{"id":278,"date":"2015-12-14T09:49:00","date_gmt":"2015-12-14T08:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=278"},"modified":"2020-07-07T17:34:11","modified_gmt":"2020-07-07T15:34:11","slug":"michelle-malone-debris-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/michelle-malone-debris-cd-review\/","title":{"rendered":"Michelle Malone &#8211; Debris &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/MalonDeb_300.jpg\" alt=\"MalonDeb_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-43960\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/MalonDeb_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/MalonDeb_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/MalonDeb_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/MalonDeb_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Herrlich! Rauer, dreckiger, aber immer von eing\u00e4ngigen Strukturen gepr\u00e4gter, w\u00fcrziger, von einem leichten Swamp-Feeling durchzogener, facettenreicher Roostrock-\/Bluesrock von einer G\u00fcte, wie man sie wahrlich nicht alle Tage erlebt! Michelle Malone stammt aus Atlanta, Georgia und ist beileibe kein &#8222;Greenhorn&#8220; auf ihrem Gebiet mehr. Die Dame ist schlie\u00dflich seit fast zwanzig Jahren im Gesch\u00e4ft und pr\u00e4sentiert mit &#8222;Debris&#8220; bereits ihr zehntes Album. Die positiven Kritiken zu diesem Werk \u00fcberschlagen sich regelrecht.<\/p>\n<p>So schreibt der &#8222;Atlanta Music Guide&#8220; schon fast euphorisch, dass die vier ersten Tracks von &#8222;Debris&#8220; die vielleicht besten Blues (-Rock) Songs sein werden, die wir dieses Jahr zu h\u00f6ren bekommen, wenn nicht sogar die beste Songkombination eines Albums dieser Sparte \u00fcberhaupt darstellen. Das &#8222;Blurt Magazin&#8220; charakterisiert sie sogar als &#8222;the sexiest, most swaggering-est gal rocker on the goddam planet right now&#8220;.<\/p>\n<p>Und in der Tat, Michelle Malone durchbricht die statischen Sph\u00e4ren eines mittlerweile oft vorhersehbar wirkenden Genres mit hungriger Frische (&#8222;&#8230;like a young Bonnie Raitt bedding down Keith Richard&#8230;&#8220;), intelligenten Texten, feinf\u00fchligem Songwriting, einer extrem wandelbaren Stimme (sie hat das Talent daf\u00fcr regelrecht in die Wiege gelegt bekommen, denn sowohl Mutter und Gro\u00dfmutter waren professionelle S\u00e4ngerinnen) und extrem virtuoser Spielfreude (sie beherrscht, neben der Gitarre auch noch Schlagzeug, Saxophon und Mundharmonika), die durch nahezu 200 absolvierte Konzerte pro Jahr ihren Feinschliff erh\u00e4lt. Bestimmt wird das rootsige und ungemein bluesige Material (die Einfl\u00fcsse von den Rolling Stones, \u00fcber die Faces, Creedence Clearwater Revival, Janis Joplin, bis hin zu Tom Petty und Bonnie Raitt sind sp\u00fcrbar, werden aber nicht immitiert, sondern zu einer feinen, wunderbar spannenden, eigenen musikalischen Identit\u00e4t verarbeitet) oftmals von feuriger, swampiger Electric Slide Gitarre, die ein pr\u00e4chtiges Southern-Feeling erzeugt. Klar, das mu\u00df sein, bei dieser Herkunft!<\/p>\n<p>Betreut hat ihre neue CD Nick Di Dia, der schon mit arrivierten Interpreten wie Bruce Springsteen, The Black Crowes, Pearl Jam, Train oder den Stone Temple Pilots Erfahrungen gesammelt hat. Auch die Musikerauswahl (u.a. Peter Stroud, Phil Skipper, Tony Reyes, Dave Antony, Jonny Daly) erweist sich als exzellent. Kommen wir zu dem eingangs hoch gelobten Songquartett: Der Opener &#8222;Feather in A Hurricane&#8220;, ein furioser Swamp-Blues-Boogie, beschreibt bildhaft und in treffender Weise die ausweglos erscheinende Situation des Individuums in unseren wirtschaftlich st\u00fcrmischen Zeiten. Klasse hier Malones angriffslustiger, anklagender, fast schon dreckiger Gesang und ihr w\u00fcstes Bottleneck-Slidespiel (inklusive starkem Solo), dass in aggressiver Weise den kritischen Unterton des Songs nochmal angemessen hervorhebt. Ein grandioser Auftakt!