{"id":2780,"date":"2015-12-14T03:28:00","date_gmt":"2015-12-14T02:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2780"},"modified":"2016-01-31T19:14:17","modified_gmt":"2016-01-31T18:14:17","slug":"moonshine-same-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/moonshine-same-cd-review\/","title":{"rendered":"Moonshine &#8211; Same &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/moonshine.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2784\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/moonshine-300x258.jpg\" alt=\"moonshine\" width=\"300\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/moonshine-300x258.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/moonshine-120x104.jpg 120w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/moonshine.jpg 349w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Southern Rock-Nostalgiker aufgepasst, hier erblickt ein Juwel des Genres nach langer Zeit, das Mond-, \u00e4hm bzw. das Tageslicht! Richtig guter Whisky sollte ja so zwischen 12 und 21 Jahren lagern, so sagen es wenigstens Kenner auf diesem Gebiet. Ob das Gleiche auch f\u00fcr Musik gilt &#8211; dar\u00fcber kann man diskutieren &#8211; liegt aber wohl, wie auch bei dem ber\u00fchmten Gerstensaft, letztendlich im subjektiven Empfinden des einzelnen Begutachters.<\/p>\n<p>Das Deb\u00fctalbum von Moonshine schlummerte jedenfalls satte zwanzig Jahre in den Archiven von Babylon A.D.-Frontmann Derek Davis, bis sein Genuss nun endlich f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4ngig gemacht wurde. Apropos Babylon A.D.. Mit dem Deb\u00fctalbum dieser Band und anderen Acts wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Little+Caesar\">Little Caesar<\/a><\/span> und Thunder versuchte ich zu seiner Zeit meinen j\u00fcngeren Bruder David in Form von Geburtstagsgeschenken musikalisch halbwegs zu missionieren, was aber am Ende doch kl\u00e4glich gescheitert ist. Vorletztes Wochenende wurde auf seiner ansonsten sehr sch\u00f6nen Hochzeit (u. a. mit vielen illustren G\u00e4sten aus unserer Tischtennis-Bundesliga-Vergangenheit) am Ende einer apostolischen Trauungszeremonie dann doch irgendeine schr\u00e4ge Grunge-Ballade als Wunschlied serviert&#8230;<\/p>\n<p>Moonshine wurden 1991 in Los Angeles durch Buzzy James und dem uns\/mir bestens bekannten <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Craig+deFalco\">Craig deFalco<\/a><\/span> gegr\u00fcndet, die sp\u00e4ter auch das Grundger\u00fcst der, leider zu Unrecht immer etwas im Schatten anderer Southern Rock-Bands gebliebenen, Formation <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Laidlaw\">Laidlaw<\/a><\/span> bildeten. Als Rhythmus-Fraktion gesellten sich White Tiger-Drummer Brian Fox und der Bruder des ehemaligen Kiss-Gitarristen Mark St. John, Michael Norton, am Bass dazu. Die Wahl des S\u00e4ngers fiel nach dem Testen mehrerer Kandidaten auf besagten Derek Davis. Am Ende wurde noch Mike Malone aus Marc Fords Band f\u00fcr Piano- und Mundharmonika-Parts mit hinzugenommen.<\/p>\n<p>Das zusammengestellte Material wurde dann damals in Eddie Van Halens 5150 Studio unter Mithilfe von dessen Bassisten Michael Anthony (singt hier Background bei &#8222;Turn Me Around&#8220;), Mike Scott (Produzent) und ein paar G\u00e4sten (Jane Child, Kevin Hill, David Lauser) eingespielt. Aufgrund diverser Line-up-\u00c4nderungen wurde das fertiggestellte Projekt dann aber auf Eis gelegt. Der Rest ist Geschichte. Lediglich die Alben der neu gegr\u00fcndeten Laidlaw blieben sp\u00e4ter in Southern Rock-Kreisen h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Die zehn Songs des Moonshine-Tontr\u00e4gers wurden jetzt auf neustem Stand re-mastered und technisch bearbeitet, trotzdem ist ein gewisser nostalgischer Faktor omnipr\u00e4sent. Schon der er\u00f6ffnende Guitar Shuffle mit dazugef\u00fcgtem Honky-Tonk-Piano-Geklimper und dem einsetzenden schweren Drumpolter-Rhythmus, gepaart mit surrenden Slidegitarren lassen beim Opener &#8222;Mississippi Delta Blues&#8220; direkt Erinnerungen an Southern-Boogies aus dem <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a><\/span>-\/<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a><\/span>-Dunstkreis wach werden. Direkt ein Hammer-Auftakt!