{"id":18163,"date":"2017-10-30T09:38:45","date_gmt":"2017-10-30T08:38:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=18163"},"modified":"2020-01-07T18:50:04","modified_gmt":"2020-01-07T17:50:04","slug":"scott-miller-ladies-auxiliary-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/10\/30\/scott-miller-ladies-auxiliary-cd-review\/","title":{"rendered":"Scott Miller &#8211; Ladies Auxiliary &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-18164\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/miller_scott_300_.jpg\" alt=\"miller_scott_300_\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/miller_scott_300_.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/miller_scott_300_-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/miller_scott_300_-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/miller_scott_300_-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><strong>Review: Michael Segets<\/strong><\/p>\n<p>Als S\u00e4nger der V-Roys trat Scott Miller das erste Mal in Erscheinung. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Steve+Earle+%26+The+Dukes\">Steve Earle <\/a>hatte die Roots-Rocker 1996 auf seinem Label unter Vertrag genommen und mit ihnen gemeinsam die EP \u201eJohnny Too Bad\u201d eingespielt. Nachdem sich die Truppe am Ende des Jahrhunderts nach zwei Studio-Alben und einer Live-Ver\u00f6ffentlichung aufl\u00f6ste, startete Miller eine Solo-Karriere, bis 2007 noch mit seiner Begleitband The Commonwealth. Musikalisch entwickelte er sich vom Roots Rock in Richtung Americana und Alternative Country. Nach vier Jahren Funkstille bringt Miller nun sein zehntes Solo-Projekt \u201eLadies Auxiliary\u201c raus. Mit dem Titel verbeugt er sich vor der Produzentin Anne McCue sowie den Musikerinnen, die ihn auf der Platte unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Das Werk startet mit dem sanften Liebeslied \u201eEpic Love\u201c. Nach akustischem Anfang und Zwischenpassagen, erzeugt der Einsatz des Basses und sp\u00e4ter der des Schlagzeugs tolle Spannungsb\u00f6gen. Nach dem schon sehr gelungen Einstieg legt \u201eThe River&#8217;s Yours\/This Valley&#8217;s Mine\u201c an Intensit\u00e4t noch eine Schippe drauf. Der erdige Sound der akustischen Gitarre in Verbindung mit der wimmernden Geige von Rayna Gellert und Millers ausdrucksstarker Gesang versetzen unmittelbar auf die Rinderfarmen des mittleren Westens.<\/p>\n<p>Dazu passt \u201eTen Miles Down The Nine Mile Road\u201c, das einen leichten Country-Rhythmus aufnimmt und mit Banjo, dezenter Percussion und weiblicher Begleitstimme untermalt ist. Wenn die genannten Songs bereits viel Gef\u00fchl transportieren, bildet \u201eSomeday\/Sometime\u201c doch den am tiefsten bewegenden Beitrag auf der CD. Ganz im Americana-Stil gehalten, mit weiblichen Harmonieges\u00e4ngen im Refrain und wiederum sehr sch\u00f6nen Geigen, verarbeitet der Songwriter den Selbstmord einer Mutter. Der Text ist aus der Sicht des hinterbliebenen Vaters, der zu seinem Kind spricht, verfasst. Wenn harte M\u00e4nner \u00fcberhaupt eine G\u00e4nsehaut bekommen k\u00f6nnen, dann bei dem Song.<\/p>\n<p>Zwischen die getragenen Tracks sind zwei leichtere St\u00fccke eingeflochten. \u201eJackie With An Eye\u201c swingt dank der Bassl\u00e4ufe von Bryn Davies und das Cover \u201eMother-In-Law\u201c scheppert mit Barroom-Piano und lustigem Text \u00fcber eine eher unappetitliche Schwiegermutter.<\/p>\n<p>Das autobiographisch gepr\u00e4gte \u201eMiddle Man\u201c ist eine Americana-Nummer mit viel Slide, die nicht im Ged\u00e4chtnis bleibt und damit durch den Titel gut charakterisiert wird. Miller erinnert hier zeitweise an Bob Dylan. Deutlicher wird der Bezug noch bei \u201eLos Siento, Spanishburg, WVa\u201c. Nicht nur die politische Aussage des Songs, sondern auch der schnelle \u2013 fast schon gesprochene \u2013 textlastige Gesang l\u00e4sst den Vergleich mit dem Altmeister zu.<\/p>\n<p>Das zweite Cover, die irisch angehauchte Ballade \u201eBody And Soul\u201c, wurde urspr\u00fcnglich von Bill Monroe gesungen. Mit \u201eGet Along Everybody\u201c folgt der beschwingte Abschluss, der wiederrum mit einem augenzwinkernden Text versehen ist.<\/p>\n<p>Die Kompositionen sind abwechslungsreich, wobei sich die Arrangements auf die Qualit\u00e4t des Songwriters konzentrieren. Miller zeigt sich auf \u201eLadies Auxiliary\u201c textlich auf hohem Niveau. Das Album bietet hervorragende Americana-Balladen und mit \u201eMother-In-Law\u201c ein Party-taugliches Trinklied. Daher einen Toast auf Scott Miller und seine Damen!<\/p>\n<p><strong>F.a.Y. Recordings (2017)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Americana<\/strong><\/p>\n<p>01. Epic Love<br \/>\n02. This River&#8217;s Yours<br \/>\n03. Jacki with An Eye<br \/>\n04. Someday Sometime<br \/>\n05. Mother-In-Law<br \/>\n06. Ten Miles Down the Nine Mile Road<br \/>\n07. Middle Man<br \/>\n08. Lo Siento, Spanishburg, Wva<br \/>\n09. With Body and Soul<br \/>\n10. Get Along, Everybody<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.TheScottMiller.com\">Scott Miller<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/The-Scott-Miller-60234716341\/\">Scott Miller bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Als S\u00e4nger der V-Roys trat Scott Miller das erste Mal in Erscheinung. Steve Earle hatte die Roots-Rocker 1996 auf seinem Label unter Vertrag genommen und mit ihnen gemeinsam die EP \u201eJohnny Too Bad\u201d eingespielt. 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