{"id":13714,"date":"2017-04-04T18:46:44","date_gmt":"2017-04-04T16:46:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=13714"},"modified":"2017-04-04T19:09:12","modified_gmt":"2017-04-04T17:09:12","slug":"krissy-matthews-live-at-freak-valley-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/04\/04\/krissy-matthews-live-at-freak-valley-cd-review\/","title":{"rendered":"Krissy Matthews &#8211; Live At Freak Valley &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Matthews_Freak_300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-13721\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Matthews_Freak_300.jpg\" alt=\"Matthews_Freak_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Matthews_Freak_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Matthews_Freak_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Matthews_Freak_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Matthews_Freak_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bereits 2013 hatte ich das Vergn\u00fcgen, den damals noch 21-j\u00e4hrigen Krissy Matthews in der Kulturrampe, einem kleinen aber feinen Klub in Krefeld, live zu erleben. Zu der Zeit zupfte noch sein Vater Keith den Bass und Chris Sharley bearbeitete das Schlagzeug. Der Gig war damals schon ziemlich gut, aber leider hatte ich den Jungen danach etwas aus den Augen verloren. Und nun fast vier Jahre und ein Studioalbum sp\u00e4ter, legt er jetzt endlich seine lang erwartete erste Live-CD vor. Aufgenommen wurde der Gig im Sommer letzten Jahres auf dem seit 2012 j\u00e4hrlich stattfindenden 3-t\u00e4gigen Freak Valley Festival in der N\u00e4he von Siegen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist bei solchen Festivals die Dauer der Auftritte der einzelnen Bands immer sehr begrenzt, insbesondere wenn sich in den knapp drei Tagen insgesamt 28 Bands pr\u00e4sentieren m\u00f6chten. Von daher beinhaltet Krissy Matthews knapp einst\u00fcndiger Auftritt leider nur acht Songs. Um den Silberling trotzdem voll zubekommen, sind aber noch drei Bonustracks drauf, die im Fr\u00fchjahr 2016 in einer von Matthews Lieblings-Locations, dem &#8218;Gerd&#8217;s Juke Joint&#8216; in Joldelund (Norddeutschland) live mitgeschnitten wurden. Und er legt Wert darauf, dass die Aufzeichnung, im Gegensatz zu vielen anderen Konzertmitschnitten, nicht nachvertont wurde und das Konzert samt\u00a0seiner Atmosph\u00e4re deshalb unverf\u00e4lscht wiedergeben werden.<\/p>\n<p>Leise T\u00f6ne schl\u00e4gt der britische Bluesrocker mit norwegischen Wurzeln auf seiner Live-CD gewiss nicht an. Die Songs kommen alle in h\u00e4rterer Gangart daher und besitzen vielfach Headbanger-Qualit\u00e4ten. Matthews Gitarrenspiel ist wahnsinnig schnell und gereicht dem, als schnellsten Gitarristen der Welt bejubelten Alvin Lee, durchaus zur Ehre. Dennoch, in seinen St\u00fccken wechseln sich die wilden, flirrenden Gitarreneinlagen immer wieder mit ruhigeren oder einfach nur pulsierenden Passagen ab. Die Songs wirken daher nie nur laut oder abgedreht, der Sound ist kraftvoll und frech, Matthews Stimme immer klar und deutlich.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr, dass die CD nicht nachverfolgt wurde, bietet sie einen tollen Sound. Matthews ist Vollblutmusiker mit einer ungeheuren B\u00fchnenpr\u00e4senz, der sein Publikum schnell in den Bann zieht. Leider kommt dies auf der CD nicht so gut raus, weil das Konzert nahe liegender Weise hinsichtlich einer optimalen Wiedergabe abgemischt und die\u00a0Stimmung im Publikum von daher etwas zur\u00fcckhaltend aufgezeichnet wurde. Schade an sich, weil ja gerade dieser Aspekt einen Gro\u00dfteil dazu beitr\u00e4gt, die Live-Atmosph\u00e4re eines Konzertes einzufangen.