{"id":20362,"date":"2018-02-23T06:28:29","date_gmt":"2018-02-23T05:28:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=20362"},"modified":"2018-02-23T07:02:51","modified_gmt":"2018-02-23T06:02:51","slug":"sue-foley-the-ice-queen-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/02\/23\/sue-foley-the-ice-queen-cd-review\/","title":{"rendered":"Sue Foley &#8211; The Ice Queen &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-20364\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Foley_300.jpg\" alt=\"Foley_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Foley_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Foley_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Foley_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Foley_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Die produktive Blues-Musikerin Sue Foley brachte in 20 Jahren 15 Alben heraus. Ungew\u00f6hnlich lange \u2013 n\u00e4mlich sechs Jahre \u2013 lie\u00df sie sich f\u00fcr ihr neues Werk \u201eThe Ice Queen\u201c Zeit. Dies mag damit zusammen h\u00e4ngen, dass sie an einem schriftstellerischen Gro\u00dfprojekt \u00fcber ber\u00fchmte Gitarristinnen arbeitet. In ihrer Karriere stand die Kanadierin mit so unterschiedlichen Musikern wie <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Solomon+Burke\">Solomon Burke<\/a>, BB King, Van Morrison, Tom Petty, George Thorogood, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lucinda+Williams\">Lucinda Williams <\/a>und Johnny Winter auf der B\u00fchne oder im Studio. F\u00fcr ihren aktuellen Longplayer konnte Foley ebenfalls illustre G\u00e4ste gewinnen: Charlie Sexton, Jimmie Vaughan und Billy F. Gibbons.<\/p>\n<p>Charlie Sexton, der Bob Dylan als Bandmitglied begleitet und die Arc Angels mitbegr\u00fcndete, unterst\u00fctzt Sue Foley auf zwei Titeln. Bei dem Opener \u201eCome To Me\u201c steuert Sexton leichte Slide-Passagen ein und wertet mit seinem Gesang den Chorus des Midtempo-Tracks auf. Die Stimmen von Sexton und Foley erzeugen einen prima Flow. Auch bei \u201e81\u201c ist Sexton beteiligt. Sein Harmoniegesang f\u00e4llt hier allerdings dezent aus. Der Titel gl\u00e4nzt durch die Gitarrenarbeit in Kombination mit der Orgel von Mike Flanigin. Foleys Gesang transportiert zudem ein kraftvolles Blues-Feeling, sodass der Song zu meine Favoriten unter den langsameren St\u00fccken avanciert.<\/p>\n<p>Die herausragende Nummer der Scheibe ist jedoch \u201eThe Lucky Ones\u201c, die zu Recht als Single vorab ausgekoppelt wurde. Der Rhythmus erinnert an \u201eThe Wanderer\u201c von Dion. Sue Foley und Jimmy Vaughan singen entspannt einen dialogisch angelegten Text. Die gemeinsamen Textpassagen sind angenehm harmonisch und versetzen in die Bl\u00fctezeit des Rock &#8217;n Roll der 50er oder fr\u00fchen 60er zur\u00fcck. Im gleichen Stil und Tempo ist der einzige nicht von Foley geschriebene Titel \u201eSend Me To The &#8218;Lectric Chair\u201c gehalten.<\/p>\n<p>Staubtrocken und gelassen klingt die unverkennbare Stimme von Billy Gibbons auf \u201eFools Gold\u201c. Sie steht in einem sch\u00f6nen Kontrast zu Foleys klarem Gesang. Ein Orgel- und ein l\u00e4ngeres Gitarrensolo setzen sich vor den gleichm\u00e4\u00dfigen Midtempo-Rhythmus, sodass keine Monotonie aufkommt.