{"id":26863,"date":"2018-09-15T20:40:24","date_gmt":"2018-09-15T18:40:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=26863"},"modified":"2018-09-16T11:18:52","modified_gmt":"2018-09-16T09:18:52","slug":"ryan-mcgarvey-14-09-2018-blues-rhede-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/09\/15\/ryan-mcgarvey-14-09-2018-blues-rhede-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Ryan McGarvey &#8211; 14.09.2018, Blues, Rhede &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-26874 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Gav_haupt.jpg\" alt=\"Gav_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Gav_haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Gav_haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Gav_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Leck mich an de S\u00f6ck, w\u00fcrde der Rheinl\u00e4nder spontan \u00fcber diesen Abend im westf\u00e4lischen Rhede sagen. Da war der aus Albuquerque, New Mexico, stammende Ryan McGarvey im \u00f6rtlichen blues wieder zu Gast, um dort nach\u00a0 der Sommerpause die restliche Konzertphase des Jahres einzul\u00e4uten.<\/p>\n<p>Und wie! Vor gut zwei Jahren, als er an gleicher Stelle\u00a0mit dem prominenten Bassisten Carmine Rojas und Antoine Hill seine <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/09\/25\/ryan-mcgarvey-20-09-2016-blues-rhede-konzertbericht\/\">K\u00fcnste<\/a> zum Besten gab, war\u00a0ich, ehrlich gesagt, ziemlich entt\u00e4uscht. Ein mauer Sound, ein blasser Auftritt, gernervt wirkende Musiker, da hatte ich mir im Vorfeld nach den Preisungen des Kollegen Gernot, deutlich mehr versprochen.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit hatte der Protagonist noch den Tod seines Vaters verkraften m\u00fcssen und\u00a0 dadurch bedingt geplante Termine hier absagen m\u00fcssen. Er scheint aber mittlerweile seine Trauer in neue Energie und sch\u00f6pferische Kraft umgem\u00fcnzt zu haben. Eine neue Studio-CD steht f\u00fcr November in den Startl\u00f6chern\u00a0als auch jetzt eine intensive Europa-Tournee mit so einigen (noch anstehenden)\u00a0Konzerten in Deutschland.<\/p>\n<p>Gestern Abend im Rheder Blues war alles anders. Um es vorwegzunehmen, ein grandioser Gig, der am Ende ganz sicher zu den Top 5 meines Konzertrankings z\u00e4hlen, vielleicht sogar ganz vorne liegen wird, obwohl ich eigentlich gar nicht der Typ f\u00fcr monstr\u00f6se E-Gitarrenk\u00fcnste bin.<\/p>\n<p>Woran lag es? Ein ganz klarer Grund war die neue Besetzung mit dem agilen Waliser Jung-Schlagzeuger Ollie Harding und dem furios abgehenden Bassisten\u00a0c (u. a. Blind Guardian, Steve Fister), den ich zwar schon mal bei <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Michael+Lee+Firkins\">Michael Lee Firkins<\/a> in der Band erlebt hatte, aber mit dieser unglaublichen Energie, so nicht in Erinnerung hatte. Kam mir fast vor wie ein von einer Tarantel gestochener Gerry McAvoy&#8230;<\/p>\n<p>Fulminant, was der vielbesch\u00e4ftigte Niederl\u00e4nder auf seinem Instrument da ablieferte. Pumpen, Knarzen, Peitschen, mal mit Plektron, dann mit Zupfen, dazu herrliches Posing in bester Heavy Metal-\/Hard Rock-Manier und eine sympathische, freudige Ausstrahlung, die nat\u00fcrlich auch beim Rest-Publikum bestens ankam. Das war Weltklasse! Ich kann mich kaum erinnern, mal eine solche Intensit\u00e4t in Sachen Tieft\u00f6ner erlebt zu haben.<\/p>\n<p>Diese megastarke Rhythmusfraktion f\u00e4rbte nat\u00fcrlich auch auf den Fronter ab, der seine beiden Arbeitsger\u00e4te, eine Gibson Les Paul und eine Stratocaster, einer h\u00f6chst-intensiven Nutzung unterzog. McGarvey zeigte im Prinzip, alles was so an handwerklichen (Soli, Slide) Spielereien und Effekten (u. a. Hin- und Herklickern am Stellknopf seiner Les Paul,\u00a0 Wedeln am Verst\u00e4rker, etc.) m\u00f6glich ist, bis zum mit den Z\u00e4hnen und auf dem R\u00fccken spielen, bei der zweiten Zugabe\u00a0 &#8222;Hey Joe&#8220; in der besten Version, die ich je von diesem St\u00fcck live erlebt habe. Selbst sein eher zur\u00fcckgenommener Gesang kam mir deutlich verbessert vor.<\/p>\n<p>Auch die Songs, vom Opener &#8222;Feeling Like I Do&#8220; an, \u00fcber Sachen wie u. a. dem energiegeladenen Slow Blues &#8222;Ain&#8217;t Enough Whiskey&#8220;,\u00a0&#8222;Prove Myself&#8220;,\u00a0 dem quirligen Instrumental &#8222;Texas Special&#8220;, der sch\u00f6nen Ballade &#8222;My Heart To You&#8220;, &#8222;Blues Knockin&#8216; At My Door&#8220;,\u00a0 dem vehement shuffelnden &#8222;Joyride&#8220;, dem Stampfer &#8222;Memphis&#8220; bis hin zu seinem Paradest\u00fcck &#8222;Mystic Dream&#8220; (in einer 20-Minuten-Version) \u00fcberzeugten in ihrer Vielfalt, ungemeinen Power und Stringenz.<\/p>\n<p>Selbst\u00a0bei den beiden Zugaben &#8222;Who Would&#8217;ve Thought&#8220; und dem erw\u00e4hnten &#8222;Hey Joe&#8220; ging das Trio bis an seine Grenzen und wuchs f\u00f6rmlich \u00fcber sich hinaus. Klar, dass McGarvey, Harding und Courbois f\u00fcr Ihren gl\u00e4nzenden Auftritt nahezu frenetisch\u00a0gefeiert wurden, der dann am Merchandising-Stand mit den Smalltalks, Autogrammen und Selfies noch seine Fortsetzung fand.<\/p>\n<p>Barend Courbois erz\u00e4hlte uns noch drau\u00dfen bei einer Zigarette, dass die drei sich erst seit vier Tagen kennen w\u00fcrden und nur zweimal kurz zusammen geprobt hatten. Angesichts der gezeigten Leistungen &#8211; der helle Wahnsinn! Wer, was die n\u00e4chsten Termine des Trios betrifft, Zeit hat oder noch unschl\u00fcssig sein sollte, dem sei von unserer Seite w\u00e4rmstens ein Besuch empfohlen. Das ist mega-dynamischer Heavy Blues Rock der Extraklasse!<\/p>\n<p>Vielen Dank auch an blues-Chef\u00a0Andr\u00e9 Knoch f\u00fcr einen unvergesslichen Abend!<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nRyan McGarvey (lead vocals, electric and slide guitar)<br \/>\nBarend\u00a0Courbois (bass)<br \/>\nOllie Harding\u00a0(drums)<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/ryanmcgarvey.com\/\">Ryan McGarvey<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/https:\/\/www.facebook.com\/OfficialRyanMcGarvey\/\">Ryan McGarvey bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.blues-rhede.de\">Blues Rhede<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.doublekbooking.com\">Double K Booking<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leck mich an de S\u00f6ck, w\u00fcrde der Rheinl\u00e4nder spontan \u00fcber diesen Abend im westf\u00e4lischen Rhede sagen. 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