<\/p>\n<p>Fast alle Songs des Konzertes stammen von Matthews letzten beiden Alben, so auch der Opener &#8222;Feeling For The Blues&#8220; vom 2011er Album &#8222;Hit The Rock&#8220;, ein Fetzer mit s\u00e4genden und schnellen, quirligen Gitarrenriffs, der am Ende ganz unmerklich in das kraftvolle, qu\u00e4kende und sehr rhythmische &#8222;I&#8217;ve Been Searching&#8220; \u00fcbergeht, um anschlie\u00dfend von dem nicht minder rhythmischen &#8222;All Night Long&#8220;, welches sch\u00f6ne Tempi- und Rhythmuswechsel aufweist, abgel\u00f6st zu werden.<\/p>\n<p>Gro\u00dfartig ist auch Matthews kraftvolle Interpretation von &#8222;Searching The Desert For The Blues&#8220; (mit sehr sch\u00f6nem, filigranen Gitarrenspiel im Mittelteil), ein Song des bereits 1959 verstorbenen und weniger bekannten Blind Willie McTell, dessen Markenzeichen es war, ausschlie\u00dflich 12-saitige Gitarren zu spielen. &#8222;The Soul Will Never Die&#8220; ist eine Hommage an B. B. King, den Matthews einige Jahre zuvor kennengelernt hatte. Das St\u00fcck zeichnet sich durch ein leicht bizarres, spaciges Intro mit etwas verhalltem Gesang aus, welches sich als wiederkehrendes Motiv durch den weiteren Verlauf des St\u00fcckes zieht, zwischendurch angereichert mit Matthews wilden, quirligen Gitarrenkl\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Das letzte St\u00fcck des Sets ist dann die bekannte Hendrix-Komposition &#8222;Freedom&#8220;. Zu dem Song ist an sich nicht viel zu sagen, au\u00dfer, dass er in der vorliegenden Version wesentlich brachialer klingt als das Original. Ob&#8217;s besser oder schlechter ist, mag jeder f\u00fcr sich selbst entscheiden; es ist wie immer in der Musik, eine Frage der pers\u00f6nlichen Vorlieben.<\/p>\n<p>Die drei Bonus Tracks aus &#8218;Gerd&#8217;s Jukebox Joint&#8216; stammen ebenfalls vom bereits erw\u00e4hnten 2011er Werk\u00a0bzw. vom 2015er Album &#8222;Scenes From A Moving Window&#8220;, hier aber mit Keyboardunterst\u00fctzung, wobei das fr\u00f6hliche &#8222;Roadsick Blues&#8220; einen einen teils etwas folkigen, teils boogieartigen Touch erh\u00e4lt. Dieser Track und das folgende zun\u00e4chst relaxte, spacig-psychedelische &#8222;Bubbles And The Seven Phones&#8220; stellen, zusammen mit &#8222;The Soul Will Never Die&#8220;, aus Sicht des Rezensenten die herausragenden Songs dieses Albums dar.<\/p>\n<p>Mit seinem Auftritt auf dem Freak Valley Festival hat Krissy Matthews erneut\u00a0seine Klasse als Gitarrist und Performer unter Beweis gestellt. Von diesem begnadeten, jungen Musiker wird in Zukunft bestimmt noch viel zu h\u00f6ren sein.<\/p>\n<p><strong>Line-Up:<\/strong><br \/>\nKrissy Matthews &#8211; Guitar, Vocals<br \/>\nSam Weston &#8211; Bass, Vocals<br \/>\nMax Maxwell &#8211; Drums<br \/>\nColin Henney &#8211; Keyboard (Tracks 9, 10, 11)<br \/>\nKristel Morrison &#8211; Backing Vocals (Tracks 10, 11)<\/p>\n<p>Review: J\u00f6rg Schneider<\/p>\n<p><strong>Proper Records (2017)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Feeling For The Blues<br \/>\n02. I&#8217;ve Been Searching<br \/>\n03. All Night Long<br \/>\n04. Searching The Desert For The Blues<br \/>\n05. Language By Injection<br \/>\n06. The Soul Will Never Die<br \/>\n07. Bad Boy<br \/>\n08. Freedom<\/p>\n<p><strong>Bonus Tracks:<\/strong><br \/>\n09. Hit The Rock<br \/>\n10. Roadsick Blues<br \/>\n11. Bubbles And The Seven Phones<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.krissymatthews.com\">Krissy Matthews<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/krissymatthewsband\">Krissy Matthews bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.hart.de\">H\u2019ART Musik-Vertrieb GmbH<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits 2013 hatte ich das Vergn\u00fcgen, den damals noch 21-j\u00e4hrigen Krissy Matthews in der Kulturrampe, einem kleinen aber feinen Klub in Krefeld, live zu erleben. Zu der Zeit zupfte noch sein Vater Keith den Bass und Chris Sharley bearbeitete das Schlagzeug. 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