{"id":14474,"date":"2017-05-21T12:38:29","date_gmt":"2017-05-21T10:38:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=14474"},"modified":"2017-05-21T12:54:58","modified_gmt":"2017-05-21T10:54:58","slug":"luke-gasser-mercy-on-me-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/05\/21\/luke-gasser-mercy-on-me-cd-review\/","title":{"rendered":"Luke Gasser &#8211; Mercy On Me &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Gasser_Mercy.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14869\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Gasser_Mercy.jpg\" alt=\"Gasser_Mercy\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Gasser_Mercy.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Gasser_Mercy-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Gasser_Mercy-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Gasser_Mercy-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Review: J\u00f6rg Schneider<\/p>\n<p>Seit l\u00e4ngerem d\u00fcrfte inzwischen bekannt sein, dass die Eidgenossen nicht nur langsam, sondern musikalisch auch richtig rockig und poppig k\u00f6nnen. Anfang der 80&#8217;er Jahre des letzten Jahrhunderts hat es die schweizerische Hardrock Band Krokus mit ihren Anleihen bei AC\/DC vorgemacht und 10 Jahre sp\u00e4ter ein Breakdancer und Musiker namens Peter Ren\u00e9 Baumann, besser bekannt als DJ BoBo.<\/p>\n<p>Auch dieser Luke Gasser aus K\u00e4giswil im Kanton Obwalden ist ein echtes Multitalent. Er ist nicht nur Rockmusiker, sondern auch gelernter Bildhauer, Autor und Filmemacher, dessen Filme bereits an \u00fcber 30 internationalen Festivals zu sehen waren. Als Musiker ist er gemeinsam mit der deutschen Rockr\u00f6hre Doro Pesch aufgetreten und war schon mit Bob Geldof, Status Quo, The Spencer Davis Group und Nazareth, die er selbst, wahrscheinlich um die Seelenverwandtschaft mit der Band zum Ausdruck zu bringen, als Waffenbr\u00fcder bezeichnet, unterwegs. Seit 2013 hat Gasser nahezu regelm\u00e4\u00dfig ein neues (englischsprachiges) Album pro Jahr ver\u00f6ffentlicht. Jetzt Ende Mai 2017 kommt also seine vierte\u00a0CD &#8222;Mercy On Me&#8220; auf den Markt, welche laut seinem Label LuckyBob Records sein bisher kraftvollstes Werk sein soll.<\/p>\n<p>Stilistisch passt das Album an sich gar nicht in die vom Sounds-of-South-Magazin bevorzugte Musikrichtung des Southern Rock. Die Tracks des Albums erinnern teilweise eher an vergangene Punk-Zeiten, sie klingen \u00fcberwiegend laut und anarchisch, nicht zuletzt wegen Gassers einpr\u00e4gsamer, rauer Stimme. In diese Richtung passen auch die wortgewaltigen Songtexte, die Ereignisse aus Gesellschaft, Politik und pers\u00f6nlichen Lebensbereichen kritisch, aber nicht moralisierend aufgreifen.<\/p>\n<p>Dazu rocken und grooven Lukas Gasser und seine Mitstreiter Zach Prather (Bass) und Rudolf &#8218;Relli&#8216; Halter (Drums) was das Zeug h\u00e4lt. Bei fast allen Tracks des Albums handelt es sich um geradlinige und schn\u00f6rkellose, und wie gesagt teilweise auch punkige, gitarrengetriebene Rocksongs, die unmittelbar ins Blut bzw. die Beine gehen. Ob der geballten Energie, die die St\u00fccke ausstrahlen, d\u00fcrfte sich aber auch der eine oder andere Southern Rock Fan, zumindest teilweise, von der Scheibe angesprochen f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Gleich der erste Song des Albums, das wilde &#8222;Stellar Queen&#8220;, bei dem sich Gasser als Verst\u00e4rkung Frontmann Mark Fox von Shakra ins Boot geholt hatte, geht mit einem sch\u00f6nen Gitarrenintro so richtig ab und besitzt einen hohen Mitgr\u00f6lfaktor. Rotzig und durch Background vocals unterst\u00fctzt geht&#8217;s auch mit den n\u00e4chsten beiden St\u00fccken &#8222;Mercy On Me&#8220; und &#8222;Cross My Heart&#8220; weiter, immer getrieben von Gassers vorherrschender Leadgitarre. Erst das etwas\u00a0gem\u00e4\u00dfigtere &#8222;Twinge Of Sadness&#8220; l\u00e4sst den H\u00f6rer etwas zur Ruhe kommen und verschnaufen.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Ruby MD nimmt die CD dann wieder geh\u00f6rig an Fahrt auf, um von dem ruhigen und balladesken &#8222;Rooster On A Prowl&#8220;, einem St\u00fcck \u00fcber die diffusen \u00c4ngste und die Unzufriedenheit in der heutigen Gesellschaft, abgel\u00f6st zu werden. Sch\u00f6n an diesem Song ist u. a., dass Gassers raue Stimme hier besser zur Geltung kommt und nicht durch laute Gitarrenriffs \u00fcberlagert wird. Stilistisch \u00e4hnlich geht&#8217;s anschlie\u00dfend nahezu \u00fcbergangslos mit &#8222;Winter Rest&#8220; weiter.<\/p>\n<p>&#8222;Hey Hey Hey&#8220; \u00fcberzeugt durch ein leicht southernm\u00e4ssig angehauchtes Slide-Intro, um letztendlich in einem zornigen Song \u00fcber die Schleimer dieser Welt zu enden. Zwei Love-Songs in der Gasser-typischen Art, also etwas ruppig und rau und gar nicht romantisch, sondern eher verzweifelt, sind &#8222;Strive&#8220; und &#8222;Throw A Light&#8220;, wobei letzterer Song im Gitarrenspiel durchaus bluesig r\u00fcberkommt. Punkiger und w\u00fctender wird&#8217;s dann zum Abschluss wieder mit &#8222;Smash To Smithers&#8220; und dem letzten Song des Albums &#8222;Modesty&#8220;.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fans harter, treibender Gitarrenriffs mit punkigen Einfl\u00fcssen ist &#8222;Mercy On Me&#8220; auf jeden Fall ein Kauftipp, die Liebhaber anderer Stilrichtungen werden sich sicherlich auch an einzelnen Songs erfreuen k\u00f6nnen, wahrscheinlich aber nicht am Komplettgenuss des Albums. Die Tracks sind eben recht \u00e4hnlich angelegt oder positiv ausgedr\u00fcckt, jeder der Songs besitzt stellvertretend f\u00fcr das gesamte Album einen hohen Wiedererkennungswert.<\/p>\n<p><strong>Lucky Bob Records (2017)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Stellar Queen<br \/>\n02. Cross My Heart (And Hope To Die)<br \/>\n03. Mercy On Me<br \/>\n04. Twinge Of Sadness<br \/>\n05. Ruby, MD<br \/>\n06. Rooster On a Prowl<br \/>\n07. Winter Rest<br \/>\n08. Hey Hey Hey (Pussyfooter)<br \/>\n09. Strive (I225)<br \/>\n10. Throw A Light<br \/>\n11. Smash To Smither<br \/>\n12. Modesty<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lukegasser.ch\/\">Luke Gasser<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/lukegasser.public\/\">Luke Gasser bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/http:\/\/www.brooke-lynn-promotion.de\/\">Brooke Lynn Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: J\u00f6rg Schneider Seit l\u00e4ngerem d\u00fcrfte inzwischen bekannt sein, dass die Eidgenossen nicht nur langsam, sondern musikalisch auch richtig rockig und poppig k\u00f6nnen. 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