{"id":2590,"date":"2015-12-14T03:59:00","date_gmt":"2015-12-14T02:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2590"},"modified":"2020-07-09T19:26:02","modified_gmt":"2020-07-09T17:26:02","slug":"aaron-lewis-the-road-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/aaron-lewis-the-road-cd-review\/","title":{"rendered":"Aaron Lewis &#8211; The Road &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Aar-e1435403618141.jpg\" \/><\/p>\n<p>Sowohl der YouTube-Clip des\u00a0Songs &#8222;Forever&#8220; aus Aarons Lewis&#8216; im letzten Jahr ver\u00f6ffentlichten Solo-Album &#8222;The Road&#8220;\u00a0als auch sein kontrovers diskutierter Gesang aufgrund seines Mitwirkens in einer Grunge Band namens Staind hatten mich neugierig gemacht. Gl\u00fccklicherweise hatte B\u00e4rchen Records die Scheibe auch noch in seinem Programm, sodass die Motivation zu einem Review\u00a0angeheizt war.<\/p>\n<p>Jetzt liegt mir sein Werk vor und ich bin von diesem bis an den Hals t\u00e4towierten Redneck-Typen (so einen m\u00f6chte man bei Handgreiflichkeiten sicher nicht auf der Gegenseite haben\u2026) ziemlich positiv \u00fcberrascht. Ich habe mir parallel nat\u00fcrlich auch diverse Beispielsongs mal\u00a0von Staind angeh\u00f6rt, wo Lewis sich vokal dann auch tats\u00e4chlich zum Teil in ganz anderen Sph\u00e4ren bewegt.<\/p>\n<p>Bei normalem Gesang finde ich die Stimme f\u00fcr die Art von Musik durchaus okay und w\u00fcrde sie irgendwo zwischen Metallicas James Hetfield und Nickelbacks Chad Kroeger ansiedeln (also alles andere als schlechte Referenzen), das zwischenzeitliche Gebr\u00fclle geh\u00f6rt zum Genre und Stil der Band vermutlich mit dazu, empfinde ich auch als weniger gelungen. Auf dem Country-Album meint man dann tats\u00e4chlich, ein ganz anderer Mensch st\u00fcnde da hinterm Mikro. Als stimmliche Vergleichsgr\u00f6\u00dfen fallen einem hier spontan eher Leute wie <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Charlie+Daniels+Band\">Charlie Daniels<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Billy+Ray+Cyrus\">Billy Ray Cyrus<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bobby+Pinson\">Bobby Pinson<\/a><\/span> oder Bill McCorvey (<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Pirates+Of+The+Mississippi\">Pirates Of The Mississippi<\/a><\/span>) ein.<\/p>\n<p>Lediglich einmal, ganz kurz bei der sch\u00f6nen, ansonsten sehr melancholisch gehaltenen Ballade &#8222;Anywhere But Here&#8220;, geht er im Staind-Stil (allerdings viel gem\u00e4\u00dfigter) aus sich heraus und l\u00e4sst, so hat man den Eindruck, den im Text beschriebenen Frust lauthals heraus. Wirkt hier sogar richtig authentisch. Widersprechen muss ich dem Kollegen in meinem Gesamtfazit auf jeden Fall, dass dieser Mann eine stimmliche Fortbildung ben\u00f6tigt. All das bisher Formulierte weist eher auf eine recht hohe vokale Variabilit\u00e4t hin, und gerade f\u00fcr&#8217;s Country-Parkett ist der Mann fast wie geschaffen.<\/p>\n<p>Die Songs von &#8222;The Road&#8220; sind alle bis auf einen (nur das patriotische &#8222;Red White &amp; Blue&#8220; stammt nicht von ihm &#8211; ist aber nicht der <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a><\/span>-Song) von Ihm selbst komponiert (\u00fcbrigens ist Lewis als Songwriter auch schon Grammy-nominiert gewesen) und \u00fcberwiegend sehr traditionell angesiedelt. Im Vergleich zum Rest ist lediglich die Single &#8222;Endless Summer&#8220; fast \u00fcberschw\u00e4nglich fr\u00f6hlich gestaltet. Sie hat aufgrund ihrer eing\u00e4ngigen Art und dem sch\u00f6nen Refrain das Zeug zu einem New Country-Hit oder zumindest f\u00fcr gesteigerte Radio-Pr\u00e4senz.