{"id":19794,"date":"2018-01-20T11:53:12","date_gmt":"2018-01-20T10:53:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=19794"},"modified":"2018-01-20T11:53:12","modified_gmt":"2018-01-20T10:53:12","slug":"gregg-allman-southern-blood-deluxe-edition-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/01\/20\/gregg-allman-southern-blood-deluxe-edition-cd-review\/","title":{"rendered":"Gregg Allman &#8211; Southern Blood (Deluxe Edition) &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-19796\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allman_300.jpg\" alt=\"Allman_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allman_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allman_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allman_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allman_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Ich muss ja schon sagen, dass es mich unheimlich gefuchst hat, dass wir Gregg Allmans letztes Werk \u201eSouthern Blood\u201c nicht zum Besprechen erhalten haben. Gerne h\u00e4tte ich zum aktuellen Zeitpunkt noch ein paar w\u00fcrdigende Worte \u00fcber ihn verfasst, zumal sich vorher in unserem, noch jungen Online-Medium keine Gelegenheit ergab, mal eine Rezension \u00fcber ihn zu verfassen. Und was ist schon ein echtes Southern Rock-Magazin ohne ein solch musikalisches Schwergewicht im K\u00fcnstlerindex?<\/p>\n<p>Nun gut, wenn auch etwas versp\u00e4tet, ist sein finales Album &#8222;Southern Blood&#8220; doch auf Umwegen in meinem CD-Player gelandet. Aber von vorne. Gregg Allman ist nat\u00fcrlich ein Musiker und charismatischer Frontmann, der meinen musikalischen Weg seit fr\u00fchster Jugend, mehr als nachhaltig begleitet hat. So war beispielsweise die Allman Brothers-LP \u201eBrothers &amp; Sisters\u201c mein allererster, mit eigenem Geld gekaufter Tontr\u00e4ger. Viele weitere im Dunstkreis der Allmans folgten im Verlaufe der Zeit.<\/p>\n<p>Am\u00fcsant war damals\u00a0seine Kurzehe mit Cher, ich meine mich an ein Zitat von ihr zu erinnern: \u201eF\u00fcr Gregg Allman sind Frauen nur f\u00fcr zwei Dinge gut: Die Betten zu machen, um sich anschlie\u00dfend wieder reinzulegen\u2026\u201c. Toll fand ich damals ihren gemeinsamen Song \u201eCan You Fool\u201c.<\/p>\n<p>Live habe ich seine charismatische Ausstrahlung zweimal im Rahmen der Allman Brothers Band bewundern k\u00f6nnen. Einmal in der damals 1980 ausverkauften K\u00f6lner Sporthalle und sp\u00e4ter 1991 noch mal im E-Werk, ebenfalls in der Domstadt.<\/p>\n<p>Aus seinen Solophasen befinden sich auch diverse Tontr\u00e4ger in meinem Besitz. Seine letzte in den Fame Studios in Muscle Shoals aufgenommene Ver\u00f6ffentlichung nun, mit dem plakativen Titel \u201eSouthern Blood\u201c, wenn auch \u00fcberwiegend mit Covernummern best\u00fcckt, bildet trotzdem einen w\u00fcrdigen und runden Abschluss seines beachtlichen Lebenswerkes.<\/p>\n<p>Vermutlich war es f\u00fcr alle Involvierten keine einfache Sache, diese Songs im Angesicht des Todes und der damit verbundenen k\u00f6rperlichen Konstitution dieses Ausnahmemusikers, \u00fcberhaupt zustande zu bringen. Ich gehe von einer unheimlich psychischen Belastung aus, zumal die Lieder teilweise auch textlich zur bedr\u00fcckenden Situation passen.