{"id":2761,"date":"2015-12-14T03:31:00","date_gmt":"2015-12-14T02:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2761"},"modified":"2020-07-09T19:38:40","modified_gmt":"2020-07-09T17:38:40","slug":"the-plainsmen-what-started-the-fire-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/the-plainsmen-what-started-the-fire-cd-review\/","title":{"rendered":"The Plainsmen &#8211; What Started The Fire &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/Plain-e1435925857119.jpg\" \/><\/p>\n<p>Und wieder mal ein richtiges Klasse-Deb\u00fct! Erdiger, w\u00fcrziger, v\u00f6llig zwangloser, unbek\u00fcmmerter, kraftvoller Red Dirt-Rootsrock, der einen den dreckigen, texanischen Staub sehr authentisch in der Nase sp\u00fcren l\u00e4sst. F\u00fcr diese so lebendige Red Dirt-Szene scheinen Nachwuchsprobleme nach wie vor ein Fremdwort zu sein. Immer wieder sprie\u00dfen die Newcomer nur so aus dem Boden und es haut einen oftmals f\u00f6rmlich aus den Socken mit welch hoher musikalischer Qualit\u00e4t hier von Anfang an losgelegt wird. Das n\u00e4chste beeindruckende Beispiel dieser Art sind The Plainsmen aus San Antonio, Texas.<\/p>\n<p>Hinter diesen &#8222;Flachl\u00e4ndlern&#8220; verbirgt sich ein handwerklich hoch talentiertes Duo, bestehend aus den Herren Grant Hamilton (aus Texas stammend) und Garrett Lucas (aus Oklahoma kommend). Beide haben s\u00e4mtliche Songs ihres Albums &#8222;What Started The Fire&#8220; zusammen komponiert und eingespielt, wobei eine klare Arbeitsteilung vorgenommen wurde. Hamilton bedient in Red Dirt-typischer Gesangsart das Mikro (klasse, raue, hei\u00dfere Stimme mit viel \u00c4hnlichkeit zu <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Mike+McClure\">Mike McClure<\/a><\/span>) und spielt Rhythmusgitarre, Lucas \u00fcbernahm den L\u00f6wenanteil der vielen Lead-Gitarrenparts (herrliche, flammende, von gro\u00dfer Spielfreude und hoher handwerklicher Kompetenz gepr\u00e4gte, viel Southern-Esprit ausstrahlende Soli) und ist zudem mit einigen Harmonieges\u00e4ngen beteiligt.<\/p>\n<p>Das h\u00f6rt sich zun\u00e4chst relativ unspektakul\u00e4r an, wenn da nicht noch zwei markante Personen beteiligt w\u00e4ren, n\u00e4mlich der omnipr\u00e4sente &#8222;Mr. Red Dirt&#8220; Mike McClure (Mike McClure Band \/ <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Great+Divide\">The Great Divide<\/a><\/span>) sowie Musiker- und Produzentenlegende Joe Hardy (<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a><\/span>, Steve Earle, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jeff+Healey\">Jeff Healey<\/a>, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=38+Special\">38 Special<\/a><\/span>, Georgia Satellites, Cross Canadian Ragweed, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Laidlaw\">Laidlaw<\/a><\/span> etc.), die sich, \u00e4hnlich wie schon vor kurzem beim saustarken Deb\u00fct des M\u00e4delduos <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ShutDownTown\">ShutDownTown<\/a><\/span>, instrumenten- und produktionstechnisch eingebracht haben. Das ist schon toll, wie dieses Team sein Know-How, scheinbar ohne gr\u00f6\u00dfere finanzielle Anspr\u00fcche, f\u00fcr junge Nachwuchsk\u00fcnstler zur Verf\u00fcgung stellt und somit solche hoch qualitative (vom Budget her vermutlich streng limitierte) Eigenproduktionen erst erm\u00f6glicht. Gro\u00dfartig, wie diese Burschen ihren so wunderbar urspr\u00fcnglich erscheinenden Red Dirt-Rootsrock mal mit einem feinen Blues-Flavour, dann mit viel Southern-Flair, aber auch mit der Genre-typischen Americana- und (Alternate) Country-Note w\u00fcrzen.