{"id":2456,"date":"2015-12-14T04:18:00","date_gmt":"2015-12-14T03:18:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2456"},"modified":"2020-07-09T12:09:08","modified_gmt":"2020-07-09T10:09:08","slug":"kathy-mattea-right-out-of-nowhere-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/kathy-mattea-right-out-of-nowhere-cd-review\/","title":{"rendered":"Kathy Mattea \u2013 Right Out Of Nowhere &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Mat-e1434896993493.jpg\" \/><\/p>\n<p>Mit fast drei\u00dfig Jahren B\u00fchnenerfahrung und \u00fcber zwanzig-j\u00e4hriger Pr\u00e4senz in Nashville z\u00e4hlt die 1959 in Cross Lane, West Virginia geborene Kathy Mattea ohne Zweifel zu den etablierten Gr\u00f6\u00dfen von Music City. Weit mehr als ein Dutzend Longplayer, eine gute Hand voll Top-Ten-Hits, zahlreiche Auszeichnungen, wie CMA-Awards oder Grammys in den unterschiedlichsten Kategorien gelten als Indiz daf\u00fcr, dass ihr Name f\u00fcr Abwechslung, Ausdauer und Qualit\u00e4t b\u00fcrgt. Mattea hat trotz ihrer Country-Singer\/Songwriter-Attit\u00fcde immer wieder experimentiert und versucht, unterschiedlichste Arten und Stile in ihre Musik einzuflechten, manchmal mehr, manchmal weniger kommerziell ausgerichtet.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Right Out Of Nowhere&#8220; hat sie diesmal ein wunderbares, recht selbstbezogenes Werk abgeliefert, obwohl sie nur bei einem einzigen Song als Co-Writerin in Erscheinung tritt. Als Hintergrund kann man den Tod beider Elternteile sowie das Scheitern ihrer langj\u00e4hrigen Ehe vermuten. In vielen Texten dr\u00e4ngen sich autobiographische Bez\u00fcge zur Interpretation f\u00f6rmlich auf. Trotz der nachdenklichen und sehr pers\u00f6nlich anmutenden Atmosph\u00e4re, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album zieht, ist ihr ein starkes Werk gelungen, das voller Abwechslung steckt Von Depression oder Resignation keine Spur.<\/p>\n<p>Im Gegenteil, St\u00fccke wie &#8222;Loving You, Letting You Go&#8220;, &#8222;I Hope You\u2019re Happy Now&#8220; oder &#8222;Give It Away&#8220; gelten als Indiz f\u00fcr einen weit vorangeschrittenen, positiv zu bewertenden Verarbeitungsprozess. Kathy Matteas neue Scheibe lebt aber nicht nur von der textlichen Qualit\u00e4t, sondern, neben ihrer wie immer sehr variablen Gesangsperformance, auch von dem au\u00dfergew\u00f6hnlichen, geradezu hervorstechenden, instrumentellen K\u00f6nnen ihrer langj\u00e4hrigen gro\u00dfartigen Tour-Begleitband, die sich diesmal auch im Studio &#8222;austoben&#8220; durfte.<\/p>\n<p>Was Leute wie Bill Cooley (guitars, dobro), Carson Whitsett (keyboards), Eamonn O\u2019Rourke (fiddle , mandolin), Jim Brock (drums, percussion), Rick Blackwell (bass), Randy Leago (keyboards, accordion, harmonica), Paul Martin (background vocals), Terry Wilson (background vocals), John Vezner (background vocals), aber auch G\u00e4ste wie Suzy Bogguss, Darrell Scott, die Settles Connection (alle background vocals) oder Jim Hoke (harmonica) an musikalischen Highlights abliefern, ist fast nicht zu toppen. Hier greift ein Instrument stimmungsvoll ins andere, immer wieder mit kleinen auf den Punkt gebrachten Solo-&#8222;Schlagabt\u00e4uschen&#8220; als Sahneh\u00e4ubchen vollendet.<\/p>\n<p>Man merkt sofort, das hier eine richtig eingespielte Truppe zur Tat schreitet. Ein wahres Audio-Erlebnis, besonders mit dem Kopfh\u00f6rer! Das Werk startet direkt mit zwei absoluten &#8222;Earcatchern&#8220;. &#8222;Right Outta Nowhere&#8220;, eine richtig entspannte Nummer, mit wundersch\u00f6ner Orgeluntermalung, klasse Akkordeon-Fills und starker Gitarrenarbeit von Bill Cooley, anschlie\u00dfend au\u00dfergew\u00f6hnlich gut gelungene Stones -Cover &#8222;Gimme Shelter&#8220;, das von einem kratzigen Akustik-Gitarrenrhythmus und fulminanter Percussion-Leistung getragen wird, inbegriffen Mandolinen-, Fl\u00f6ten- und Akustik-Solo-Einlagen. Prachtvoller Bluegrass-rooted Singer\/Songwriter-Rock voller herrlicher Rhythmik! Toll!<\/p>\n<p>Ihrem schottischen Folk-Studium Anfang der Neunziger zollt sie mit &#8222;Love\u2019s Not Through With Me Yet&#8220; Tribut, wo keltische Elemente (Whistle-T\u00f6ne) und Country-spezifische Songstrukturen ineinander flie\u00dfen. Bei St\u00fccken wie &#8222;Hurt Some&#8220; (mit klasse Dobrospiel), dem bluesigen CCR-Cover &#8222;Down on The Corner&#8220; oder &#8222;Wade In The Water&#8220; wird dank der Background Vocals der Settles-Familie (Connection) eine sehr dezente Gospel-Note mit eingeflochten, ohne aber allzu dominant zu wirken. Alles ist sinnvoll zusammengef\u00fcgt!<\/p>\n<p>Ein starkes, country-orientiertes, melodisches Singer\/Songwriter-Album mit jederzeit pr\u00e4senten Bez\u00fcgen zu Nashville, jedoch weit entfernt vom Mainstream-Country! Kathy Matteas &#8222;Right Out Of Nowhere&#8220; passt hervorragend in die nun beginnende herbstliche\/winterliche Zeit, an der die Abende l\u00e4nger werden, wo man sich gerne mal bei dezenter Kerzenbeleuchtung auf der Couch in eine Decke kuschelt, um sich dann bei einem guten Gl\u00e4schen Wein, Whisky oder Cognac zu herzerw\u00e4rmend guter Musik die verdiente Entspannung zu g\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Narada Records (2005)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Singer\/Songwriter<\/strong><\/p>\n<p>01. Right Outta Nowhere<br \/>\n02. Gimme Shelter<br \/>\n03. Hurt Some<br \/>\n04. Love\u00b4s Not Through With Me Yet<br \/>\n05. Loving You, Letting You Go<br \/>\n06. Live It<br \/>\n07. I Hope You&#8217;re Happy Now<br \/>\n08. Down On The Corner<br \/>\n09. Only Heaven Knows<br \/>\n10. Give It Away<br \/>\n11. Wade In The Water<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/Mattea.com\">Kathy Mattea<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/KathyMatteaMusic\">Kathy Mattea bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit fast drei\u00dfig Jahren B\u00fchnenerfahrung und \u00fcber zwanzig-j\u00e4hriger Pr\u00e4senz in Nashville z\u00e4hlt die 1959 in Cross Lane, West Virginia geborene Kathy Mattea ohne Zweifel zu den etablierten Gr\u00f6\u00dfen von Music City. 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