{"id":1375,"date":"2015-12-14T07:16:00","date_gmt":"2015-12-14T06:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1375"},"modified":"2020-07-08T19:35:06","modified_gmt":"2020-07-08T17:35:06","slug":"don-johnson-heartbeat-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/don-johnson-heartbeat-cd-review\/","title":{"rendered":"Don Johnson &#8211; Heartbeat &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Don.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wir schreiben das Jahr 1986. Don Johnson alias Sonny Crockett und Philip Michael Thomas als Rico Tubbs befinden sich im Steilflug, eine der beliebtesten US-Krimserien der Achtziger Jahre zu werden. Bis dato kannte meine Generation meist nur knochig-kauzige Ermittler wie Kojak, Columbo, Rockford und Cannon. Lediglich mit <i>Tom Selleck<\/i> in der Serie Magnum war eine etwas saloppere Gangart in den TV-Krimi-Alltag eingezogen. DNA-Analyse und sonstiger forensischer Kram samt technischem Equipment als Hilfsmittel zur Beweiserbringung oder Kl\u00e4rung von Verbrechen waren noch ein Buch mit sieben Siegeln. Im Gro\u00dfen und Ganzen waren auch bei diesen beiden ungest\u00fcmen jungen Herren traditionelle und konventionelle Polizeimethoden noch angesagt.<\/p>\n<p>Es war auch die Zeit, als die Compact Disc so langsam begann, sich f\u00fcr die Schallplatte als eine ernsthafte Konkurrenz zu entwickeln. Musikalisch hatte der Synthesizer als mittragendes Element Einzug in die Rock- und Popmusik erhalten. F\u00fcr viele ist bis heute die \u00c4ra der Achtziger somit immer noch eine der schlimmsten Epochen der Musikgeschichte. Die ebenfalls aufkommenden Vermarktungsstrategen hatten erkannt, dass man mit popul\u00e4ren Schauspielern auch auf musikalischer Ebene, sofern sie ein wenig Talent mit sich brachten, durchaus Profite erwirtschaften kann.<\/p>\n<p>Don Johnson, der das T-Shirt unter dem Armani-Sakko salonf\u00e4hig machte, war f\u00fcr diese Zeit ein idealer Typ, smart, gut aussehend und seine Stimme erwies sich zwar nicht als die eines \u00dcbers\u00e4ngers, hatte aber doch so was wie eine gewisse Unverkennbarkeit. Dazu gelang ihm, samt des federf\u00fchrenden Major-Labels, Epic Records f\u00fcr sein Deb\u00fct eine illustre Schar an Musikern Bonnie Raitt, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Willie+Nelson\">Willie Nelson<\/a><\/span>, Stevie Ray Vaughan, Ron Wood, Dickey Betts,etc.) mit ins Boot zu holen. Auch die Songauswahl mit St\u00fccken von Gastschreibern wie u. a. Tom Petty und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bob+Seger\">Bob Seger<\/a><\/span> liest sich nicht so schlecht. Somit kann man auch aus heutiger Sicht seine erste Platte &#8222;Heartbeat\u201c, die es immerhin in die Top-20 der Billboard-Album-Charts brachte, als durchaus f\u00fcr die damalige Zeit gelungen bezeichnen.<\/p>\n<p>Der melodische Titelsong mit seiner markanten Refrainzeile wurde mit Platz 5 in den US-Single-Charts und auch internationaler Pr\u00e4senz zugleich sein erfolgreichstes Lied, der wohl st\u00e4rkste Song des Werkes &#8222;Heartache Away\u201c (klasse Backs von Bonnie Raitt, E-Solo Stevie Ray Vaughan) und die atmosph\u00e4risch unterk\u00fchlte, Saxophon-best\u00fcckte Ballade &#8222;Voice On A Hotline\u201c landeten irgendwo im Nirvana der Musikerhebungen.<\/p>\n<p>Weitere markante Tracks sind der ebenfalls balladeske Petty-Song &#8222;Lost In Your Eyes (erneut mit netten Raitt-Harmonies), der wie einige andere Songs auch, mit Phil-Collins-In\u2013The-Air-Tonight-Ged\u00e4chtnis Drumpoltern (performt durch Curly Smith) durchzogen ist. Stark auch die Gastpr\u00e4senz beim von Bob Seger-kreierten, dezent Country-infizierten Heuler &#8222;Star Tonight\u201c von Willie Nelson (klasse hier sein Akustikgitarrensolo).<\/p>\n<p>Bei den zwei St\u00fccken &#8222;Love Roulette\u201c und der Piano-getr\u00e4nkten Ballade &#8222;Can\u2019t Take Your Memory\u201c (mit dem sp\u00e4teren Nashville-Studiomusiker Charlie Judge an den Tasten) ist Johnson kompositorisch involviert. Dass er hier durchaus Talente besitzt, zeigen weitere Lieder aus dem Allman Brothers-Dunstkreis. So ist er f\u00fcr deren &#8222;Blind Love\u201c und &#8222;Can\u2019t Take Me With You\u201c und das sch\u00f6ne &#8222;Bougainvillea\u201c von Dickey Betts &amp; Great Southern mitverantwortlich. Bei der starken Uptemponummer &#8222;Love Roulette\u201c gibt es mit Stevie Ray Vaughan (E-Solo), Dickey Betts (Rhythmus-E-Gitarre) und Ron Wood (Akustikgitarre) den Aufmarsch von gleich drei Schwergewichten der Saitenkunst.<\/p>\n<p>Don Johnsons Deb\u00fctalbum &#8222;Heartbeat\u201c kannte zu besagter Zeit vermutlich nur freudenstrahlende Gesichter. Eine typische \u201aWin-Win-Situation\u2018. Der smarte Frauentyp (\u00fcbrigens gleich zweimal mit Melanie Griffith verheiratet und wieder geschieden) konnte sich neben seiner auf dem Zenit befindlichen Schauspieler\u00e4ra noch auf musikalischem Terrain als zweitem Standbein profilieren, das Major-Label Epic Records wurde f\u00fcr seine relativ risikoarme Investition werbetechnisch wie finanziell ordentlich belohnt und selbst die stattliche Anzahl der zumeist prominenten Gastmusiker und Songwriter konnte sich vermutlich auch noch ein paar Dollars auf die Tasche packen.<\/p>\n<p><strong>Epic Records (1986)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Rock \/ Pop<\/strong><\/p>\n<p>01. Heartbeat<br \/>\n02. Voice On A Hotline<br \/>\n03. The Last Sound Love Makes<br \/>\n04. Lost In Your Eyes<br \/>\n05. Coco Don\u2019t<br \/>\n06. Heartache Away<br \/>\n07. Love Roulette<br \/>\n08. Star Tonight<br \/>\n09. Gotta Get Away<br \/>\n10. Can\u2019t Take Your Memory<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/DonJohnsonFanPage\">Don Johnson Fan Page bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir schreiben das Jahr 1986. Don Johnson alias Sonny Crockett und Philip Michael Thomas als Rico Tubbs befinden sich im Steilflug, eine der beliebtesten US-Krimserien der Achtziger Jahre zu werden. Bis dato kannte meine Generation meist nur knochig-kauzige Ermittler wie Kojak, Columbo, Rockford und Cannon. 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