<\/p>\n<p>The Plainsmen beginnen ihr Werk mit dem schon fast Southern Rock-kompatiblen, sehr starken &#8222;Circles (Alive)&#8220;, das sich im gehobenem Midtempobereich bewegt und von einem dezentem Retroflair (wie auch einige andere St\u00fccke) durchzogen ist. Gleich drei satte Gitarrenparts mit superbem, quirligem, hoch-kar\u00e4tigem southern-fueled Lead-Spiel warten auf uns, die gar so etwas wie entfernte <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">The Marshall Tucker Band<\/a><\/span>-Reminiszenzen aufkommen lassen. Ein toller Auftakt! Der markanten Slidearbeit und dem kauzigen Erz\u00e4hlstil bei &#8222;Laughin At The Past&#8220; folgt sehr trockener, leicht melancholischer Gesang beim ungemein rootsigen, rauen, aber durchaus relaxten, von noch mehr sch\u00f6ner, elektrische Slide-Gitarre begleiteten &#8222;The Farm&#8220;. Mike McClures starkes Baritone-E-Gitarren-Spiel dominiert das l\u00e4ssige &#8222;In The Middle&#8220; und verspr\u00fcht eine gewisse &#8222;Laidback&#8220;-Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Bei sehr melodischen, knackig kraftvollen &#8222;Katy Comes Around&#8220; wird dann wieder das Tempo angezogen und Garrett Lucas \u00fcberzeugt erneut mit einem klasse, quirligem Southern E-Gitarren-Solo. Das countryrockige &#8222;Lonely Town&#8220; kann als versp\u00e4tete Red Dirt-Antwort auf John Mellencamps ber\u00fchmtes &#8222;Small Town&#8220; interpretiert werden. Klasse hier vor allem die fette Orgel-Arbeit von Joe Hardy. Typischen, flockigen Red Dirt Rock im Cross Canadian Ragweed-Stil gibt es bei &#8222;Eagle&#8220;, wieder mit retrobehaftetem, starkem E-Gitarren-Solo. &#8222;Sandcastle Blues&#8220; erinnert vom Groove her dezent an <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=John+Fogerty\">John Fogertys<\/a><\/span> einstiges &#8222;Penthouse Pauper&#8220;, das vor einer gef\u00fchlten Ewigkeit auch mal von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a><\/span> gecovert wurde.<\/p>\n<p>Die eigenst\u00e4ndige, bluesige Plainsmen-Abwandlung liegt vom Tempo her irgendwo dazwischen. Mit frappierender \u00c4hnlichkeit zu Mike McClure und seiner Musik besingt Grant Hamilton das anschlie\u00dfende &#8222;Shores&#8220; und avanciert damit fast zum potentiellen Ziehsohn seines F\u00f6rderers. Mit einem textlichen Augenzwinkern swingt &#8222;Let Me Wander&#8220; mit unterschwelliger Tex-Mex-Note gut gelaunt vor sich hin (sch\u00f6n hier die spanische Akustikgitarre, inkl. Solo). Das finale &#8222;Keeper Of The Plains&#8220; d\u00fcrfte f\u00fcr das Live-Programm gesetzt sein: Ein flotter, erstklassiger Countryrock-Stomper, den man bei Konzerten sicher zur spielfreudigen Endlosschleife (inkl. Mitsingm\u00f6glichkeit) ausdehnen kann.<\/p>\n<p>The Plainsmen ist mit &#8222;What Started The Fire&#8220; ein Deb\u00fct gelungen, bei dem man als Red Dirt-Fan sofort Feuer f\u00e4ngt. Mike McClure und und Joe Hardy haben einmal mehr ihr feines N\u00e4schen in Sachen Talentf\u00f6rderung bewiesen. Dazu wird man noch mit einem zwar sehr spartanischen, daf\u00fcr aber umso sch\u00f6neren Cover-Artwork (Scott Seetin) belohnt. Prima Stoff f\u00fcr Anh\u00e4nger von Acts wie Cross Canadian Ragweed, Ryan Bales Band, Tyler McCumber Band und vor allem der Mike McClure Band. Das Red Dirt-Feuer brennt!<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2009)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Red Dirt<\/strong><\/p>\n<p>01. Circles (Alive)<br \/>\n02. Laughin At The Past<br \/>\n03. The Farm<br \/>\n04. In The Middle<br \/>\n05. Katy Come Around<br \/>\n06. Lonely Town<br \/>\n07. Eagle<br \/>\n08. Sandcastle Blues<br \/>\n09. Shores<br \/>\n10. Baby Let Me Wonder<br \/>\n11. Keeper Of The Plains<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/The-Plainsmen\/146349535413645\">The Plainsmen bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder mal ein richtiges Klasse-Deb\u00fct! Erdiger, w\u00fcrziger, v\u00f6llig zwangloser, unbek\u00fcmmerter, kraftvoller Red Dirt-Rootsrock, der einen den dreckigen, texanischen Staub sehr authentisch in der Nase sp\u00fcren l\u00e4sst. 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