{"id":22973,"date":"2018-04-15T20:37:50","date_gmt":"2018-04-15T18:37:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=22973"},"modified":"2018-04-16T15:57:52","modified_gmt":"2018-04-16T13:57:52","slug":"shred-kelly-14-04-2018-yard-club-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/04\/15\/shred-kelly-14-04-2018-yard-club-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Shred Kelly \u2013 14.04.2018, Yard Club, K\u00f6ln \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-23051\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Shred_Haupt.jpg\" alt=\"Shred_Haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Shred_Haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Shred_Haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Shred_Haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Es ist bekannt, dass Yard Club-Chef Marcus Neu, ein gutes Gesp\u00fcr f\u00fcr aufkommende Acts hat. Wenn er von etwas \u00fcberzeugt ist, dann zieht er eine Sache kompromisslos durch, selbst, wenn er daf\u00fcr einen &#8218;langen Atem&#8216; braucht.<\/p>\n<p>Bestes Beispiel sind The Dead South, die zun\u00e4chst vor 15 Zuschauern, ihre Musik im Club Preis geben mussten, zweieinhalb Jahre sp\u00e4ter\u00a0bei &#8218;der gro\u00dfen Schwester&#8216;, der Kantine, schon 800 Leute\u00a0unterhielten und mittlerweile viele angesagte Locations \u00fcberall auf der Welt f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Ein gleiches Schicksal ereilte bereits zum wiederholten Male die kanadischen Folk Rock-Kollegen Shred Kelly mit ihrem Support Megan Nash, die &#8211; es verstehe, in einer hiesigen Metropole und Studenten-Stadt wie K\u00f6ln, wer will &#8211;\u00a0auch nur eine sehr \u00fcbersichtliche Anzahl an\u00a0Zuschauern mobilisieren konnten.<\/p>\n<p>Dabei ist das doch Musik, die durchaus in geistig\u00a0etwas beschlageneren Kreisen, gern geh\u00f6rt wird. Mittagsschlaf um 21:00 Uhr noch nicht beendet oder was auch immer, f\u00fcr mich pers\u00f6nlich bleibt es, vor allem aufgrund der allseits bekannten, mitrei\u00dfenden Leistungen und sowie der positiven Ausstrahlung der Band, ein absolutes R\u00e4tsel.<\/p>\n<p>Aber von vorne. Noch bitterer war es nat\u00fcrlich f\u00fcr die, aus der kanadischen Walachei (Sasketchawan) stammende Megan Nash, die solo, nur mit Akustikgitarre umhangen, mit ihrem dezent Country-umwehten Singer\/Songwriter-Stoff, gegen eine gr\u00f6\u00dftenteils rumbrabbelnde, sich selbst wichtiger nehmende Audienz, ank\u00e4mpfen musste.<\/p>\n<p>Die stellte\u00a0schwerpunktm\u00e4\u00dfig St\u00fccke aus ihrem aktuellen Album &#8222;Seeker&#8220; vor, wobei\u00a0sie bei mir, mit ihrem\u00a0variablen und ausdrucksstarken Gesang, der wirklich alle Tonlagen von hell, zart bis emotional, rotzig und tief, umfasste, punkten konnte.<\/p>\n<p>Direkt hinterher betraten dann Sage McBride, Tim Newton, Ty West,\u00a0Jordan Vlasschaert und ihr Tour-Drummer, Eddie Annett, die B\u00fchne, um dann auch ihr, von uns reviewtes Neuwerk &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/02\/13\/shred-kelly-archipelago-cd-review\/\">Archipelago<\/a>&#8220; in den Fokus zu r\u00fccken.