{"id":19811,"date":"2018-01-20T19:57:14","date_gmt":"2018-01-20T18:57:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=19811"},"modified":"2018-01-20T20:08:01","modified_gmt":"2018-01-20T19:08:01","slug":"hotnnasty-19-01-2018-kulturrampe-krefeld-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/01\/20\/hotnnasty-19-01-2018-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Hot&#8217;n&#8217;Nasty, 19.01.2018, Kulturrampe, Krefeld &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19817\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Hot_Haupt.jpg\" alt=\"Hot_Haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Hot_Haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Hot_Haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Hot_Haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Hot&#8217;n&#8217;Nasty bewiesen mit ihrem Auftritt in der sehr gut gef\u00fcllten Kulturrampe, dass es auch hervorragende deutsche Blues-Rock-Bands gibt. Die in den 90er Jahren im Pott gegr\u00fcndete Band hat in den folgenden Jahren auch durch den Tod des 2014 zu fr\u00fch verstorbenen S\u00e4ngers Patrick Pfau mehrere Umbesetzungen erfahren, sodass von den Gr\u00fcndungsmitgliedern nur noch Gitarrist Malte Triebsch auf der B\u00fchne steht,\u00a0der sowohl in der Rhythmusarbeit, wie auch in den Soli unverkennbar das musikalische Gesicht der Band ist. Auf der B\u00fchne selbst, steht aber der charismatische S\u00e4nger Robert Collins im Vordergrund und brilliert mit facettenreichen Gesangsparts und\u00a0humorvoller Moderation durch die Show, die\u00a0somit\u00a0 das Publikum von Beginn an mitnahm.<\/p>\n<p>Die ostdeutsche Rythmusfraktion um Drummer Dominique Ehlert und Jacob M\u00fcller, beides studierte Musiker aus Leipzig, tragen erheblich zu einem kompakten und klar definierten Sound bei. Die B\u00fchnenpr\u00e4senz der beiden k\u00f6nnte aber kaum unterschiedlicher sein. M\u00fcller, bearbeitete seinen Bass meist scheinbar in sich gekehrt, mit geschlossenen Augen (mir fiel \u00fcbrigens ein sch\u00f6ner Aufkleber am Bass auf, mit dem M\u00fcller auch ein politisches Statement zur Unpartei in Deutschland abgab, die wenig mit Integration und Gleichberechtigung verbindet).\u00a0\u00a0Seine Qualit\u00e4ten zeigte er auch in einem ausladenden Solo bei der Vorstellung der Band.<\/p>\n<p>Ehlert dagegen suchte immer wieder Blickkontakt mit den Zuschauern, zog dabei die eine oder andere Grimasse zog und bearbeitet die Drums von gef\u00fchlvoll ruhig, bis zu brachial, dass\u00a0man mit seinen Augen den Sticks kaum noch folgen konnten. Beide bewiesen, warum sie in anderen Projekten\u00a0auch als Studiomusiker gern gesehen G\u00e4ste sind. Kompliment an dieser Stelle auch wieder an Malte Menzer, der es wieder schaffte, einen sehr guten Sound und stimmungsvolles Licht in die Rampe zu bringen.<\/p>\n<p>Ziemlich p\u00fcnktlich gegen 21:00 Uhr betraten die vier Musiker die B\u00fchne und begannen mit \u201eDamned To Ride\u201c vom 2012 Longplayer \u201eBoost\u201c, gefolgt von \u201eHard Working Band\u201c vom 2005 ver\u00f6ffentlichten Album \u201eElectified\u201c.\u00a0 Vor \u201eShe Talks\u201c verk\u00fcndete Robert Collins, dass mit \u201eDirt\u201c ein neues Album\u00a0am Start ist, welches auch im Mittelpunkt des weit \u00fcber zwei Stunden dauernden zweigeteilten Acts stand.<\/p>\n<p>Besonders hervorzuheben aus dem ersten Set sind das ein klein wenig an \u201eLittle Wing\u201c (in der Version\u00a0an Derek And The Dominos erinnernd, Collins&#8216; Stimme einem Joe Cocker gleichend) und das stampfende \u201eIt&#8217;s Only Money\u201c mit, wie in fast jedem Song, einem ausladenden Solo von Triebsch. Sp\u00e4testens ab diesem Song hatte Hot&#8217;n&#8217;Nasty die Rampe im Griff und sorgte f\u00fcr zum Teil fast exstatische Tanzeinlagen im Publikum.