<\/p>\n<p>Ansonsten behandelt Aaron die typischen Country-Themen, wie die Stra\u00dfe, Erlebnisse aus dem Musikerleben, Einsamkeit, Trinken, verlorene Chancen, Probleme mit Frauen und sich selber, etc. Die Texte sind im eingesteckten Booklet des DigiPaks mitgeliefert. Und bei &#8222;Granddaddy&#8217;s Gun&#8220; outet er sich beileibe nicht als potenzieller Unterst\u00fctzer von Obamas Pl\u00e4nen, die Macht der Waffenlobby einzuschr\u00e4nken. So sind&#8217;se halt, die Amis &#8211; scheint irgendwie genetisch bei ihnen verankert zu sein &#8211; einfach unbelehrbar und bekloppt, was dieses Thema betrifft!<\/p>\n<p>Ich bin zwar im Prinzip nicht der traditionelle Country-Typ, aber hier stimmt einfach das Gesamtpaket. Vor allem die beteiligten, durchgehend exzellenten Musiker, u. a. besonders zu erw\u00e4hnen, Brent Mason an der Bariton-E-Gitarre, Ben Kitterman an der Dobro und Paul Franklin an der Steel-Gitarre zeigen bei glasklarer, moderner Produktion von Lewis und Veteran James Stroud (in den Achtzigern mal Mitglied der <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">Marshall Tucker Band<\/a><\/span>) ihr au\u00dfergew\u00f6hnliches K\u00f6nnen. Gerade Masons famoses Gitarrenspiel hat so etwas wie Lehrbuchcharakter. Wahnsinn, was der an Soli und Fill-Arbeit im Zusammenwirken mit Sol Littlefield leistet.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen nochmals Lewis&#8216; perfekt zu den Songs passende Stimme zu erw\u00e4hnen &#8211; 1a! Was seine Qualit\u00e4ten im Country-Genre angeht, muss ich Aaron Lewis f\u00fcr &#8222;The Road&#8220; somit eine Meisterleistung attestieren. Nachschlag hier in jedem Fall erw\u00fcnscht, weiter rumgegrowlt darf dann ruhig bei seinem Staind-Projekt werden &#8211; und alle sind gl\u00fccklich\u2026!<\/p>\n<p><strong>Blaster Records, Warner Music Nashville (2012)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. 75<br \/>\n02. The Road<br \/>\n03. Endless Summer<br \/>\n04. Red, White &amp; Blue<br \/>\n05. Lessons Learned<br \/>\n06. Forever<br \/>\n07. Granddaddy&#8217;s Gun<br \/>\n08. State Lines<br \/>\n09. Anywhere But Here<br \/>\n10. Party In Hell<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.AaronLewisMusic.com\">Aaron Lewis<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/AaronLewisMusic\">Aaron Lewis bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sowohl der YouTube-Clip des\u00a0Songs &#8222;Forever&#8220; aus Aarons Lewis&#8216; im letzten Jahr ver\u00f6ffentlichten Solo-Album &#8222;The Road&#8220;\u00a0als auch sein kontrovers diskutierter Gesang aufgrund seines Mitwirkens in einer Grunge Band namens Staind hatten mich neugierig gemacht. Gl\u00fccklicherweise hatte B\u00e4rchen Records die Scheibe auch noch in seinem Programm, sodass die Motivation zu einem Review\u00a0angeheizt war. Jetzt liegt mir sein &hellip; <a href=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/aaron-lewis-the-road-cd-review\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Aaron Lewis &#8211; The Road &#8211; CD-Review<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[29,242,783,791,1612,1165],"class_list":["post-2590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-aaron-lewis","tag-country","tag-nashville","tag-new-country","tag-staind","tag-the-road"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2590"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2590\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44361,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2590\/revisions\/44361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}