{"id":25138,"date":"2018-07-01T12:31:38","date_gmt":"2018-07-01T10:31:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=25138"},"modified":"2018-07-01T12:33:31","modified_gmt":"2018-07-01T10:33:31","slug":"the-big-pine-band-selfrich-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/07\/01\/the-big-pine-band-selfrich-cd-review\/","title":{"rendered":"The Big Pine Band &#8211; SelfRich &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-25155\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/BPB-300x274.png\" alt=\"BPB\" width=\"300\" height=\"274\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/BPB-300x274.png 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/BPB.png 328w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Herrje, das war so eine richtig schwere Geburt. Zun\u00e4chst spielte\u00a0 &#8218;Kommissar Zufall&#8216; eine Rolle. Ich hatte beim Surfen durchs Netz auf einem US-Festival-Plakat, den Namen der mir bis dato unbekannten Big Pine Band entdeckt und bin einfach mal so auf ihre Homepage &#8218;gewandert&#8216;.<\/p>\n<p>Die offerierte ihr vor geraumer Zeit erschienenes Deb\u00fctalbum, das man sich auch in kompletter L\u00e4nger dort anh\u00f6ren konnte. Ich beschloss die Truppe aus dem S\u00fcden Floridas zu kontaktieren und um ein Rezensionsexemplar zu bitten. Der Einfachheit halber, bot ich auch die M\u00f6glichkeit an, die Daten via Dropbox zu \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p>Dann sollte ein Hin- und Her seines Gleichen erfolgen (vorab bemerkt, ohne Schuld der Band). Zun\u00e4chst kam die legitime Frage, warum ich denn nicht die Scheibe anhand des Materials auf der Webseite besprechen w\u00fcrde. Die beantwortete ich damit, dass ich Musik vom PC\u00a0wie Streamings und Dergleichen\u00a0nicht rezensieren w\u00fcrde, sondern erst, ganz &#8218;old school&#8216;, nach intensivem Anh\u00f6ren auf einer Anlage, beurteilen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das wurde akzeptiert und man\u00a0wollte mir die CD auf dem Postweg zuschicken, wobei ich vorschlug, noch ein\u00a0signiertes Exemplar, f\u00fcr eine Leser-Aktion beizuf\u00fcgen. Dies wurde dann auch recht fix in die Tat umgesetzt. Allerdings hatten wir die Rechnung ohne unsere Beamten vom deutschen Zoll gemacht. Es vergingen Wochen, ohne ein Ankommen der Lieferung, Nachfrage bei der Band,\u00a0die mailte sofort den Liefernachweis.<\/p>\n<p>Die schriftliche\u00a0Recherche beim Zoll ergab die automatisierte Antwort: Sache in Bearbeitung. Wieder Warten, nichts passierte. Anruf beim Zoll. Nach einer endlosen Anzahl von gescheiterten Versuchen, mal dort einen Menschen an die Strippe zu bekommen, fand sich doch noch eine Dame, die Hilfe anbot.<\/p>\n<p>Dann nach weiteren Wochen des Wartens eine Meldung ohne Angabe von Gr\u00fcnden, dass die Sendung in die Staaten zur\u00fcckgegangen sei. Erneuter Kontakt zur Band, die dann bejahte, dass das P\u00e4ckchen zur\u00fcckkam. Irgendwann haben wir uns dann auf die Dropbox-Variante geeinigt, sodass mir jetzt die Daten in einer vern\u00fcnftigen Qualit\u00e4t vorliegen. Was f\u00fcr ein Bohai&#8230;<\/p>\n<p>Das Warten hat sich letztendlich nat\u00fcrlich dennoch gelohnt. Dass die Musik klasse ist, war ja im Prinzip schon von Anfang an klar. Zehn tolle,\u00a0glasklar produzierte und eingespielte Tracks, die Liebhaber des klassischen Southern Rocks der gro\u00dfen Anfangsjahre in Verz\u00fcckung versetzen sollten.