{"id":21765,"date":"2018-03-29T11:07:06","date_gmt":"2018-03-29T09:07:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=21765"},"modified":"2018-04-04T16:48:02","modified_gmt":"2018-04-04T14:48:02","slug":"joe-bonamassa-28-03-2018-lanxess-arena-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/03\/29\/joe-bonamassa-28-03-2018-lanxess-arena-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Joe Bonamassa &#8211; 28.03.2018, Lanxess Arena, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-21862\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Bon_haupt.jpg\" alt=\"Bon_haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Bon_haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Bon_haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Bon_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Was ist wohl in den K\u00f6pfen der beeindruckten Besucher beim Verlassen der nicht ganz ausverkauften, aber \u00fcberaus gut gef\u00fcllten K\u00f6lner Lanxess-Arena nach dem gro\u00dfartigen Joe Bonamassa-Konzert umhergeschwirrt, fragte ich mich ganz spontan? Mein erster Gedanke war,\u00a0was der Typ, sofern er noch lebt, der es Mitte der Sechziger Jahre, mit dem Spruch &#8218;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Clapton<\/a> Is God&#8216; in einer U-Bahn-Station im Londoner Stadtteil Islington,\u00a0zu stiller Ber\u00fchmtheit schaffte, wohl nach diesem Erlebnis f\u00fcr die Sinnesorgane, auf den Gem\u00e4uern der Domstadt\u00a0zur\u00fcckgelassen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Aber nach der Reihe: P\u00fcnktlich um 20:00 Uhr gingen die Lichter in der Arena kurz komplett aus und mit der Einspielung eines B.B. King-St\u00fcckes (die Alt-Blues-Experten m\u00f6gen mich teeren und federn, falls es nicht so war),\u00a0 wurden die Weichen f\u00fcr zwei au\u00dferordentlich starke Stunden der hohen zeitgen\u00f6ssischen Blues Rock-Schule gestellt.<\/p>\n<p>Der Protagonist und seine hochkar\u00e4tigen Begleitmusiker (laut O-Ton Bonamassas bei der Vorstellung vor &#8222;Slow Train&#8220; mit die besten dieses Planeten), Michael Rhodes, Reese Wynans, Anton Fig, die Bl\u00e4ser-Sektion mit Lee Thornburg und Paulie Cerra, sowie die beiden agilen Backgrounds\u00e4ngerinnen Jade MacRae und Juanita Tippins, setzten mit &#8222;King Bee Shaketown&#8220; als Opener, &#8222;Evil Mama&#8220; und dem starken &#8222;Just Cause You Can&#8220; zun\u00e4chst auf neueren Stoff.<\/p>\n<p>Hier muss ich direkt den wunderbar transparenten Sound (jeder der Beteiligten war perfekt zu h\u00f6ren) und\u00a0die\u00a0tolle Lighttshow\u00a0in der Halle loben, die eigentlich nur durch ein paar Scheinwerfereffekte und einen, sich im Farbenspiel stetig ver\u00e4ndernden Vorhang hinter der B\u00fchne,\u00a0stilvolle Eleganz verbreitete.<\/p>\n<p>Joe, mittlerweile auch zu einem richtig starken S\u00e4nger herangereift, konzentrierte sein fulminantes Spiel auf insgesamt vier verschiedene Gitarrenmodelle, wobei die Gibson Les Paul den Schwerpunkt des Abends bildete. Nashville-Urgestein Reese Wynans, vor kurzem noch f\u00fcr seine Beteiligung bei Stevie Ray Vaughan in die Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen, pr\u00e4sentierte sprichw\u00f6rtlich die gesamte Klaviatur seines Tastenk\u00f6nnens.