{"id":1124,"date":"2015-12-14T07:52:00","date_gmt":"2015-12-14T06:52:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1124"},"modified":"2020-07-08T17:01:19","modified_gmt":"2020-07-08T15:01:19","slug":"j-j-cale-in-session-at-the-paradise-studios-los-angeles-dvd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/j-j-cale-in-session-at-the-paradise-studios-los-angeles-dvd-review\/","title":{"rendered":"J.J. Cale &#8211; In Session At The Paradise Studios, Los Angeles &#8211; DVD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Cale.jpg\" \/><\/p>\n<p>J.J. Cale geh\u00f6rt nach wie vor zu meinen Top Five-Interpreten aller Zeiten. Ich habe von ihm auch so gut wie alle Scheiben die bisher auf den Markt gekommen sind, zum Teil sogar doppelt auf Vinyl und CD. Nicht von ungef\u00e4hr hat er Stars wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Eric Clapton<\/a><\/span>, Mark Knopfler und auch Ronnie Van Zant von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a><\/span> beeinflusst, seine Songs werden bis zum heutigen Tag immer noch gerne gecovert.<\/p>\n<p>Bekam man noch neulich feuchte Augen, als auf Bayern 3 im Fernsehen \u00fcber den kauzigen Musiker aus Tulsa, Oklahoma ein herrliches Portrait ausgestrahlt wurde, so geht es einem genauso, wenn man sich jetzt die historischen Aufnahmen aus den Paradise Studios in Los Angeles von 1979 ansieht. Ich bin eigentlich nie ein Fan von alten Kamellen gewesen, aber in diesem Fall wird selbst mir klar, dass manche Musiker, wie halt J.J. Cale, in der Lage sind, zeitlose Kompositionen zu kreieren.<\/p>\n<p>Der Gig wirkt zwar etwas eigenartig, es sieht bald so aus, als wenn sich ein paar Musik-Studenten mit ihren Profs zu einer WG-Einweihungspartie getroffen h\u00e4tten, sich die zur Verf\u00fcgung stehenden Instrumente geschnappt haben, und dann mal einfach loslegten. Cale sieht aus wie aus dem Mittagsschlaf gerissen, vom Sofa gezerrt, seine dichten, grauen Haare (man k\u00f6nnte meinen, Ako-Pads w\u00fcchsen aus seiner Kopfhaut) stehen zu Berge. Ihm gegen\u00fcber Leon Russell, eine Mischung aus Methusalem und einem Alm-\u00d6di, der John in Sachen Coolness, Introvertiertheit und nat\u00fcrlich musikalischer Brillanz Paroli bietet. Der Rest der ebenfalls exzellenten Mitmusiker (Christine Lakeland, Larry Bell, Marty Grebb, Nick Rather, Bill Boatman oder Jimmy Karstein) bewegte sich schon l\u00e4nger im Dauer-Dunstkreis der beiden Hauptprotagonisten, somit ist auch das \u00e4u\u00dferst homogene Wirken bei den Songs keine \u00dcberraschung.<\/p>\n<p>Zu meiner Freude steht meine absolutes Lieblingswerk von J.J. Cale, &#8222;5&#8220; (neben der &#8222;Shades&#8220;, die aber erst vier Jahre sp\u00e4ter auf den Markt kam), im Fokus des Geschehens. Kein anderer schaffte es je besser, den von ihm quasi erfundenen Laidback-Stil (manchmal fast am Rande zur Lethargie wie bei &#8222;Sensitive Kind&#8220; oder &#8222;Crazy Mama&#8220;) mit einer ungemeinen Spielfreude so perfekt zu vereinen. Cale brummelt seine Texte fast gelangweilt ins Mikro, pr\u00e4sentiert seine Gitarren-Fingerfertigkeit fernab jeder Theatralik, verfolgt aber \u00e4u\u00dferst aufmerksam die spieltechnischen Leistungen seiner Mitmusiker, ganz selten huscht mal ein verschmitztes L\u00e4cheln \u00fcber seine herben Gesichtz\u00fcge in Richtung seines charismatischen Konter-Parts, Leon Russell.