<\/p>\n<p>Gar nicht wissen m\u00f6chte man, wie es Gregg pers\u00f6nlich innerlich dabei ging, es hei\u00dft, dass er\u00a0oft nur wenige Stunden im Studio pr\u00e4sent sein konnte und teilweise immer wieder unterbrochen werden musste. Alles in Allem hat Produzent Don Was am Ende ein einf\u00fchlsames Ganzes hinbekommen, das in Deluxe-Version noch um zwei Live-Tracks erweitert ist.<\/p>\n<p>Im Gro\u00dfen und Ganzen wurden hier Greggs musikalische Vorlieben in seiner Karriere weitestgehend umrissen. Die bis auf ganz wenige Ausnahmen meist balladesk gehaltenen Songs beinhalten, naturgem\u00e4\u00df bluesige Southern Rock- und Country-Einfl\u00fcsse. Was vielleicht neu anmutet, ist die hier relativ omnipr\u00e4sente Einbindung einer Bl\u00e4serfraktion in jedes St\u00fcck, als auch die gospeligen Harmonieges\u00e4nge\u00a0(verk\u00f6rpert durch die McCrary Sisters) und somit ein verst\u00e4rktes souliges Flair. Auch die Percussion-Unterst\u00fctzung und viele Steel-Gitarren-Einlagen verbindet man jetzt nicht unbedingt mit seinem Namen.<\/p>\n<p>G\u00e4nsehaut bekommt man sofort beim Opener \u201eMy Only True Friend\u201c, eine der beiden neuen Kompositionen auf dieser Scheibe, die Gregg mit seinem Gitarristen und musikalischen Direktor Scott Sharrad kreiert hat. Sharrad hat im Text quasi den schon lange verstorbenen Bruder Duane zu Gregg sprechen lassen. Toller Einstieg in das Album!<\/p>\n<p>Ein weiterer bewegender Moment ist f\u00fcr mich ist \u201eI Love The Life I Live\u201c, weil er das southern bluesige Terrain beschreitet, auf dem sich Gregg am pudelwohlsten f\u00fchlte und wohl auch sein Lebensmotto wiederspiegelt. Beim H\u00f6ren sp\u00fcrt man, wie sich der Protagonist hier mit letzten Kr\u00e4ften, nochmals vokal so richtig reinh\u00e4ngt. Am Ende beim von Jackson Browne geschriebenen und unterst\u00fctzten\u00a0 \u201eSong For Adam\u201c (mit (Harmonieges\u00e4ngen), merkt und f\u00fchlt man ebenfalls f\u00f6rmlich am eigenen Leibe, dass hier der Kampf eines gro\u00dfen K\u00fcnstlers\u00a0zu Ende ging.<\/p>\n<p>Mit Gregg Allman verliert die Southern Rock-Gemeinde eine weitere und mit eine ihrer letzten wahren Ikonen. Auch wenn er zeitlebens kein Engel war (&#8222;I&#8217;m No Angel&#8220;) verabschiedet er sich mit \u201eSouthern Blood\u201c w\u00fcrdevoll in den Southern Rock And Roll Heaven und befindet sich jetzt hoffentlich wieder im illustren Kreise von Duane und seiner Br\u00fcder im Geiste wie Butch Trucks, Ronnie Van Zant, Toy Caldwell, Hughie Thomasson und Co. Mach et jut, Midnight Rider!<\/p>\n<p><strong>Concord Records (2017)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Southern Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. My Only True Friend<br \/>\n02. Once I Was<br \/>\n03. Going Going Gone<br \/>\n04. Black Muddy River<br \/>\n05. Love The Life I Live<br \/>\n06. Willin&#8216;<br \/>\n07. Blind Bats And Swamp Rats<br \/>\n08. Out Of Left Field<br \/>\n09. Love Like Kerosene<br \/>\n10. Song For Adam (feat. Jackson Browne)<br \/>\n11. Love The Life I Live (Live)<br \/>\n12. Love Like Kerosene (Live)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/www.GreggAllman.com\">Gregg Allman<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/greggallman\">Gregg Allman bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich muss ja schon sagen, dass es mich unheimlich gefuchst hat, dass wir Gregg Allmans letztes Werk \u201eSouthern Blood\u201c nicht zum Besprechen erhalten haben. 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