<\/p>\n<p>Michael Rhodes wechselte auch oft das Arbeitsger\u00e4t und pumpte routiniert seinen Tieft\u00f6ner-Part, w\u00e4hrend Anton Fig\u00a0 in bew\u00e4hrt guter Manier trommelte. In der Bl\u00e4ser-Gilde hatte diesmal Paulie Cerra gegen\u00fcber Lee Thornburg etwas \u00dcbergewicht. Er hatte deutlich mehr Solo-Pluster-Parts und durfte beim b\u00e4renstarken &#8222;Slow Train&#8220;, ebenso wie zuvor die beiden Background-R\u00f6hren Mac Rae und Tippins, mal die Lead vocals \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Als meine Favoriten des Abends entpuppten sich das balladeske &#8222;How Deep This River Runs&#8220;, das melodische &#8222;Mainline Florida&#8220; (mit sch\u00f6nem Southern Rock-E-Solo) und die komplette Schlussphase mit den Tracks &#8222;Driving Toward The Daylight&#8220;, dem furiosen &#8222;Boogie With Stu&#8220; (Wynans mit HT-Geklimper), das poltrig shuffelnde &#8222;Last Kiss&#8220; und das zur reinen M\u00e4nnersache erkl\u00e4rte, fett rockende &#8222;How Many More Times&#8220; (Joe, Michael, Reese und Anton im Quartett, die S\u00e4ngerinnen und Bl\u00e4ser hatten die B\u00fchne verlassen) zum Abschluss des Hauptteils.<\/p>\n<p>Das kr\u00f6nende\u00a0Finale gab es mit der atmosph\u00e4rischen, unter die Haut gehenden Killerballade &#8222;Sloe Gin&#8220;, bei der Joe nochmals ein majest\u00e4tisches E-Gitarren-Solo auf seiner Paula ablie\u00df. Einfach herrlich! Nach exakt zwei Stunden war dann Schicht.<\/p>\n<p>Um aber nochmal zum Anfang zur\u00fcckzukehren. Da Gernot keine Spr\u00fchdose im Auto hatte, das nass-kalte Sauwetter und die\u00a0wenig aufmerksamkeitstr\u00e4chtige Gegend, in der wir geparkt hatten, nicht dazu animierte, sich ebenfalls in irgendeiner Form zu verewigen, nutze ich f\u00fcr mein Statement lieber bequemer Weise dieses Magazin, da ja vermutlich auch ein paar Leutchen\u00a0den Artikel lesen und gegebenenfalls, verbreiten werden.<\/p>\n<p>Als jemand, der als bekennender Atheist, es nicht so mit dem Allm\u00e4chtigen hat und auch mit Superlativen in Bezug zu Menschen eher sorgsam agiert, halte ich\u00a0nach dieser starken Leistung ein &#8218;Bonamassa Is Good&#8216; f\u00fcr eine, im Sinne der Sache, vielleicht nicht ganz so dick auftragende, aber daf\u00fcr umso &#8218;weltlichere&#8216; W\u00fcrdigung&#8230;<\/p>\n<p>Vielen Dank an Mark Dehler von Netinfect Promotion, der uns dieses tolle Ereignis erm\u00f6glicht hat!<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nJoe Bonamassa (lead vocals, electric guitar)<br \/>\nMichael Rhodes (bass)<br \/>\nReese Wynans (keys)<br \/>\nAnton Fig (drums)<br \/>\nJuanita Tippins (vocals)<br \/>\nJade MacRae (vocals)<br \/>\nLee Thornburg (trumpet)<br \/>\nPaulie Cerra (sax, vocals)<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/jbonamassa.com\/\">Joe Bonamassa<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/JoeBonamassa\">Joe Bonamassa bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.netinfect.de\">Netinfect Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist wohl in den K\u00f6pfen der beeindruckten Besucher beim Verlassen der nicht ganz ausverkauften, aber \u00fcberaus gut gef\u00fcllten K\u00f6lner Lanxess-Arena nach dem gro\u00dfartigen Joe Bonamassa-Konzert umhergeschwirrt, fragte ich mich ganz spontan? 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