{"id":2768,"date":"2015-12-14T03:30:00","date_gmt":"2015-12-14T02:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2768"},"modified":"2020-07-09T19:39:14","modified_gmt":"2020-07-09T17:39:14","slug":"preacher-stone-paydirt-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/preacher-stone-paydirt-cd-review\/","title":{"rendered":"Preacher Stone \u2013 PayDirt &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Prea-e1435926694537.jpg\" \/><\/p>\n<p>Drittes Album der Southern Rocker aus Charlotte\/North Carolina! Preacher Stone haben sich mit ihren beiden Vorg\u00e4ngeralben erhebliche Sympathien in Genre-Kreisen erspielt, ihr ungeschliffener ehrlicher Southern Rock im Stile der gro\u00dfen Vorbilder <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a>,<\/span> Blackfoot &amp; Co., aber durchaus mit eigener Note, wird in diesen Kreisen immer noch mit Wohlwollen angenommen, zumal die Band um die Leader Marty Hill und Ronnie Riddle nie auf die gro\u00dfen Budgets irgendwelcher gro\u00dfer Labels zur\u00fcckgreifen konnte.<\/p>\n<p>Auch ihr Drittwerk ist wieder in Eigenregie entstanden. Mit leicht ver\u00e4nderter Formation (zum Line-up geh\u00f6ren jetzt Michael Gilbert &#8211; guitar, slide, dobro; Josh Sanders &#8211; bass, vocals; Johnny Webb &#8211; keyboards und Mark Hill &#8211; drums) ist ihnen jetzt mit \u201ePayDirt\u201c ihr mit Abstand st\u00e4rkstes Werk gelungen. Hill und Riddle, die s\u00e4mtliche Tracks verfasst haben, ist es erstmalig gelungen, eine klare Linie in ihr Gesamtwerk zu bringen, woran es gerade beim Vorg\u00e4nger &#8222;Uncle Buck\u2019s Vittles&#8220;, mit doch recht stark variierenden Stilelementen und sehr unruhig wechselnden Songs, noch ein wenig gehapert hatte.<\/p>\n<p>Die Truppe, die sich selber nicht als Southern Rock Band sieht, sondern als Band aus dem S\u00fcden, ist ihren Heroen ein wenig dichter in den Nacken ger\u00fcckt. Obwohl die meisten Basisriffs \u00fcberaus kraftvoll, kantig und zuweilen sogar ein wenig metallisch kommen, spielt die Band nicht mehr ganz so hart wie bei den Vorg\u00e4ngern, was nicht bedeutet, das sie &#8222;weich&#8220; oder gar lasch spielen &#8211; im Gegenteil. Die Power und Energie ist stets sp\u00fcrbar, aber alles wirkt etwas lockerer, Song-orientierter, fl\u00fcssiger. Und das kommt richtig gut.<\/p>\n<p>Klasse direkt der Opener &#8222;Day Late&#8220;, ein selbstironischer Song \u00fcber Leute, die bei allen Dingen ewig zu sp\u00e4t im Leben kommen (&#8222;I\u2019m just a day late and a dollar short, my ship came in, I was standin\u2019 at the airport&#8220; hei\u00dft es im Refrain), geht nach ein paar kurzen Beckenschl\u00e4gen durch Drummer Marty Hill und einem &#8222;Hell Yeah&#8220;-Ruf von Riddle direkt gitarrentechnisch in &#8222;Pearl Jam meets Molly Hatchet&#8220;-Manier ordentlich zur Sache. Klasse auch die gurgelnde Orgel von Johnny Webb im Hintergrund, die sich dann im weiteren Verlauf des \u00f6fteren von ihrer ganz feinen Seite zeigt.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Meet My Maker&#8220; wird mit relig\u00f6sem Unterton im atmosph\u00e4rischen Midtempo weitergemacht. Sch\u00f6n hier das typisch surrende Slide-Solo. Eine kurze Dobroeinlage (&#8222;Shrevport Stomp&#8220;) dient als Vorspiel f\u00fcr den herrlich stimmungstr\u00e4chtigen Footstomper-Boogie &#8222;Louisiana Dog&#8220;, der von wunderbar flotten E-Gitarren und klimperndem Honky Tonk-Piano getragen wird und am Ende nochmals eine Temposteigerung erf\u00e4hrt. Ganz starker Song! Das folgende, ebenfalls sch\u00f6n kratzig stampfende &#8222;And Then Some&#8220; erinnert so ein wenig an die Zeiten des Copperhead-Deb\u00fcts. Tolles Zusammenwirken hier von quirlig gespielten E-Gitarren und aufheulender Orgel im Solo-Teil.