{"id":12074,"date":"2017-01-15T16:37:50","date_gmt":"2017-01-15T15:37:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=12074"},"modified":"2017-01-15T19:59:52","modified_gmt":"2017-01-15T18:59:52","slug":"wishbone-ash-14-01-2017-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/01\/15\/wishbone-ash-14-01-2017-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Wishbone Ash &#8211; 14.01.2017, Musiktheater Piano, Dortmund &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Wisbone-Haupt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12087\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Wisbone-Haupt.jpg\" alt=\"Wisbone Haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Wisbone-Haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Wisbone-Haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Wisbone-Haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das f\u00e4ngt ja richtig gut an! Zu unserem ersten, im SoS beleuchteten Konzert im Jahr 2017 machten Gernot und ich uns in das von uns beiden sehr gesch\u00e4tzte, wundersch\u00f6ne, Jugendstil-verzierte Dortmunder Musiktheater Piano auf und erlebten zu dieser fr\u00fchen Zeit, direkt einen potentiellen Anw\u00e4rter auf den Gig des Jahres. Um es also vorwegzunehmen, es war ein klasse Abend!<\/p>\n<p>Mit Wishbone Ash verbindet sich bei mir ein sehr hoher Sentimentalit\u00e4tsfaktor, die Band war 1980 mein allererstes, richtiges gro\u00dfes Konzert-Event im noch zarten Alter von 17 Jahren, als sie damals mit einer Support-Truppe namens Headboys im Rahmen ihrer aktuellen &#8222;Just Testing&#8220;-LP in der D\u00fcsseldorfer Philipshalle (heute ja in Mitsubishi Electric Halle umfirmiert) gastierten.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit hatte ich sie nochmals in Hamburg in der Gro\u00dfen Freiheit Nr. 36 und in der Stadthalle meiner Heimatstadt Rheinberg gesehen, was aber auch schon wieder fast eine Ewigkeit her ist, somit war unser gestriger Besuch in Dortmund, der insgesamt vierte Gig.<\/p>\n<p>Von der damaligen Besetzung ist heute nur noch Andy\u00a0Powell, dementsprechend auch als unbestrittener Leader, \u00fcbrig geblieben, der mittlerweile mit Bob Skeat,\u00a0Muddy Manninen und\u00a0Joe Crabtree eine gut harmonierende Mischung aus Erfahren\u00a0und Jung \u00a0f\u00fcr die britische Kultband gefunden hat.<\/p>\n<p>Ach ja, im Vorprogramm spielte diesmal ein gewisser Steve Hill. Der hochtalentierte Kanadier war der \u00a0lebende Beweis, dass M\u00e4nner durchaus\u00a0Multitasking-f\u00e4hig sein k\u00f6nnen. Ok, zugegebener Ma\u00dfen reicht es bei den meisten Exemplaren unserer Gattung h\u00f6chstens dazu, zwei bis maximal drei h\u00fcbschen Frauen gleichzeitig hinterherzupfeifen, aber der Bursche war schon ein Muster an praktizierender Vielf\u00e4ltigkeit.<\/p>\n<p>Der bluesrockte f\u00fcr eine gute halbe Stunde im Alleingang mit Gesang, Gitarre, Fu\u00dftrommel, und noch einem lustigen Aufsatz aus einem Gummiball mit darin befindlichem St\u00f6ckchen (sah fast aus wie eine Pinnocchio-Nase) am Kopf seiner Gitarre, den er parallel zur Saitenarbeit, auch noch auf\u00a0die seitlich von ihm h\u00f6her positionierten Drumbecken schlug. \u00a0Eine Mundharmonika kam sporadisch auch noch mit dazu. Also der Mann hat aus einer, in ihm wogen zu scheinenden Hyperaktivit\u00e4t, eine Tugend gemacht und therapiert sich mit einer multiplen Art, solo zu performen und \u00a0bekam daf\u00fcr auch zum Teil staunenden und anerkennenden Beifall des Publikums. Ein echter musikalischer Zappelphilipp also.<\/p>\n<p>Apropos Publikum. Das Piano war an diesem Abend rappelvoll, die Stimmung angesichts der starken Leistungen der Akteure demnach auch pr\u00e4chtig. Wishbone Ash stiegen um 20:30 Uhr mit dem Southern-angehauchten\u00a0Instrumentalst\u00fcck &#8222;Bona Fide&#8220;, ein um sich direkt im Twin-Bereich, dem gro\u00dfen Markenzeichen des Quartetts, warmzuspielen.