{"id":25308,"date":"2018-07-14T13:39:29","date_gmt":"2018-07-14T11:39:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=25308"},"modified":"2018-07-14T14:10:13","modified_gmt":"2018-07-14T12:10:13","slug":"hackensaw-boys-support-susto-09-07-2018-krefeld-kulturrampe-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/07\/14\/hackensaw-boys-support-susto-09-07-2018-krefeld-kulturrampe-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Hackensaw Boys &#8211; Support: Susto &#8211; 09.07.2018, Krefeld, Kulturrampe &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-25484 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/HSB_haupt.jpg\" alt=\"HSB_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/HSB_haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/HSB_haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/HSB_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um 20:30 betrat Susto (Justin Osborne), Leader der gleichnamigen Band die B\u00fchne der leider nur knapp zur H\u00e4lfte gef\u00fcllten Kulturrampe. Das, was Susto in dem knapp 40-min\u00fctigen Soloauftritt bot, war alles, nur nicht angsteinfl\u00f6\u00dfend,\u00a0so wie es\u00a0der Name Susto im medizinischen Sinne als &#8218;kulturgebundene Angstst\u00f6rung&#8216; suggeriert.<\/p>\n<p>Im Gegenteil, Susto verbreitete mit seinen launigen Songs, auf denen er sich nur mit der akustischen Gitarre begleitete, eher Frohsinn im Publikum. Die in bester Singer\/Songwriter-Manier gespielten Songs, eine Auswahl aus seinen zwei bisher erschienenen Alben,\u00a0f\u00fchrten die Zuh\u00f6rer eher vom Alltagsstress in eine ausgeglichene und relaxte\u00a0Stimmung.<\/p>\n<p>Einige Songs erinnerten im Gitarrenspiel an Neil Young in seiner folkigen Fr\u00fchphase. Mit geschlossenen Augen zugeh\u00f6rt, h\u00e4tte jederzeit auch die pr\u00e4gnante Mundharmonika einsetzen k\u00f6nnen. Das Publikum\u00a0zollte ihm zwischen den Songs\u00a0den verdienten Applaus, wobei sich Susto mehrfach ger\u00fchrt bei der Audienz bedankte.<\/p>\n<p>Der Funke war schnell in beide Richtungen \u00fcbergesprungen, was meist das sch\u00f6ne an den kleinen Clubkonzerten ist, sodass der Opening Act als gelungener Einstieg in den Abend gesehen werden kann.<\/p>\n<p>Nach dem Konzert beschrieb Osborne noch einmal seine positiven Eindr\u00fccke\u00a0vom Abend und besprach mit Pille Peerlings, dass ein Auftritt mit kompletter Band erstrebenswert w\u00e4re. Reizvoll w\u00e4re hier, dass\u00a0der sympathische K\u00fcnstler, aus\u00a0der ganze Bandbreite seiner Songs\u00a0sch\u00f6pfen k\u00f6nnte und sich nicht nur auf\u00a0den Teil beschr\u00e4nken muss, der solokompatibel und eher ruhig ist.<\/p>\n<p>Nach einer kurzen Umbaupause\u00a0legten dann die\u00a0f\u00fcnf Mannen von den Hackensaw Boys,\u00a0wie schon von Susto vor dem letzten St\u00fcck angek\u00fcndigt, direkt energiegeladen und schwungvoll los. Die aus Charlottesville, Virginia, stammende Band um David Sickman spielte eine Mischung aus Folk, Country, American Roots, mit einem geh\u00f6rigen Einschlag vom Punk der legend\u00e4ren The Clash.<\/p>\n<p>Bestens gelaunt, brachten\u00a0das Quintett innerhalb k\u00fcrzester Zeit, die Rampe zum Kochen. Mit Fiddle, Banjo, Kontrabass, Gitarre und einem, zu gro\u00dfen Teilen aus verschiedensten Dosen hergestellten Schlagzeug, welche der Drummer sich umgeschnallt hatte (er absolvierte das ganze Konzert im Stehen), wurde schnell f\u00fcr eine\u00a0brodelnde\u00a0Stimmung gesorgt.<\/p>\n<p>Bei der Bandvorstellung wies Sickman darauf hin, dass sein Drummer gestern Geburtstag gehabt habe und dass dies beim Basser heute der Fall w\u00e4re, was im sp\u00e4teren Verlauf das Publikum dazu animierte, ein stimmgewaltiges St\u00e4ndchen hinzulegen. Dieser z\u00fcckte sofort sein Handy, um diesen emotionalen Moment\u00a0festzuhalten.<\/p>\n<p>Die Vocals steuerte bei den meisten Songs Sickman mit seiner leicht kratzigen, aber sehr angenehmen Whiskystimme bei. Dabei moderierte er humorvoll mit viel Selbstironie durch die Show. Auch eine gerissene Seite im Verlauf des Konzertes brachte ihn nicht aus der Ruhe, sondern er nutzte das Aufziehen fast schon als Showelement.<\/p>\n<p>Bei mehreren\u00a0Tracks konnte auch\u00a0sein Fiddlespieler beweisen, dass er gesangstechnisch \u00fcberzeugen kann, wobei er fast die ganze Zeit leicht t\u00e4nzelnd sein Instrument bearbeitete.\u00a0Auch der Akteur am Banjo durfte einen tragenden Gesangspart \u00fcbernehmen. Mit einem Wolfsjaulen bei &#8211; nomen est omen &#8211; &#8222;Wolfs Howling&#8220;, leitete er seinen Part ein. Die Rhythmussektion\u00a0samt Bass\u00a0und dem Schlagzeuger, wenn man dem selbstgebauten umgeh\u00e4ngten Instrument damit gerecht wird, sorgten f\u00fcr die n\u00f6tige F\u00fclle der Songs.<\/p>\n<p>Nach etwa 90 rasanten Minuten wurde\u00a0das letzte\u00a0Lied angek\u00fcndigt. Dabei verlie\u00dfen die Jungs die Rampe und boten an\u00a0diesem lauen Sommerabend vor der Location inmitten der Besucher noch zwei Open Air-Songs dar.<\/p>\n<p>Mit dabei, wie schon bei den letzten\u00a0St\u00fccken, auch wieder Susto.\u00a0In bester\u00a0Stimmung verabschiedeten sich dann die Musiker nach etwa 100 Minuten Gute-Laune-Musik zum Teil mit Handschlag von den Fans, um noch bis weit nach Mitternacht in der Kneipe der Rampe den Besuchern f\u00fcr den einen oder anderen Smalltalk zur Verf\u00fcgung zu stehen.<\/p>\n<p>Ein absolut gelungener Abend zu Beginn der Woche, der auch eine volle Rampe verdient gehabt h\u00e4tte. Wer Spa\u00df an handgemachter American Roots-Musik mit einer Prise Punk hat, dem sei ein Besuch der Hackensaw Boys zu empfehlen.<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/hackensawboys.com\/\">Hackensaw Boys<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/hackensawboys\/\">Hackensaw Boys bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sustoisreal\/\">Susto<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/sustoisreal\/\">Susto bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.teenageheadmusic.net\">Teenage Head Music<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kulturrampe.de\">Kulturrampe Krefeld<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P\u00fcnktlich um 20:30 betrat Susto (Justin Osborne), Leader der gleichnamigen Band die B\u00fchne der leider nur knapp zur H\u00e4lfte gef\u00fcllten Kulturrampe. 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