{"id":2460,"date":"2015-12-14T04:17:00","date_gmt":"2015-12-14T03:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2460"},"modified":"2016-01-30T19:38:28","modified_gmt":"2016-01-30T18:38:28","slug":"jeremy-mccomb-my-side-of-town-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/jeremy-mccomb-my-side-of-town-cd-review\/","title":{"rendered":"Jeremy McComb \u2013 My Side Of Town &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Comb-e1434897373139.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2463 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Comb-e1434897373139.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Comb-e1434897373139.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Comb-e1434897373139-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Comb-e1434897373139-210x210.jpg 210w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Comb-e1434897373139-60x60.jpg 60w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Herrlich erfrischende, von einem lockeren, flockigen, wunderbar l\u00e4ndlichen &#8222;Carolina-Feeling&#8220; durchzogene, gro\u00dfartige Countrymusic des jungen Jeremy McComb, der f\u00fcr seine gerade mal 26 Jahre schon einiges hinter sich. Aufgewachsen in der N\u00e4he von Washington, wurde er schon fr\u00fchzeitig von seinem Vater, ebenfalls Berufsmusiker, im Alter von zw\u00f6lf Jahren auf die B\u00fchne gehievt und zum Singen animiert. Er entdeckte somit fr\u00fchzeitig seine Liebe zur Countrymusic, tourte schon als Teenager durch die Lande und arbeitete sp\u00e4ter dann erst einmal als DJ f\u00fcr eine Radiostation.<\/p>\n<p>Der bekannte Singer\/Songwriter\/Produzent\/Manager JP Williams offerierte ihm am Rande seiner Radio-Show zun\u00e4chst einen Job als Tour-Manager f\u00fcr den bekannten Country-Comedian Larry &#8222;The Cable Guy&#8220;, \u00e4nderte seine Pl\u00e4ne nach einer Gesangsanh\u00f6rung McCombs aber sehr schnell ab und verpflichtete ihn direkt als Interpreten f\u00fcr sein Label &#8222;Parallel Entertainment&#8220;, das jetzt auch dieses hervorragende Deb\u00fct ver\u00f6ffentlichte. Produziert hat das Werk kein Geringerer als der exzellente Drummer Paul T. Riddle, einst Gr\u00fcndungsmitglied der legend\u00e4ren, auch in Country-\/Countryrock-Kreisen hoch gesch\u00e4tzten Southern Rock-Truppe <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">The Marshall Tucker Band<\/a><\/span>, der neben seiner T\u00e4tigkeit an den Reglerkn\u00f6pfen nat\u00fcrlich auch das Schlagzeug in seiner gewohnt markanten und versierter Form bedient.<\/p>\n<p>Eine sehr gute Wahl, wie die zw\u00f6lf auf dem Album vertretenen St\u00fccke schnell verdeutlichen. Jeremy McComb ist mit einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen musikalischen Talent gesegnet. Seine exzellente, sehr gef\u00e4llige, angenehme Stimme (gelegentlich kommt einem Bruce Robison in den Sinn) passt toll zu der lockeren Atmosph\u00e4re, die sich durch s\u00e4mtliche St\u00fccke zieht. Drei der Songs stammen aus seiner eigenen Feder (&#8222;I Can Live With That&#8220;, &#8222;You\u2019re Killin\u2019 Me&#8220; und das abschlie\u00dfende &#8222;Perfect&#8220;, mit wunderbarem Marshall Tucker-Flair), die allesamt in puncto Qualit\u00e4t den \u00fcbrigen Fremdkompositionen (u.a. mit einiger Prominenz, wie z.B. Bob Dylan, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bobby+Pinson\">Bobby Pinson<\/a><\/span>, Liz Rose, Craig Wiseman, u.s.w.) in Nichts nachstehen. Der Opener und gleichzeitig die erste Single des Albums, &#8222;Wagon Wheel&#8220;, kann sogar mit einer ganz eigenwilligen Geschichte aufwarten.<\/p>\n<p>Die Nummer wurde in den Siebzigern von Bob Dylan begonnen zu schreiben, dann fast 30 Jahre in der &#8222;Schublade&#8220; belassen um schlie\u00dflich von Ketch Secor (The Old Crow Medicine Show) textlich und musikalisch vollendet zu werden. Eine tolle, traumhaft melodische, locker Countrynummer, instrumentiert mit feinen, transparenten Gitarren und gro\u00dfartigen Fiddle-Passagen (Aubrey Haynie), sehr traditionell fundamentiert, dennoch ungemein zeitgem\u00e4\u00df und alles andere als &#8222;hausbacken&#8220;. Wie die gesamte Musik dieses Albums! McComb versteht es pr\u00e4chtig die reinen, puren Countrytraditionen in ein stets auf der H\u00f6he der Zeit befindliches, musikalisches Gewand zu stecken, das die Barriere zwischen &#8222;Pure&#8220; und &#8222;Modern&#8220; Country geradezu spielerisch \u00fcberwindet.