<\/p>\n<p>Das Ende des Sets bildete mit \u201eOut Of The bBue (Hell To Pay)\u201c eine klassische starke Bluesnumer mit virtuosen Gitarrenspiel,\u00a0bei der die Lautst\u00e4rke bis zu einem Minimum gedrosselt wurde und die Zuschauer in\u00a0den Bann zog. Hier gab es aber leider auch den einzigen negativen Aspekt des Abend, in dem Pille Peelings, der Betreiber der Rampe kompromisslos St\u00e4rke zeigte. Leider wurde diese Passage von lauten Flaschen\u00f6ffnen und Unterhaltungen einiger weniger Zuschauer gest\u00f6rt, was in meinen Augen respektlos gegen\u00fcber den K\u00fcnstlern und auch den anderen Zuschauern ist, da diese Stille im Spiel Bestandteil der Performance war. Hoffentlich nehmen die Betroffenen es Pille nicht \u00fcbel, dass er sie bat zu gehen und sie nach Reflektion des Abends beim n\u00e4chsten Mal wieder, aber diesmal aber nicht st\u00f6rend dabei sind.<\/p>\n<p>Nach einer etwa 20-min\u00fctigen Pause ging es dann weiter und die Zuschauer konnten bei Triebsch und Collins neue T-Shirts bewundern. Triebsch nun mit psychedelischen Hendrix-T-Shirt, nachdem er zuvor das ZOJO-Shirt von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Led+Zeppelin\">Led Zeppelin<\/a> trug,\u00a0womit er\u00a0seine musikalischen Wurzeln zeigte.\u00a0 Collins mit trug ein Einhorn-Shirt. Triebsch berichtete, dass Collins eine Unmenge komischer Shirts habe, die er uns vielleicht noch pr\u00e4sentieren wird, was\u00a0f\u00fcr Gel\u00e4chter im Publikum sorgte. Collins roch unter seinen Achseln und konterte humorvoll,\u00a0 dass es noch nicht n\u00f6tig sei. Der noch rockigere und jammende zweite Teil der Show nahm jetzt Fahrt auf.<\/p>\n<p>Einer der H\u00f6hepunkte war mit Sicherheit die Vorstellung der Band, in der jeder der Musiker \u00fcber Minuten in ausladenden Soli sein musikalisches K\u00f6nnen beweisen konnte, wobei sich\u00a0 insbesondere die Rythmusfraktion in den Vordergrund spielte. M\u00fcller zeigte, dass der Bass auch als Soloinstrument nutzbar ist und Ehlert bewies, dass H\u00e4nde schneller sind als Augen. Wie sagt man auf Neudeutsch so sch\u00f6n: \u201eGro\u00dfes Kino\u201c! Collins\u00a0\u00fcberras chte bei \u201eCan&#8217;t Get Your Love\u201c, dass er auch Stimmlagen\u00a0einer Donna Summer beherrscht und setzte kurz zu \u201eFeel Yor Love?\u201c an.<\/p>\n<p>Mit \u201eGoing Down\u201c, einem starken Cover von Don Nix ging\u00a0Part 2 zu Ende, was nat\u00fcrlich enthusiastische Zugabeforderungen zur Folge hatte. Die Vier brachten noch ein Medley alter Klassiker aus Blues, Rock und Hardrock, wobei sie \u201eLa Grange\u201c (Collins mit starkem Harp-Intro), \u201eWhole Lotta Rosie\u201c und \u201eRadar Love\u201c gekonnt, aber mit eigenen Nuancen miteinander verkn\u00fcpften, um wieder bei \u201eLa Grange\u201c endend, das \u00fcber zwei Stunden dauernde Konzert abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Fazit:\u00a0Ein starker Auftritt von Hot&#8217;n&#8217;Nasty in der Kulturrampe, der bewiesen hat, dass die\u00a0Zukunft des Quartetts mit Sicherheit noch einiges erwarten l\u00e4sst. Die Band schaffte es fast alle Bandbreiten des Blues in die Show zu integrieren und sorgte somit\u00a0 in einem langen Auftritt f\u00fcr einen kurzweiligen Abend, der nur zufriedene Besucher zur\u00fccklie\u00df, wenn man die Stimmung w\u00e4hrend und nach dem Konzert als Bewertungsfaktor sieht.<\/p>\n<p>Vielen Dank auch noch einmal an Pille und sein Team, f\u00fcr die, wie immer, unproblematische Akkreditierung und den herzlichen Empfang.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nRobert Collins (lead vocals, harp)<br \/>\nMalte Triebs (guitars)<br \/>\nJacob M\u00fcller (bass)<br \/>\nDominique Ehlert (drums)<\/p>\n<p>Text und Bilder:\u00a0Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/http:\/\/www.hot-n-nasty.de\/\">Hot&#8217;N&#8217;Nasty<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/Hot-n-Nasty-217624674973959\/\">Hot&#8217;N&#8217;Nasty bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kulturrampe.de\">Kulturrampe Krefeld<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hot&#8217;n&#8217;Nasty bewiesen mit ihrem Auftritt in der sehr gut gef\u00fcllten Kulturrampe, dass es auch hervorragende deutsche Blues-Rock-Bands gibt. 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