<\/p>\n<p>Ein Stratocasterintro kombiniert mit dem ber\u00fchmten Lick von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bon+Jovi\">Bon Jovis<\/a><\/span> &#8222;Dead Or Alive&#8220; bildet den Pfeiler des tollen &#8222;Me And Mine&#8220;, einer southern-souligen Midtempoballade mit kr\u00e4ftigem Powerrefrain. Begeisternd die Lynyrd Skynyrd huldigende Solopassage gegen Ende mit eingebauten Double Leads. Ein richtiges Highlight! Ein bisschen in klassischere Rockrichtung a la Bad Company pendelt &#8222;Walk It Dry&#8220; (tolles Orgelintro), Riddles Gesang \u00e4hnelt hier durchaus dem des gro\u00dfen Paul Rodgers. &#8222;Hand On The Bible&#8220; gab es bereits auf dem Vorg\u00e4nger, hier mit etwas st\u00e4rker hervorgehobener Akustikgitarre.<\/p>\n<p>Eine sch\u00f6ne melodische Southern-Ballade mit angenehmen Slide-Solo in Skynyrd-Tradition und pathosgetr\u00e4nkten Harmonieges\u00e4ngen. &#8222;Place To Be&#8220; f\u00fchrt einen mit dezent gospeligem Touch in die Hoch-Zeiten von Bands wie Dickey Betts &amp; Great Southern, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Charlie Daniels+Band\">Charlie Daniels<\/a><\/span> oder der <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">Marshall Tucker Band<\/a><\/span> zur\u00fcck. Herrlich das Betts-typische F\u00fchrungs-E-Gitarren-Spiel zum launigen Southern-Groove. Im Soloteil reichen sich E-Gitarren, E-Piano und Orgel die Klinke in die Hand. L\u00e4ssig rockt &#8222;Swimmin\u2019 Hole&#8220; und l\u00e4sst etwas wehm\u00fctig &#8222;Flirtin With Disaster&#8220;-Zeiten aufkommen.<\/p>\n<p>Klasse hier Webbs gluckerndes E-Piano, dass toll mit den schweren Gitarren-Riffs harmoniert. Mit &#8222;All I Know&#8220; folgt dann im Vergleich zum Rest ein recht unspektakul\u00e4rer, aber sch\u00f6n melodischer Abschluss. Dieser Song h\u00e4tte vielleicht etwas besser als F\u00fcller irgendwo in die Mitte gepasst. Trotzdem angenehm zu h\u00f6ren. Preacher Stone haben sich mit &#8222;PayDirt&#8220; wieder ein St\u00fcck weiterentwickelt und geh\u00f6ren mittlerweile mit Bands wie <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Hogjaw\">Hogjaw<\/a>, Skinny Molly, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=SwampDaWamp\">SwampDaWamp<\/a> zum erweiterten F\u00fchrungszirkel des Genres.<\/p>\n<p>Man darf sich gar nicht vorstellen, was passieren w\u00fcrde, wenn die Band, \u00e4hnlich wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blackberry+Smoke\">Blackberry Smoke<\/a><\/span>, mal ein mutiges Label und einen arrivierten Produzenten Marke Justin Niebank oder Dan Huff als Support bekommen w\u00fcrde&#8230; Aber auch gut m\u00f6glich, dass Hill, Riddle &amp; Co. das auch garnicht wollen. Trotzdem ist das sich stetig steigernder, klassischer Southern Rock auf der Schiene solcher Helden wie The Allman Brothers Band, Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet, Blackfoot, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Doc+Holliday\">Doc Holliday<\/a><span style=\"color: #333333;\">,<\/span> <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=38+Special\">38 Special<\/a><\/span>, und, und, und. Preacher Stone sind und bleiben eine der Bands, die das Erbe der goldenen Southern Rock-Zeit h\u00f6chst authentisch weiterverfolgen. Klasse Futter f\u00fcr die ewig hungrige Southern Rock-Fraktion! Gut gemacht, Jungs!<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2014)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Day Late<br \/>\n02. Meet My Maker<br \/>\n03. Shreveport Stomp<br \/>\n04. Louisana Dog<br \/>\n05. And Then Some<br \/>\n06. Me and Mine<br \/>\n07. Walk It Dry<br \/>\n08. Hand On The Bible<br \/>\n09. Place To Be<br \/>\n10. Swimmin&#8216; Hole<br \/>\n11. All You Know<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.PreacherStone.com\">Preacher Stone<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/PreacherStoneBandPage\">Preacher Stone bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drittes Album der Southern Rocker aus Charlotte\/North Carolina! 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