend Rebecca akustische und elektrische Gitarre, Banjo, Omnichord sowie die Percussion \u00fcbernimmt. Beide singen und bedienen die Keyboards. Die Multiinstrumentalistinnen sind damit weitgehend autonom, zumal Drums und Rhythmus aus dem Computer stammen.<\/p>\n<p>Ich habe lieber, wenn Schlagzeug und Bass von Menschen beigesteuert werden, weil ich meine, dass dadurch mehr Leben in die Songs kommt. Obwohl ich auf \u201eVenom &amp; Faith\u201c nur in einigen Momenten behaupte, dass ich heraush\u00f6ren k\u00f6nnte, dass eine Maschine die Rhythmusarbeit \u00fcbernimmt \u2013 und das wahrscheinlich auch nur, weil ich es wei\u00df.<\/p>\n<p>Am ehesten h\u00f6rt man die Drum-Maschine bei \u201eHoney Honey\u201c \u2013 aus einer der Textzeilen des Songs ist der Albumtitel entliehen \u2013 und bei \u201eFly Like An Eagle\u201c. Durch die Beats erscheinen die Titel in einem poppigen Gewand, entwickeln aber durch sehr sch\u00f6ne Gesangspassagen ihren eigenen Reiz. Auch die eher gleichm\u00e4\u00dfigen St\u00fccke \u201eCalifornia King\u201c und \u201eAin\u2019t Gonna Cry\u201c ziehen nach mehrmaligem H\u00f6ren in ihren Bann.<\/p>\n<p>Der Vergleich zu den Allman Brothers, als deren kleine Schwestern die Damen von Larkin Poe gelegentlich bezeichnet werden, dr\u00e4ngt sich bei \u201eVenom &amp; Faith\u201c nicht unbedingt auf. Richtig ist aber, dass beispielsweise auf \u201eBlue Ridge Mountain\u201c ein Southern-Hauch mitschwingt. Deutlich schl\u00e4gt er bei \u201eMississippi\u201c durch, bei dem <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/11\/17\/the-cadillac-three-support-tyler-bryant-the-shakedown-16-11-2016-koeln-luxor-konzertbericht\/\">Tyler Bryant<\/a> an der Resonator-Gitarre zu h\u00f6ren ist.<\/p>\n<p>Mit Klatschen und Gesang nimmt \u201eSometimes\u201c einen dynamischen und Gospel-\u00e4hnlichen Einstieg. Nacheinander steigen dann Drumline und Horn Section ein, die dem von Bessie Jones und Alan Lomax geschriebenen St\u00fcck einen geh\u00f6rige Drive geben. Auch \u201eBleach Blonde Bottle Blues\u201c ist treibend und nicht nur durch die \u201eKicks\u201c im Leadgesang durchaus spannend.<\/p>\n<p>Dass sich Larkin Poe neben den modernisierten Spielarten auch auf den eher reduzierten Blues verstehen, zeigt das Duo mit \u201eGood And Gone\u201c. Zudem covern sie den eher traditionell angelegten Titel \u201eHard Time Killing Floor Blues\u201d von Skip James. Die Songs des 1969 verstorbenen Bluesmusikers aus Bentonia, Mississippi, werden anscheinend von den j\u00fcngeren K\u00fcnstlern gerade wiederentdeckt, denn <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Robert+Connely+Farr\">Robert Connely Farr<\/a> covert auf seinem gerade erschienenen \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/11\/01\/robert-connely-farr-the-rebeltone-boys-dirty-south-blues-cd-review\/\">Dirty South Blues<\/a>\u201c ebenfalls ein St\u00fcck von ihm.<\/p>\n<p>Kaum eine Scheibe habe ich vor der Besprechung so oft geh\u00f6rt, wie \u201eVenom &amp; Faith\u201c. Das Album eignet sich weniger zum Nebenherh\u00f6ren, sondern erfordert das Eintauchen in die Songstrukturen. Es belohnt dann aber mit abwechslungsreichen Klangvariationen und fesselnden H\u00f6rerlebnissen.<\/p>\n<p>Ende November kommen die Schwestern f\u00fcr vier Konzerte nach Deutschland und \u00d6sterreich, von denen bereits jetzt zwei Termine ausverkauft sind.<\/p>\n<p><strong>Tricki-Woo Records (2018)<br \/>\nStil: Blues and more<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. Sometimes<br \/>\n02. Bleach Blonde Bottle Blues<br \/>\n03. Honey Honey<br \/>\n04. Mississippi<br \/>\n05. California King<br \/>\n06. Blue Ridge Mountains<br \/>\n07. Fly Like An Eagle<br \/>\n08. Ain\u2019t Gonna Cry<br \/>\n09. Hard Time Killing Floor Blues<br \/>\n10. Good And Gone<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.larkinpoe.com\/\">Larkin Poe<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/larkinpoe\">Larkin Poe bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/rattaymusic.de\/\">Rattay Music<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hart.de\">H\u2019ART Musik-Vertrieb GmbH<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Die beiden Schwestern Rebecca und Megan Lovell haben sich mit Larkin Poe nach ihrem Ur-Ur-Opa benannt. Dabei ist ihre Musik alles andere als r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt. Sie kombinieren Roots-Musik mit verschiedenen Elementen anderer Musikstile wie dem Pop oder sogar dezentem Rap. Sie entziehen sich damit der einfachen Kategorisierung. 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