{"id":2790,"date":"2015-12-14T03:27:00","date_gmt":"2015-12-14T02:27:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2790"},"modified":"2020-07-09T19:40:14","modified_gmt":"2020-07-09T17:40:14","slug":"the-moss-brothers-band-royal-orleans-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/the-moss-brothers-band-royal-orleans-cd-review\/","title":{"rendered":"The Moss Brothers Band &#8211; Royal Orleans &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Moss-e1436024146440.jpg\" \/><\/p>\n<p>&#8218;Ohne Moss nix los&#8216;, wird sich der gute Billy gedacht haben, als er vor kurzem eine R\u00fcckkehr seiner Rebel Storm-Truppe angedroht hat. In der Tat ist man heutzutage in Southern Rock-Kreisen froh um jeden Strohhalm, an den man sich klammern kann, nachdem die Bands der ersten Garde ihrem intensiven Leben immer st\u00e4rker Tribut zollen, und sich deswegen wohl recht lange Auszeiten g\u00f6nnen (m\u00fcssen). Da gibt man sich dann auch schon mal mit dem ber\u00fchmten Sturm im Whiskey-, \u00e4hm Wasserglas zufrieden.<\/p>\n<p>Wie man CD-technisch mit relativ begrenzten finanziellen Mitteln gl\u00e4nzen kann, legen ihm jetzt seine beiden Br\u00fcder, die Herren Jeff und Troy Moss, mit ihrem Deb\u00fct &#8222;Royal Orleans&#8220;, einer schmucken Eigenproduktion, recht beeindruckend dar. Zwar waren die auch ein wenig mit Rebel Storm verbunden (Troy &#8211; Gitarrist, Jeff &#8211; Co-Songwriting), schienen mit ihrer Rolle im Hintergrund aber wohl doch nicht so ganz zufrieden gewesen zu sein.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, in der neuen Kombination als &#8218;geteilte&#8216; bzw. &#8218;doppelte&#8216; Frontm\u00e4nner scheint die Geschichte blendend zu funktionieren. Verst\u00e4rkt werden sie \u00fcbrigens durch Bassist Kevin Dale und Drummer Dave Smith sowie durch einzelne Gastmusiker (u. a. Bruder Billy beim Rebel Storm-St\u00fcck &#8220; A Little Lovin'&#8220;und Tony Hauenstein am Piano). Joe Riggio, der auch bei Rebel Storm involviert war, hat sich produktionstechnisch enorm weiterentwickelt, und sorgte diesmal f\u00fcr ein glasklar und modern klingendes Resultat, und steuerte bei &#8222;Cajun Waltz&#8220; dazu eine filigrane Akustikgitarrenmeisterleistung bei.<\/p>\n<p>Warum gefallen mir die Moss Brothers um L\u00e4ngen besser als Rebel Storm? Zum einen haben beide eine wesentlich besser klingende Stimme. Der eine erinnert zum Teil an<span style=\"color: #333333;\"> Jon <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bon+Jovi\">Bon Jovi<\/a> <\/span>(ich vermute Jeff), der andere an eine Mischung aus Donnie <span style=\"color: #333333;\">Van Zant<\/span> und Ronnie Hammond (wahrscheinlich Troy &#8211; die Zuordnung geht aus den Liner-Notes leider nicht hervor, sollte es nicht so sein, nehme ich alles zur\u00fcck und behaupte das Gegenteil&#8230;).<\/p>\n<p>Zweitens sind sie augenscheinlich die besseren Songwriter, d.h. sie verbinden recht emotionale, aber angenehm gehaltene Texte, (es geht im Gro\u00dfen und Ganzen um das Thema Verbundenheit mit New Orleans &#8211; die CD ist auch den Opfern der Hurrikan-Katastrophe gewidmet), mit instrumentalen Finessen (besonders das an Ed King erinnernde Stratocaster-Spiel wei\u00df zu gefallen), ohne sich aber in selbstverliebte Frickeleien zu verwurschteln. Somit behalten die eine unheimliche Ruhe und Gelassenheit ausstrahlenden St\u00fccke einen hohen Wiedererkennungswert. Drittens, durch die Einflechtung von Mandoline und Dobro werden Countryelemente und Southern-Rock harmonisch verschachtelt, was mir pers\u00f6nlich schon immer besondere Freude bereitet hat.<\/p>\n<p>Highlights sind in einem mit neun St\u00fccken (Spielzeit 36 Minuten) recht knapp, aber sehr gut durchstrukturiertem und ausgeglichenen Werk vielleicht der Opener &#8222;Cottonmouth Country&#8220; (mit klasse E-Slide-Spiel &#8211; erinnert dezent an &#8222;Voodoo Lake&#8220; von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a><\/span>), der bluesige Southern-Stampfer &#8222;Southern Boys&#8220; oder &#8222;Plantation&#8220;, dass nach trockener ersten H\u00e4lfte durch Einbindung vom Piano eine boogieartige Wendung nimmt, um am Ende aber doch beim Ursprung seinen Abschluss zu finden.<\/p>\n<p>Insgesamt ein starke, sehr saubere Leistung. Es wird sich in sehr angenehmer, dezenter Art an den gro\u00dfen Bands der Zunft (fr\u00fche<span style=\"color: #333333;\"> <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=38+Special\">38 Special<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Atlanta+Rhythm+Section\">Atlanta Rhythm Section<\/a> <\/span>oder Lynyrd Skynyrd) orientiert, aber durchaus immer der eigene Stempel aufgedr\u00fcckt. Das optimal passende Ambiente zum H\u00f6ren der Moss Brothers Band wird dann leider nur im Cover-Inlay mitgeliefert. Eine s\u00e4ulenverzierte Prachtvilla auf einem gediegenen S\u00fcdstaatenanwesen im Gr\u00fcnen. So lie\u00dfe es sich mit Sicherheit blendend aushalten&#8230;!<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2006)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Singer\/Songwriter<\/strong><\/p>\n<p>01. Cottonmouth Country<br \/>\n02. Red Clay Road<br \/>\n03. Southern Son<br \/>\n04. A Little Lovin&#8216;<br \/>\n05. Harper&#8217;s Creek<br \/>\n06. Plantation<br \/>\n07. Royal Street<br \/>\n08. Cajun Waltz<br \/>\n09. Collard Greens<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.themossbrothers.com\">The Moss Brothers Band<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/themossbrothers\">The Moss Brothers Band bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8218;Ohne Moss nix los&#8216;, wird sich der gute Billy gedacht haben, als er vor kurzem eine R\u00fcckkehr seiner Rebel Storm-Truppe angedroht hat. 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