<\/p>\n<p>Es folgte das satt rockende &#8222;Eyes Wide Open&#8220;, bei dem sich Muddy Manninen mit starken Wah-Wah-Einlagen auf seiner Les Paul bereits als belebendes Element erwies. Er brachte insgesamt auch viel Blues- und Southern Rock-Flair in das Programm und erwies sich\u00a0bei den Double Lead-Passagen als kongenialer Partner zu Chef Powell (nat\u00fcrlich haupts\u00e4chlich wieder auf seiner Flying V Gibsons spielend). Der wiederum f\u00fchrte seine Mannen bestimmend, aber auch sympathisch durch die Vorstellung, ein echter Charismatiker.<\/p>\n<p>Und so ging&#8217;s \u00fcber Tracks wie &#8222;You See Red&#8220;, &#8222;Front Page News&#8220;, einem weiteren Instrumental &#8222;The Spirit Flies Free&#8220;, zu einem ersten Zwischen-Highlight, als der Vierer mit &#8222;The King Will Come&#8220; und &#8222;Throw Down The Sword&#8220; in seine\u00a0epische und religi\u00f6se Hochphase von einst eintauchte und dann noch das texanisch eingef\u00e4rbte, southern rockige St\u00fcck &#8222;Rock&#8217;N&#8217;Roll Widow&#8220; nachlegte.<\/p>\n<p>\u00dcber &#8222;Take It Back&#8220;, dem wieder s\u00fcdstaatlich anmutenden Ohrwurm &#8222;Way Down South&#8220; (nat\u00fcrlich wieder mit Double Leads, mit eines meiner\u00a0Lieblingssst\u00fccke dieses Gigs), bei dem Powells E-Gitarre am Ende f\u00f6rmlich mitzusingen schien, &#8222;In Crisis&#8220;, das megastark gespielte &#8222;Open Road&#8220; (was f\u00fcr ein E-Gitarrenfeuer!) und dem <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a>-\u00e4hnelnden, satt rockenden &#8222;Deep Blues&#8220; (Manninen mit surrendem Slide auf einer Epiphone-E-Gitarre), m\u00fcndete es in die Zielgerade.<\/p>\n<p>Auf dieser\u00a0wurde es mit dem vom 71er Album &#8222;Pilgrimage&#8220; stammenden &#8222;Jail Bait&#8220; und &#8222;Blowin&#8216; Free&#8220; aus ihrem mit Kultstatus bedachtem Werk &#8222;Argus&#8220;, zum Ende des frenetisch bejubelten Hauptteils, nochmal richtig historisch.<\/p>\n<p>Da konnte die f\u00e4llige Zugabe dann nur noch &#8222;Phoenix&#8220; lauten und die gab es auch in einer gewohnt furios und filigran, mit Tempo- und Atmosph\u00e4renwechseln verschachtelten, tollen Version dargeboten. Andy\u00a0widmete \u00fcbrigens dieses knapp 15 Minuten w\u00e4hrende WA-Paradelied, den vom Krieg gebeutelten Menschen im syrischen Aleppo.<\/p>\n<p>Insgesamt eine tolle Mischung aus altbekannten und mir auch neuen Nummern, die einen richtig in den Bann zogen. Der heute mittlerweile 66-j\u00e4hrige Andy\u00a0Powell hat im Gegensatz zu vielen, sich nur noch mehr schlecht als recht selbst covernden Traditionsacts (z. B. Stones, ZZ Top, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a>), einen richtig guten guten Weg gefunden, diese seit \u00fcber 40 Jahren agierende\u00a0Band in W\u00fcrde altern zu lassen. Im Klartext, der Vierer hat noch genug Feuer unterm Hintern und musikalische Klasse, um noch durchaus ein paar J\u00e4hrchen weiter zu machen. Ein gro\u00dfartiger Abend, Wishbone Ash! Danke, wie immer, an Jenny Dore, f\u00fcr die unkomplizierte Akkreditierung.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nAndy Powell (lead vocals, lead guitar)<br \/>\nMuddy Manninen (lead guitars, vocals)<br \/>\nBob Skeat (bass, vocals)<br \/>\nJoe Crabtree (drums)<\/p>\n<p>Bilder:\u00a0Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wishboneash.com\">Wishbone Ash<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/wishbone.ash.official\">Wishbone Ash bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.musiktheater-piano.de\">Musiktheater Piano<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/3dog-entertainment.com\">3Dog Entertainment<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das f\u00e4ngt ja richtig gut an! 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