<\/p>\n<p>Alles kommt, auch dank der lebendigen Produktion (gro\u00dfes Lob f\u00fcr Paul T. Riddle!), der tollen Gitarren-Arbeit von Rusty Millner und Ronald Radford (auch klasse Steelguitar) und nicht zuletzt aufgrund McCombs starkem Gesang \u00fcberaus frisch zur Geltung. Hier hat alles Hand und Fu\u00df! Die Trackliste ist zudem \u00fcberaus abwechslungsreich. &#8222;Slow Me Down&#8220; zum Beispiel ist ein flotter New Country-Feger mit einer sch\u00f6nen Banjo-Untermalung und sogar dezentem Southern-Touch, bei &#8222;Next Time I Leave&#8220; sind Steel- und E-Gitarre tonangebend in Verbindung mit einer gewissen Dramaturgie im Refrain (die Nummer w\u00e4re auch f\u00fcr Dierks Bentley ma\u00dfgeschneidert), &#8222;This Town Needs A Bar&#8220; ist eine pure, lupenreine Traditional-Country-Ballade (klasse Mandoline, Piano, Steel, Fiddle).<\/p>\n<p>Das musikalisch zum Songtitel passende Gute-Laune-St\u00fcck &#8222;Miss Mexico&#8220; geht richtig rhythmisch durch Mark und Bein (tolle spanische Akustikgitarre\/Mandoline) und hat als I-Tupfer noch ein gl\u00e4nzendes Bradford E-Gitarren-Solo zu bieten. Eine tolle Country &#8222;Sch\u00f6n-Wetter-Nummer&#8220; voller Chartpotential.gibt&#8217;s dann mit &#8222;Day One&#8220; (hat gar etwas von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Garth+Brooks\">Garth Brooks<\/a><\/span>, klasse Dobroeinlagen von Randy Kohrs). Hier zeigt Jeremy, dass er f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Taten bereits vorz\u00fcglich gewappnet zu sein scheint. Balladesk wird es dann nochmals bei &#8222;Cold&#8220;, etwas flotter wieder bei &#8222;Not Tonight&#8220; (Fiddle- und E-Gitarren-betont), bis schlie\u00dflich am Ende das bereits erw\u00e4hnte, herrlich entspannte, im Dunstkreis der Marshall Tucker Band befindliche &#8222;Perfect&#8220; (Jeremy ist beim Songwriting hier scheinbar vom k\u00fcrzlich verstorbenen Geogre McCorkle inspiriert worden &#8211; McCorkle wird auch in den Credits erw\u00e4hnt) ein durchgehend starkes Album einen Abschluss findet, dass sowohl Traditionalisten als auch Vertreter modernerer Countryt\u00f6ne begeistern wird.<\/p>\n<p>Ein erstaunlich reife Leistung f\u00fcr einen so jungen Burschen. Mit Jeremy McComb reiht sich ein neuer, erfrischender, junger, sehr viel versprechender K\u00fcnstler nahtlos in die Riege von Leuten wie <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jon+Randall\">Jon Randall<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Gary+Allan\">Gary Allan<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Dierks+Bentley\">Dierks Bentley<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brian+McComas\">Brian McComas<\/a> oder einem lockeren <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jason+Aldean\">Jason Aldean<\/a><\/span> ein, der in Nashville sicher noch einiges von seinem enormen Potenzial ausspielen wird. Ein gl\u00e4nzendes Deb\u00fct!<\/p>\n<p><strong>Parallel Records (2008)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Wagon Wheel<br \/>\n02. Slow Me Down<br \/>\n03. We Were Something<br \/>\n04. Next Time I Leave<br \/>\n05. This Town Needs a Bar<br \/>\n06. Miss Mexico<br \/>\n07. I Can Live With That<br \/>\n08. Day One<br \/>\n09. Your Killin\u2019 Me<br \/>\n10. Cold<br \/>\n11. Not Tonight<br \/>\n12. Perfect<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/jeremymccombmusic\">Jeremy McComb bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herrlich erfrischende, von einem lockeren, flockigen, wunderbar l\u00e4ndlichen &#8222;Carolina-Feeling&#8220; durchzogene, gro\u00dfartige Countrymusic des jungen Jeremy McComb, der f\u00fcr seine gerade mal 26 Jahre schon einiges hinter sich. 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