{"id":22905,"date":"2018-04-14T14:02:17","date_gmt":"2018-04-14T12:02:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=22905"},"modified":"2018-04-14T14:02:17","modified_gmt":"2018-04-14T12:02:17","slug":"elles-bailey-13-04-2018-topos-leverkusen-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/04\/14\/elles-bailey-13-04-2018-topos-leverkusen-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Elles Bailey &#8211; 13.04.2018, topos, Leverkusen &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-22985\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Bailey_haupt.jpg\" alt=\"Bailey_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Bailey_haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Bailey_haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Bailey_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Das sind so die Abende, bei denen einem die langj\u00e4hrige Musikerfahrung, schon im Vorfeld intuitiv suggeriert, mit einem sch\u00f6nen Erlebnis belohnt zu werden. Die aktuelle Deb\u00fct-CD &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/08\/11\/elles-bailey-wildfire-cd-review\/\">Wildfire<\/a>&#8220; von &#8218;Blues Princess&#8216;\u00a0Elles Bailey ist zwar vom Kollegen Michael Segets reviewt worden, aber seiner Zeit nat\u00fcrlich auch bei mir, in erster Linie mittels USB-Stick im Auto, rauf und runter gelaufen.<\/p>\n<p>Musik, wie ich sie einfach sehr gerne mag. Melodisch variabler Blues Rock mit dezentem Southern-Teint, von toller, ausdrucksstarker Stimme und guten Instrumentalisten vorgetragen.\u00a0 Die junge Britin, die aus meiner Sicht schon jetzt keine Vergleiche mit einer <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Beth+Hart\">Beth Hart<\/a> zu scheuen braucht, \u00fcberzeugte demnach mit ihren Mitstreitern Joe Wilkins, Zak Ranyard und Matthew Jones auf ganzer Linie, dass selbst dem\u00a0anwesenden &#8218;Grandseigneur&#8216;\u00a0der Rockmusikhistorie hierzulande, Peter R\u00fcchel, der Spa\u00df am Geschehen, augenscheinlich anzumerken war.<\/p>\n<p>Elles und ihre Burschen stiegen mit &#8222;Let Me Hear You Scream&#8220; in den zweigeteilten Gig ein, ein idealer Song, um die gr\u00f6\u00dftenteils bereits\u00a0durch Biergenuss einge\u00f6lten Stimmen der vertretenden Audienz sofort unterhaltsam mit einzubinden, wie auch auf Betriebstemperatur zu bringen.<\/p>\n<p>Der Southern-umwehte Stampfer &#8222;Same Flame&#8220; (sch\u00f6nes Telecaster-Solo), der Bariton-Gitarre-dominierte Schwofer &#8222;Barrell Of Your Gun&#8220;, die tolle Ballade &#8222;What If I&#8220; (Elles mittlerweile am Piano) und der Barroom-Schwofer &#8222;Believed In You&#8220;, leiteten stimmungsvoll\u00a0 in den Akustik-Part zum Ende des ersten Abschnitts \u00fcber.<\/p>\n<p>Der bestand aus dem\u00a0Heartbreak-Song &#8222;Time&#8217;s A Healer&#8220; (allmaneskes Spiel von Wilkins), dem 70ies-tr\u00e4chtigen &#8222;Waiting Game&#8220;, dem, einer weiblichen Bekanntschaft in Nashville geschuldeten &#8222;Leapers Fork&#8220;\u00a0\u00a0sowie dem John Prine-Klassiker &#8222;Angel From Montgomery&#8220; (mit herrlichem Akustik-Slide). Das begeisterte Publikum im immer wieder urigen und engen topos applaudierte lautstark in die Pause.<\/p>\n<p>Auch Part Zwei b\u00fc\u00dfte nichts in Sachen Intensit\u00e4t und Klasse ein, ganz im Gegenteil, die Stimmung steigerte sich mehr und mehr. Nicht zuletzt auch ein Verdienst der Protagonistin, die mit ihrer kommunikativen sympathischen Art, erheblich zu einem lockeren Ambiente beitrug.<\/p>\n<p>Mit dem\u00a0swampigen &#8222;Medicine Man&#8220; (wieder sch\u00f6n Slide best\u00fcckt), dem atmosph\u00e4risch groovenden &#8222;Devil Comes Knocking&#8220;, &#8222;What&#8217;s The Matter With You?