<\/p>\n<p>Die Initialz\u00fcndung f\u00fcr die Entstehung\u00a0des S\u00fcd-Florida-F\u00fcnfers war 2015 ein LA-Film, f\u00fcr den die beiden Gitarristen\u00a0Kevin McLoughlin und George Schoeppner Musik komponieren sollten. Dabei realisierten sie schnell, nachdem sie mit Smokey Gage einen starken S\u00e4nger ins Visier genommen hatten, dass es Zeit w\u00e4re, eine Band zu gr\u00fcnden. Die Big Pine Band wurde schlie\u00dflich dann mit der begabten Rhythmusfraktion\u00a0Randy Finn am Bass und\u00a0Zeke Merkel am Schlagzeug vervollst\u00e4ndigt.<\/p>\n<p>Der herrliche Opener &#8222;Day By Day&#8220; erscheint dann auch schon als eine\u00a0Art\u00a0Blaupause f\u00fcr den Rest des Longplayers: Akustikgitarrenintro, zu dem sich dann\u00a0markante E-Gitarrenhooks gesellen, die irgendwann in quirlige Wechsel-Soli m\u00fcnden, und sich\u00a0schlie\u00dflich oft in surrenden Twins\u00a0 vereinigen. Nicht zu vergessen, der engagierte, Charisma verspr\u00fchende Gesang von Gage, der auch sporadisch immer wieder von Harmonieges\u00e4ngen begleitet wird.<\/p>\n<p>Erstaunlich ist es immer wieder, wie es manche Acts schaffen, das &#8222;Can&#8217;t You See&#8220;-Thema der <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">Marshall Tucker Band<\/a> aufzunehmen und gekonnt mit eigenen Ideen zu modifizieren. Hier geschehen, beim hevorragenden Titellied &#8222;Self Rich&#8220; als auch bei &#8222;Nothing At All&#8220;.<\/p>\n<p>Freunde von Instrumentalst\u00fccken nach Allman-\/<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Gov%27t+Mule\">Gov&#8217;t Mulescher<\/a>-Pr\u00e4gung k\u00f6nnen sich an Titeln wie &#8222;Long Way From Home&#8220; (herrlich hallt hier die E-Gitarre durch den Pinienwald) und dem &#8222;Jamestown Jam&#8220; laben (allerdings, von der L\u00e4nge her, weniger ausufernd). Meine Favoriten sind neben den bereits erw\u00e4hnten &#8222;Day By Day&#8220; und &#8222;SelfRich&#8220;, noch das in <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a>-\/<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jackson+Stone+Band\">Jackson Stone Band<\/a>-Manier, deftig polternde &#8222;Bullseye&#8220;, das bluesige, in <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Gregg+Allman\">Gregg Allman<\/a>-Tradition performte &#8222;The Minky Stinky Man&#8220; und das verspielt E-Gitarrenlastig rockende &#8222;Set Up&#8220; als Rausschmei\u00dfer.<\/p>\n<p>Ich bin mir sicher, dass diese Scheibe ein durchweg positives, ja, sogar begeistertes Echo in der hiesigen Southern Rock-Szene hervorrufen wird. Deshalb sei in jedem Fall der Besuch der Big Pine Band-Homepage angeraten, wo man &#8222;SelfRich&#8220; in G\u00e4nze, wenn auch nur am PC, antesten, beziehungsweise genie\u00dfen kann. Die Erlangung des physikalischen Tontr\u00e4gers unterliegt dann vermutlich allerdings, wie beschrieben, nur Gott und dem deutschen Zoll&#8230;<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2018)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Day By Day<br \/>\n02. That&#8217;s The Way She Moves<br \/>\n03. SelRich<br \/>\n04. Suffered Too Long<br \/>\n05. Bullseye<br \/>\n06. Long Way From Home<br \/>\n07. Nothing At All<br \/>\n08. The Minky Stinky Man<br \/>\n09. Jamestown Jam<br \/>\n10. Set Up<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bigpineband.com\/\">The Big Pine Band<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/BigPineBand\/\">The Big Pine Band bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herrje, das war so eine richtig schwere Geburt. Zun\u00e4chst spielte\u00a0 &#8218;Kommissar Zufall&#8216; eine Rolle. 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