{"id":2308,"date":"2015-12-14T04:46:00","date_gmt":"2015-12-14T03:46:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=2308"},"modified":"2020-07-09T11:47:16","modified_gmt":"2020-07-09T09:47:16","slug":"heartland-i-loved-her-first-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/heartland-i-loved-her-first-cd-review\/","title":{"rendered":"Heartland \u2013 I Loved Her First &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Hea-e1434359870292.jpg\" \/><\/p>\n<p>Das der Erfolg junge Bands geradezu wie der Blitz trifft, ist im New Country-Genre normalerweise nicht allt\u00e4glich. Oftmals gibt es zun\u00e4chst eine Single, das Label wartet ab, wie sie ankommt, und entscheidet dann \u00fcber das Erscheinen eines Albums oder spricht sich eben dagegen aus. Wie oft haben wir erlebt, dass selbst renommierte Interpreten die dicksten Scherereien hatten, bis sie ihr Album dann endlich auf den Markt bringen konnten, nicht selten in Verbindung mit gerichtlichen Auseinandersetzungen und anschlie\u00dfendem Wechsel. Umgekehrt verh\u00e4lt es sich im Falle des Newcomer-Sextetts Heartland, deren Single &#8222;I Loved Her First&#8220; in den Billboard-Charts einschlug wie eine Bombe.<\/p>\n<p>Da hat das Label Lofton Creek Records (mit dem alten Fuchs Mike Borchetta an der Spitze) den Erscheinungstermin des Albums kurzerhand einfach nach vorne geschoben. Kein Wunder, denn auch das Gesamtwerk kann sich wahrlich sehen lassen. Produziert wurde die Scheibe von Routinier Walt Aldrigde, dessen Gesp\u00fcr f\u00fcr den Zahn der Zeit bekannt ist, und dessen Discographie in Sachen Songwriting, eigener Musik und Produktionst\u00e4tigkeit schier endlos erscheint.<\/p>\n<p>Aldridge hat seinen Einfluss nicht nur beim Songwriting deutlich geltend gemacht (er hat etliche Songs geschrieben), man f\u00fchlt sich grunds\u00e4tzlich des \u00f6fteren an dessen fr\u00fchere Combo &#8222;The Shooters&#8220; erinnert, wie auch ein Hauch vieler anderer K\u00fcnstler, die er bereits produzierte, durch diesen Silberling weht. Heartland sind ein Sextett aus dem U.S.-Bundesstaat Alabama. Sie spielen allesamt ihre Instrumente selbst, werden aber zum Teil durch recht prominente Musiker unterst\u00fctzt (u. a. Neu-<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a><\/span> Mark Matejka, J. T. Corenflos, Larry Franklin, Glenn Duncan.)<\/p>\n<p>Als ihre Einflu\u00dfgeber benennen sie eine recht breit gef\u00e4cherte Palette von Interpreten wie Johnny Cash, Van Halen, Elvis Presley, The Beach Boys, AC\/DC, Otis Redding, Sam Cooke und nat\u00fcrlich Alabama, die auch ein wenig als Sprungbrett f\u00fcr die Jungs dienten, als sie in Fort Payne ein Konzert als deren Support vor 20.000 Zuschauern geben durften. Den Auftakt des Albums bildet der recht knackige, aber traditionell gehaltener New Country-Song &#8222;Boys Like Us&#8220;. Ein flockiger Drums-, Akustik- u. E-Gitarren-Rhythmus wird unterbrochen von s\u00e4genden Fiddels; dezenten Orgel-Passagen und feinen Harmonieges\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6nes Stratocaster-Solo mit Fiddle-Antwort komplettieren das St\u00fcck, das auch <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Montgomery+Gentry\">Montgomery Gentry<\/a><\/span> oder <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Alabama\">Alabama<\/a> in ihrem Programm haben k\u00f6nnten. &#8222;Play Hurt&#8220; besitzt ein recht poppiges Flair und liegt dank der eingef\u00fcgten Harmonieges\u00e4nge irgendwo zwischen den <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Rascal+Flatts\">Rascal Flatts<\/a><\/span> und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Restless+Heart\">Restless Heart<\/a><\/span>. Die erste Ballade ist &#8222;You&#8220;, der mit &#8222;Built To Last&#8220; und der bereits erw\u00e4hnten Hit-Single &#8222;I Loved Her First&#8220; noch zwei weitere folgen, die alle recht romantisch wirken und sch\u00f6n instrumentiert sind. <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lonestar\">Lonestar<\/a><\/span>, Rascal Flatts, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Billy+Dean\">Billy Dean<\/a><\/span>, Diamond Rio sind da im weitesten Sinne als Bezugsgr\u00f6\u00dfen zu nennen. Die ganz starke Phase des Albums beginnt jedoch mit dem Remake des alten Ronnie Milsap-Hits &#8222;No Getting Over Me&#8220; (nat\u00fcrlich aus Aldridge\u2019s Feder), das wunderbar relaxt mit Stratocasterbegleitung im Stile von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Vince+Gill\">Vince Gill<\/a><\/span> vor sich hin swingt.<\/p>\n<p>Danach folgt pl\u00f6tzlich ein Schrei aus der Box und AC\/DC-m\u00e4\u00dfige Riffs dr\u00f6hnen einem entgegen. Das &#8222;Macho-PS&#8220;-getr\u00e4nkte St\u00fcck rockt dreckig vor sich hin und erinnert nicht nur wegen seines Titel &#8222;Let\u2019s Get Dirty&#8220; an einen der Klassiker der einstigen Hard Rocker von <span style=\"color: #ff0000;\">Little Caesar<\/span> (nat\u00fcrlich auf &#8222;country&#8220;). &#8222;Too Country&#8220; ist ein toller Country-Rocker mit klasse Slidegitarren, schw\u00fclen Orgel- und Mundorgeleinlagen der Marke Montgomery Gentry\/<span style=\"color: #ff0000;\">Anthony Smith<\/span>. Die Southern-Fans werden dann mit einem gro\u00dfartigen St\u00fcck verz\u00fcckt, dessen Titel eigentlich schon alles sagt. &#8222;Freebird In A Firebird&#8220;&#8220; &#8222;Sweet Home Alabama&#8220;-m\u00e4\u00dfiges E-Intro, danach gl\u00e4nzende E-Gitarrenarbeit der Marke Lynyrd Skynyrd von einst.<\/p>\n<p>Das St\u00fcck w\u00e4re von seiner musikalischen Konsistenz her wohl damals selbst von Ronnie Van Zant f\u00fcr\u2019s Bandrepertoire genehmigt worden. &#8222;Mississippi Mud&#8220; (locker-poppig, aber mit Country-typischen Zutaten wie Steelguitar und Fiddle (Richtung Rascal Flatts, Lonestar) und &#8222;Judge A Man By A Woman&#8220; (mit bluesig relaxtem Barroom-Flair, nette kurze Double Leads-Passage) lassen ein sehr abwechslungsreiches Werk ausklingen. Wir wagen die Prognose, dass die Alabama-Truppe Heartland Nashville in den n\u00e4chsten Monaten ordentlich aufmischen werden. Die Vorverlegung von &#8222;I Loved her First&#8220; erscheint absolut nachvollziehbar. Hitverd\u00e4chtig in allen Kategorien!<\/p>\n<p><strong>Lofton Creek Records (2006)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Boys Like Us<br \/>\n02. Play Hurt<br \/>\n03. You<br \/>\n04. Built To Last<br \/>\n05. No Getting Over Me<br \/>\n06. Let\u2019s Get Dirty<br \/>\n07. Too Country<br \/>\n08. Freebird In A Firebird<br \/>\n09. I Loved Her First<br \/>\n10Mississippi Mud<br \/>\n11. Judge A Man By The Woman<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.heartlandband.com\">Heartland<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/heartlandband\">Heartland bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das der Erfolg junge Bands geradezu wie der Blitz trifft, ist im New Country-Genre normalerweise nicht allt\u00e4glich. 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