<\/p>\n<p>Vorz\u00fcglich immer wieder der satte Rhythmus-Teppich, der die Grundlage f\u00fcr seine filigranen Soli bildet, wie auch f\u00fcr die st\u00e4ndig eingeflochtenen Organ- und Piano-Duelle der Herren Russell und Bell. Selbst bei recht flott instrumentierten Boogie-St\u00fccken (da gibt es sogar recht viele wie &#8222;T-Bone Shuffle&#8220;, &#8222;Hands Off Her&#8220;, &#8222;Goin&#8216; Down&#8220; oder &#8222;Roll On&#8220;), l\u00e4sst Cale sich nicht aus der Ruhe bringen. Sahneh\u00e4ubchen des Gigs ist aber die furiose Fassung seines Paradesongs &#8222;After Midnight&#8220;, dass nach recht verschleiertem Gitarren-Intro in einer grandiosen Form dahingroovt. Klasse hier die eingeworfenen Harmonika-Fills von Christine Lakeland und ein starkes Piano-Solo. Absolut genial auch die Fassung von &#8222;Boilin&#8216; Pot&#8220;, das in der Studioversion kaum l\u00e4nger als zwei Minuten ist, hier aber mit ausgedehnten Soli (stark die dezenten Harmonieges\u00e4nge von Lakeland) in der XXL-Version performt wird.<\/p>\n<p>Richtig Spa\u00df macht auch &#8222;Same Old Blues&#8220;, wo John und Leon im Duett singen. Aufgepeppt wird die ganze Geschichte auch durch St\u00fccke, wo sich der zwischen Wahnsinn und Genialit\u00e4t zu bewegen scheinende Russell den Leadvocals-Part vollst\u00e4ndig \u00fcbernimmt (&#8222;Corina Corina&#8220; oder beim abschlie\u00dfenden &#8222;24 Hours A Day&#8220;), oder, wo Keyboarder Larry Bell, beim souligen, in Richtung Doobie Brothers driftenden &#8222;Set Your Soul Free (Tell Me Who You Are)&#8220; sein vokales Talent in den Vordergrund stellt.<br \/>\nInsgesamt ein tolles Konzert, dass wie geschaffen f\u00fcrs Wohnzimmer ist, und bei dem Anschauungsunterricht in Sachen instrumentalem K\u00f6nnen par excellence dargeboten wird. Selbst mein alter Herr, der eigentlich die Jazz-Ecke bevorzugt, ist immer wieder von Cale hingerissen. J.J., du bist und bleibst einer der Gr\u00f6\u00dften!<\/p>\n<p><strong>Warner Music Vision (2002)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Rock &amp; More<\/strong><\/p>\n<p>01. T-Bone Shuffle<br \/>\n02. Nowhere To Go<br \/>\n03. Cocaine<br \/>\n04. Ten Easy Lessons<br \/>\n05. Sensitive Kind<br \/>\n06. Hands Off Her<br \/>\n07. Lou-Easy-Ann<br \/>\n08. Going Down<br \/>\n09. Corina, Corina<br \/>\n10. Roll On<br \/>\n11. No Sweat<br \/>\n12. Crazy Mama<br \/>\n13. Fate Of A Fool<br \/>\n14. Boilin&#8216; Pot<br \/>\n15. After Midnight<br \/>\n16. T-Bone Shuffle<br \/>\n17. T-Bone Shuffle Backwards<br \/>\n18. Same Ole Blues<br \/>\n19. Don&#8217;t Cry Sister<br \/>\n20. Set Your Soul Free (Tell Me Who You Are)<br \/>\n21. 24 Hours A Day<\/p>\n<p><strong>Bonus Tracks<\/strong><br \/>\n22. Call Me The Breeze<br \/>\n23. Ever Lovin&#8216; Woman<br \/>\n24. Katy Cool Lady<br \/>\n25. Lies<br \/>\n26. Don&#8217;t Wait<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jjcale.com\">J.J. Cale<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/JJ-Cale\/41196666601\">J.J. Cale bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J.J. Cale geh\u00f6rt nach wie vor zu meinen Top Five-Interpreten aller Zeiten. Ich habe von ihm auch so gut wie alle Scheiben die bisher auf den Markt gekommen sind, zum Teil sogar doppelt auf Vinyl und CD. Nicht von ungef\u00e4hr hat er Stars wie Eric Clapton, Mark Knopfler und auch Ronnie Van Zant von Lynyrd &hellip; <a href=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/j-j-cale-in-session-at-the-paradise-studios-los-angeles-dvd-review\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">J.J. Cale &#8211; In Session At The Paradise Studios, Los Angeles &#8211; DVD-Review<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[495,505,645,687,810,1235],"class_list":["post-1124","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-in-session-at-the-paradise-studios","tag-j-j-cale","tag-leon-russell","tag-los-angeles","tag-oklahoma","tag-tulsa"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1124"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44124,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1124\/revisions\/44124"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}