<\/p>\n<p>&#8222;Yesterday\u2019s Make Up&#8220; groovt flockig und sehr melodisch im w\u00fcrzigen, Stones-riffigen Rootsrock-bereich (Marke erdige <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sheryl+Crow\">Sheryl Crow<\/a><\/span>) und gipfelt in einem eing\u00e4ngigen, gut gelaunt klingenden Refrain. Der Titeltrack &#8222;Debris&#8220; beginnt ebenfalls mit einem Stones-kompatiblen Riff und entwickelt sich zu einem pr\u00e4chtigen, bluesigen Rocksong mit leicht britischer Pr\u00e4gung (sch\u00f6nes E-Gitarren-Solo. Stimmlich erinnert Michelle hier fast an eine Chrissie Hynde zu ihren Glanzzeiten und beweist einmal mehr ihre Wandlungsf\u00e4higkeit. Toll! Absolut gro\u00dfartig auch das folgende &#8222;Untertow&#8220;, ein viel Schwei\u00df und Druck verspr\u00fchender, mit sumpfigem, gl\u00fchendem Slide-Spiel anger\u00fchrter, brodelnder Southern-\/Roots-\/Americana-\/Bluesrocker. Also, die vier Er\u00f6ffnungssongs sind in der tat vier &#8222;Knaller&#8220;!<\/p>\n<p>Aber es h\u00f6rt danach nicht auf. Nein, es folgen H\u00f6hepunkt auf H\u00f6hepunkt. Der gr\u00f6\u00dfte &#8222;Ohrwurm&#8220; des Albums ist sicher das sch\u00f6ne &#8222;Marked&#8220; das leicht poppig, mit einer unterschwelligen Countrynote, in trockener, l\u00e4ssiger Roots-\/Americana-Manier dahinflie\u00dft. Ein sommerlicher &#8222;Aufmuntersong&#8220;. Den Vorteil, unabh\u00e4ngig ein Album f\u00fcr das eigene Label aufnehmen zu k\u00f6nnen (Malone besitzt seit geraumer Zeit ihr eigenes) wird dann im weiteren Verlauf der Scheibe gut deutlich. Michelle lebt sich h\u00f6rbar bar frei aus und f\u00fchlt sich dabei offenkundig keinerlei starren Strukturen untergeordnet. W\u00e4hrend das saustarke &#8222;Restraining Order Blues&#8220; in stampfender und shuffelnder Art und Weise seinem Namen alle Ehre macht (wieder mit Malones unwiderstehlichem Slidegezurre), strotzt der herrlich knackige und melodische Rootsrocker &#8222;Chattahoochee Boogaloo&#8220; wieder mit wunderbarer, gut gelaunter S\u00fcdstaaten-Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>&#8222;Launig&#8220; bleibt es dann auch beim, mit einem Augenzwinkern in den R\u00fcckspiegel blickenden und sehr humoresken &#8222;Weed And Wine&#8220;. Hier beeindruckt Michelle zudem mit ihren exzellenten Harpspielqualit\u00e4ten. Gegen Ende verl\u00e4sst sie dann das Blues Rock-Terrain ein wenig und leistet sich zwei kurze, sehr niveauvoll gestaltete Ausfl\u00fcge in den poprockigen Indie-Bereich (&#8222;14th Street And Mars&#8220; und &#8222;Sunburn&#8220;), um dann mit der gef\u00fchlvollen Ballade &#8222;Candle For The Lonely&#8220; (vornehmlich mit Cello und Piano instrumentiert) zu einem erneut \u00fcberraschenden Finale zu kommen.<\/p>\n<p>Michelle Malone hat mit ihrem aktuellen Silberling &#8222;Debris&#8220; dem (Damen) Roots-\/Blues Rock-Genre eine regelrechte Frischzellenkur verpasst und liefert das bisher wohl unangefochtene Glanzst\u00fcck ihrer Karriere ab. &#8222;This hard-edged album is a winning combination of classic-rock and blues styles, with Malone\u2019s full-bore shouting and singing paired with her own melodic and rocking guitar parts and no-nonsense songwriting, keeping the sound raw and dirty.&#8220; Das unterschreiben wir blind! Famose Roots-\/Bluesrock Frauen-Power!<\/p>\n<p><strong>SBS Records (2009)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil: Blues-\/Roots Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Feather In A Hurricane<br \/>\n02. Yesterday&#8217;s Make Up<br \/>\n03. Debris<br \/>\n04. Undertow<br \/>\n05. Marked<br \/>\n06. Restraining Order Blues<br \/>\n07. Chattahoochee Boogaloo<br \/>\n08. Weed And Wine<br \/>\n09 14th Street And Mars<br \/>\n10. Sunburn<br \/>\n11. Candle For The Lonely<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.michellemalone.com\">Michelle Malone<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/michellemalonemusic\">Michelle Malone bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herrlich! 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