<\/p>\n<p>Foley ist nicht auf die Prominenz angewiesen. Die Zusammenarbeit mit den G\u00e4sten zahlt sich allerdings bei den Songs aus und bereichert die \u00e4u\u00dferst abwechslungsreiche CD. Foley gibt Einblicke in unterschiedliche Facetten ihres k\u00fcnstlerischen Schaffens als Gitarristin und S\u00e4ngerin. Diese reichen von der knackigen Uptempo-Nummer \u201eRun\u201c \u00fcber verschiedene Interpretationen des Blues bis zum Folk.<\/p>\n<p>Auf den St\u00fccken \u201eThe Ice Queen\u201c und \u201eDeath Of A Dream\u201c wird Foley lediglich von Upright Bass und Schlagzeug begleitet. Bei dem Titelst\u00fcck zelebriert sie mit ausgedehnten Gitarrensoli den Blues. Auf dem anderen Song zupft sie die Saiten sanft und der Besen wischt dezent \u00fcber die Drums. Vor dem inneren Auge erscheint eine kleine Bar, in dem die Musik den abendlichen Drink untermalt. Eher f\u00fcr die gr\u00f6\u00dferen Clubs sind \u201eGaslight\u201c und \u201eIf I Have Forsaken You\u201c aufgrund der umfangreichen Band geeignet.<\/p>\n<p>Der Soul des ersten Titels mit Orgeltupfern und Saxophon-Einlage erinnert an The Commitments. Die zweite Nummer hat einen breiten Soundteppich, der vor allem durch die Orgel und die f\u00fcnf Mitglieder der Texas Horns erzeugt wird. Foley gibt ihrer Stimme hier einen weichen Klang, der sehr gut zu der getragenen Grundstimmung passt. Am Ende des Longplayers finden sich zwei Solobeitr\u00e4ge von Foley. Bei \u201eThe Dance\u201c experimentiert sie mit Flamenco-Kl\u00e4ngen. \u201eCannonball Blues\u201c \u00fcberrascht als eing\u00e4ngiger Folksong.<\/p>\n<p>\u201eThe Ice Queen\u201c bietet einen sorgf\u00e4ltig arrangierten Querschnitt durch die Spielarten des Blues. Vielleicht schwebte Foley eine Hommage an die Klassiker dieser Musikrichtung vor, denn viele Elemente klingen vertraut, ohne dass die Vorbilder lediglich kopiert werden. Eingefleischte Blues-Fans werden vermutlich ihre Freude am Entdecken der vielf\u00e4ltigen Bez\u00fcge haben. F\u00fcr mich f\u00e4llt das Album im letzten Viertel bei den reduziert instrumentalisierten St\u00fccken etwas ab. Die anderen Songs und besonders die Duette mit den m\u00e4nnlichen Gesangspartnern lohnen aber auf alle F\u00e4lle.<\/p>\n<p><strong>Dixiefrog Records\/H\u2019art (2018)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil: Blues (Rock)<\/strong><\/p>\n<p>01. Come To Me (feat. Charlie Sexton)<br \/>\n02. 81<br \/>\n03. Run<br \/>\n04. The Ice Queen<br \/>\n05. The Lucky Ones (feat. Jimmie Vaughan)<br \/>\n06. Gaslight<br \/>\n07. Fool&#8217;s Gold (feat. Billy F. Gibbons)<br \/>\n08. If I Have Forsaken You<br \/>\n09. Send Me To The &#8218;Lectric Chair<br \/>\n10. Death Of A Dream<br \/>\n11. The Dance<br \/>\n12. Cannonball Blues<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/suefoley.com\/\">Sue Foley<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/suefoleyofficial\/\">Sue Foley bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hart.de\">H\u2019ART Musik-Vertrieb GmbH<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Die produktive Blues-Musikerin Sue Foley brachte in 20 Jahren 15 Alben heraus. Ungew\u00f6hnlich lange \u2013 n\u00e4mlich sechs Jahre \u2013 lie\u00df sie sich f\u00fcr ihr neues Werk \u201eThe Ice Queen\u201c Zeit. Dies mag damit zusammen h\u00e4ngen, dass sie an einem schriftstellerischen Gro\u00dfprojekt \u00fcber ber\u00fchmte Gitarristinnen arbeitet. 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