&#8220; (Barroom Blues &#8211; siehe hierzu beigef\u00fcgten <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=w-tPBpHSoss&amp;feature=youtu.be\">Videoclip<\/a>) und dem,\u00a0mit einem Pl\u00e4doyer f\u00fcr Gleichberechtigung und Toleranz vorausgeschickten &#8222;Perfect Storm&#8220; (siehe <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eVQsJ4N0SV0&amp;feature=youtu.be\">Videoclip<\/a>), gelang direkt ein nahtloser \u00dcbergang.<\/p>\n<p>Nach dem, als\u00a0 Blues-Schleicher beginnenden, aber als furiose Uptemponummer endenden &#8222;Big Idea&#8220;, lie\u00df Elles\u00a0das im topos versammelte Wolfsrudel zu &#8222;Howlin&#8216; Wolf&#8220; mitheulen,\u00a0u. a. ein launiges\u00a0 Stimmungshighlight des Abends, um mit dem Stones-m\u00e4\u00dfigen\u00a0&#8222;Shackles Of Love&#8220; die teilweise, unter den beengten Verh\u00e4ltnissen beanspruchten und leidenden K\u00f6rperteile der gr\u00f6\u00dftenteils anwesenden \u00dc-50 Generation aufzulockern und durchzusch\u00fctteln.<\/p>\n<p>Mit dem Janis Joplin gewidmeten, southern-souligen &#8222;&#8220;Girl Who Owned The Blues&#8220; lie\u00df die junge Protagonistin ein weiteres Mal, ihre beeindruckenden\u00a0vokalen\u00a0Qualit\u00e4ten (in allen Tempi und Stimmungen) zum Abschluss des Hauptteils aufblitzen. Grandios auch das famos, im Stile der Allman Brothers\/Marshall Tucker Band gespielte, energiegeladene E-Gitarrensolo von Joe am Ende des Liedes. Klasse!<\/p>\n<p>Dass das Quartett \u00dcberstunden schieben musste, war damit nat\u00fcrlich vorprogrammiert. Die euphorisierten Leute bekamen dann auch mit dem traurigen, sehr emotional, solo am Piano performten &#8222;Light In The Distance&#8220; (f\u00fcr einen verstorbenen Freund, Elles bei der Ansage den Tr\u00e4nen nah), dem southern-psychedelischen Titelst\u00fcck der CD, &#8222;Wildfire&#8220; (Wilkins wieder mit furiosem Slide-Solo auf einer Fender Jaguar) und dem erneut southern-souligen Willie &amp; The Bandits-Cover &#8222;Still Go Marching In&#8220; (wieder mit integrierter Publikums-Mitsing-Interaktion), nochmals einen ausgiebigen Dreier-Pack geboten. An diesem Abend stimmte einfach so gut wie alles.<\/p>\n<p>Nach dem Gig wurde Elles nat\u00fcrlich in Sachen Tontr\u00e4ger-Verk\u00e4ufe und Autogramme belagert. Sie und ihre Mitstreiter hatten dann auch noch die Zeit, sich mit unserem Logo f\u00fcr unsere VIP-Galerie ablichten zu lassen. Insgesamt ein wunderbarer Abend mit einer hochtalentierten, alles gebenden Elles Bailey samt Kollegen, die eigentlich in Zukunft\u00a0 f\u00fcr H\u00f6heres berufen zu sein scheinen. Liebe Major-Labels, bitte Aufwachen&#8230;!<\/p>\n<p>Herzlichen Dank an Klemens K\u00fcbber f\u00fcr die vorbildliche Organisation im Vorfeld!<\/p>\n<p><strong>Line-up:<\/strong><br \/>\nElles Bailey &#8211; lead vocals, piano<br \/>\nJoe Wilkins &#8211; electric guitar, acoustic guitar, vocals<br \/>\nZak Ranyard &#8211; bass<br \/>\nMatthew Jones\u00a0&#8211; drums, percussion, vocals<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<br \/>\nVideos: Klemens K\u00fcbber<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ellesbailey.com\">Elles Bailey<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/ellesbailey\">Elles Bailey bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.jazz-lev.de\">topos Leverkusen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das sind so die Abende, bei denen einem die langj\u00e4hrige Musikerfahrung, schon im Vorfeld intuitiv suggeriert, mit einem sch\u00f6nen Erlebnis belohnt zu werden. 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