{"id":18766,"date":"2017-11-18T10:13:04","date_gmt":"2017-11-18T09:13:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=18766"},"modified":"2017-11-18T10:13:04","modified_gmt":"2017-11-18T09:13:04","slug":"the-sideshow-tragedy-the-view-from-nowhere-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/11\/18\/the-sideshow-tragedy-the-view-from-nowhere-cd-review\/","title":{"rendered":"The Sideshow Tragedy \u2013 The View From Nowhere \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-18769\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SST_300.jpg\" alt=\"SST_300\" width=\"313\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SST_300.jpg 313w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/SST_300-300x288.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 313px) 100vw, 313px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>In Austin bl\u00fcht eine lebendige Musikszene, in der das Independent-Duo The Sideshow Tragedy ihre musikalische Heimat hat. F\u00fcr die Aufnahmen zu \u201eThe View From Nowhere\u201c ging die Band allerdings in das New Yorker Old Souls Studio. Dort produzierte Kenny Siegal das neue Album. Er erweitert das Klangspektrum der Band durch den Einsatz von mehreren Tasteninstrumenten, wie der Hammond B3-Orgel. Dennoch steht auf der neuen Ver\u00f6ffentlichung weiterhin die Resonator Guitar von Nathan Singleton und das Schlagzeug von Jeremy Harrell im Vordergrund.<\/p>\n<p>Nach dem Deb\u00fct im Jahr 2010 entschlossen sich Singleton und Harrell, The Sideshow Tragedy zu zweit weiterzuf\u00fchren und haben seitdem zwei CDs ver\u00f6ffentlicht. Die Konzentration auf das Zusammenspiel von Gitarren und Schlagzeug in Verbindung mit dem Gesang von Singleton f\u00fchrt zu einem erdigen und schn\u00f6rkellosen Sound, der das Duo kennzeichnet.<\/p>\n<p>Die elf Tracks der CD bewegen sich zwischen Blues und Rock. Da ich eher dem Rock zugeneigt bin, ist \u201eNobody\u201c der herausragende Song der Scheibe, zu dem es im Netz ein gutes narratives Video gibt. Cooler Gesang und eing\u00e4ngiger Refrain garantieren, dass er auf die n\u00e4chste Zusammenstellung f\u00fcr meine Autofahrten kommt. Zum Thema Auto passt auch das scheppernde \u201eGasoline\u201c. Bei der kratzigen Rock &#8217;n Roll-Nummer, die sich bereits auf dem Album \u201ePersona\u201c findet, dr\u00fcckt die Band das Gaspedal richtig durch. \u201ePiston Blues\u201c ist ebenfalls ein knackiger Rocksong. Harrell bearbeitet seine Drums \u00fcber die knapp drei Minuten mit merkbar viel Spielfreude.<\/p>\n<p>Mehrere St\u00fccke sind durch langsame, fast schon gesprochene Gesangsparts gepr\u00e4gt, so der Opener \u201eLost Time\u201c, \u201eAfraid To Fall\u201c, \u201eLong Time Coming\u201c oder \u201eFor Your Love\u201c. Der Wechsel von Gesang und Gitarreneinsatz ist f\u00fcr das Duo typisch. F\u00fcr sich genommen entwickeln die Werke durchaus einen Reiz, insgesamt erscheint der Aufbau der Songs aber sehr \u00e4hnlich, sodass sie untereinander wenig unterscheidbar bleiben. Das dem Album den Titel gebende \u201eThe View From Nowhere\u201c hebt sich allerdings ab. In der Blues-angehauchten Ballade singt Singleton mehr als er spricht und wird dabei nur von einem etwas ausgedehnteren Gitarrensolo unterbrochen.<\/p>\n<p>Ebenfalls bemerkenswert ist \u201eTrust\u201c, das leichte Funk-Einfl\u00fcsse aufweist und mit mehrstimmigem Gesang sehr harmonisch wirkt. Es geh\u00f6rt sicherlich zu den Highlights der Scheibe. Weniger eing\u00e4ngig ist \u201eTime To Taste\u201c. Hier gehen die Funk-Anleihen schon in Richtung Jazz. Der Jam mit Saxophon-Sprengseln von Ben Senterfit ist nicht mein Fall. Mit \u201eThe Bet\u201c, dem zweiten Bonus-Track von dem \u00e4lteren Longplayer \u201ePersona\u201c, legen die Jungs zum Abschluss einen Blues mit gelungener Gitarrenarbeit und passendem Gesang hin.<\/p>\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, erscheint das Songwriting nicht au\u00dferordentlich komplex und die St\u00fccke sind oft gleichartig aufgebaut. Die Gradlinigkeit vieler Tracks macht andererseits auch deren St\u00e4rke aus und sorgt daf\u00fcr, dass der Wiedererkennungswert von The Sideshow Tragedy gegeben ist. Nathan Singleton setzt bei der \u00fcberwiegenden Anzahl der Songs auf einen fast gesprochenen Gesang, der zwar interessant, aber auf Dauer wenig abwechslungsreich ist. Wer auf Sprechgesang steht, ist bei der Band also richtig. Dort, wo Singleton etwas mehr Varianz in seinen Gesang bringt, gewinnen nach meiner Ansicht auch die Songs. Vor allem die schnelleren Nummern auf dem Longplayer \u201eThe View From Nowhere\u201c k\u00f6nnen daher \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p><strong>Dixie Frog\/H&#8217;Art (2017)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Indie Blues-Roots-Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Lost Time<br \/>\n02. Piston Blues<br \/>\n03. Trust<br \/>\n04. Nobody<br \/>\n05. Time To Taste<br \/>\n06. Afraid To Fall<br \/>\n07. Long Time Coming<br \/>\n08. For Your Love<br \/>\n09. The View From Nowhere<br \/>\n10. Gasoline<br \/>\n11. The Bet<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.monkeyjunkband.com\">MonkeyJunk<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monkeyjunkband\/\">MonkeyJunk bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hart.de\">H\u2019ART Musik-Vertrieb GmbH<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets In Austin bl\u00fcht eine lebendige Musikszene, in der das Independent-Duo The Sideshow Tragedy ihre musikalische Heimat hat. 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