<\/p>\n<p>Das schunkelige &#8222;Warm Beer Catfish Stew&#8220; (wie das wohl schmecken mag?) mit seinem alkoholgeschw\u00e4ngerten Mitsing-Refrain, kennt man bereits, sofern man im Besitz des Laidlaw-Deb\u00fctwerks ist, bei dem es am Ende in einer modifizierten Form vertreten ist. In eine \u00e4hnliche Kerbe schl\u00e4gt das sp\u00e4ter folgende, humorvolle &#8222;Mamas Kitchen Brew&#8220;. Launiger Stoff, den man auch immer wieder bei den Georgia Satellites oder den heutigen Bluefields serviert bekommt.<br \/>\nUnwiderstehliche Southern-Balladen gibt es mit dem herrlichen &#8222;The Devil&#8217;s Road&#8220; (klasse hier die rotzigen Hintergrundharmonies von Jane Child), &#8222;The Last Song&#8220; (\u00fcberragend, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Dirty+Guv%27nahs%2C+The\">The Dirty Guv&#8217;nahs<\/a><\/span> meets Lynyrd Skynyrd!), &#8222;Southern Blood&#8220; (Southern Variante von Bon Jovis &#8222;Dead Or Alive&#8220; mit &#8222;Can&#8217;t You See&#8220;-Note) und &#8222;Fade Away&#8220; (ebenfalls wunderbares <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">Marshall Tucker<\/a><\/span>-Flair), die alle auch mit einem ganz dezenten Sleaze Rock-Unterton r\u00fcberkommen. Toll, wie hier die Southern-typischen Slides, Twins (zudem klasse Dobro-Parts) mit Davis&#8216; variablen Gesang (Richtung<br \/>\nRon Keel, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Gary+Jeffries\">Gary Jeffries<\/a>, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tom+Keifer\">Tom Keifer<\/a><\/span>) kombiniert wurden. Die Tracks h\u00e4tte man sich zum Teil gut auch auf Teslas ber\u00fchmten MTV-Unplugged-Live-Album vorstellen k\u00f6nnen.<br \/>\nDas einzige Cover auf dem Werk ist der CCR-Klassiker &#8222;Fortunate Son&#8220;. Hier versuchen James&#8216; gro\u00df auftrumpfende Slidek\u00fcnste (auf Sonny Landreth-Niveau) und Malones Harpeinlagen, den von Davis recht guten, an John Fogertys aber nicht ganz heranreichenden Gesang vom Original, auf instrumenteller Ebene wettzumachen. Am Ende auch ganz gut gelungen!<\/p>\n<p>Auf der Zielgraden des Silberlings gibt es mit &#8222;Turn Me Around&#8220; und dem Rausschmei\u00dfer &#8222;The American Train&#8220; noch recht derbe Kost, wobei deFalcos Vorlieben f\u00fcr Led Zeppelin-tr\u00e4chtige psychedelische Momente dezent durchschimmern. Fast alle St\u00fccke stammen \u00fcbrigens aus der Feder des Trios deFalco, Davis und James, lediglich bei &#8222;Fade Away&#8220; gesellte sich noch Mike Malone dazu.<\/p>\n<p>Mit dem lange verschollenen Deb\u00fct von Moonshine k\u00f6nnen sich jetzt gerade die Southern Rock-Fans gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, die als Anh\u00e4nger der Fr\u00fch- und Hochzeit des Genres gro\u00df geworden sind. \u00c4hnlich wie man es bei einem Selbstgebrannten erwartet, findet man hier ein herbes, kantiges, intensives Konglomerat aus h\u00f6chstauthentischen Zutaten ohne jeden schnieken Beigeschmack, bei dem man den Eindruck hat, als w\u00e4re es fast durchgehend live im Studio (bei Mondlicht?) eingespielt worden. Insgesamt ein tolles Southern Rock-Gebr\u00e4u irgendwo zwischen den erw\u00e4hnten <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Bluefields\">Bluefields<\/a><\/span> und Laidlaw. Ein &#8218;Must-have&#8216; f\u00fcr jede gut sortierte Sammlung dieser Sparte!<\/p>\n<p><strong>Southern Blood Records (2014)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Mississippie Delta Blues<br \/>\n02. Warm Beer Catfish Stew<br \/>\n03. The Devil&#8217;s Road<br \/>\n04. Fortunate Son<br \/>\n05. The Last Song<br \/>\n06. Mams Kitchen Brew<br \/>\n07. Southern Blood<br \/>\n08. Turn Me Around<br \/>\n09. Fade Away<br \/>\n10. The American Train<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/Moonshinesouthernrockband\">Moonshine bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Southern Rock-Nostalgiker aufgepasst, hier erblickt ein Juwel des Genres nach langer Zeit, das Mond-, \u00e4hm bzw. das Tageslicht! Richtig guter Whisky sollte ja so zwischen 12 und 21 Jahren lagern, so sagen es wenigstens Kenner auf diesem Gebiet. 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