<\/p>\n<p>Die\u00a0dr\u00fcckten dann auch direkt mit den launigen Openern dieses Albums, aber in umgekehrter Reihenfolge, &#8222;Don&#8217;t Ever Look Back&#8220; und &#8222;Archipelago&#8220;, aufs Folk Rock-Gaspedal, sodass Tim Newton schon fr\u00fchzeitig eine neue Saite f\u00fcr sein,\u00a0w\u00e4hrend des Konzertes stark in Anspruch genommenes Banjo,\u00a0bem\u00fchen musste.<\/p>\n<p>Auch im weiteren Verlauf pr\u00e4sentierten\u00a0die, sich immer wieder im Lead und Backing Gesang abwechselnden und sich erg\u00e4nzenden Sage McBride und Tim Newton, samt ihrer Kollegen, mit dynamischen Tracks wie u. a. &#8222;Stereo&#8220;, &#8222;Jupiter (Any Other Way&#8220;, &#8222;Nova&#8220;, &#8222;Rowed Away&#8220;, &#8222;Sing To The Night&#8220;, &#8222;Cabin Fever&#8220;, &#8222;My Vessel, My Grave&#8220; und &#8222;Didn&#8217;t Know&#8220;, furios abgehende und rhythmisch aufbrausende, keltisch-\u00a0wie Heartland-umwehte Eigenkompositionen, an der Schnittstelle krawalliger\u00a0The Pogues und melodischer,\u00a0sowohl radio- als auch\u00a0stadiontauglicher U2.<\/p>\n<p>Etwas\u00a0Einhalt, aber eher mehr punktuell, gew\u00e4hrten die Kanadier aus British Columbia, bei\u00a0atmosph\u00e4rischen und poppigen Sachen wie &#8222;Way Down&#8220; und\u00a0 &#8222;Going Sideways&#8220;. Zum Ende des Hauptteils fegten sie mit dem w\u00fcst rockenden &#8222;Tornado Alley&#8220; eine regelrechte Folk Rock-Sturm-Schneise\u00a0durch den Yard Club.<\/p>\n<p>Zum Zugabenteil\u00a0lie\u00df sich zun\u00e4chst nur Drummer Annett f\u00fcr ein Solo sehen, danach kam der Rest wieder f\u00fcr\u00a0die beiden Rausschmei\u00dfer &#8222;Die Trying&#8220; und &#8222;New Black&#8220;, bei denen die Anwesenden erneut ordentlich abtanzten, auf die B\u00fchne.<\/p>\n<p>Fazit: Trotz entt\u00e4uschender Kulisse, lie\u00dfen sich Shred Kelly (auch sehr nette und offene Menschen, wie wir vor dem Konzert im Backstage-Berich feststellen durften) nicht frustrieren, und spulten einen furiosen Gig professionell herunter, als wenn der Yard Club aus allen N\u00e4hten geplatzt w\u00e4re. Ach ja, und heute spielen sie wohl wieder vor ausverkauftem Haus im Londoner Kultclub The Garage, in dem schon Gr\u00f6\u00dfen wie u. a. die Red Hot Chili Peppers oder Oasis vorstellig waren. \u00dcbrigens als Support einer der vielen Neuschen Entdeckungen namens The Dead South&#8230;<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nSage McBride (lead and backing vocals, keys, percussion)<br \/>\nTim Newton (lead and backing vocals, banjo, ukulele)<br \/>\nTy West (electric guitar)<br \/>\nJordan Vlasschaert (bass, ukulele, percussion, vocals)<br \/>\nEddie Annett (drums)<\/p>\n<p>Support: Megan Nash (leadvocals, acoustic guitar)<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.shredkelly.com\/\" target=\"_new\">Shred Kelly<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/shredkellymusic\/\" target=\"_new\">Shred Kelly bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.megannash.ca\/\" target=\"_new\">Megan Nash<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/megannashmusic\/\" target=\"_new\">Megan Nash bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/kantine.vom\">Yard Club K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist bekannt, dass Yard Club-Chef Marcus Neu, ein gutes Gesp\u00fcr f\u00fcr aufkommende Acts hat. 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