{"id":993,"date":"2015-12-14T08:11:00","date_gmt":"2015-12-14T07:11:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=993"},"modified":"2020-07-08T16:43:16","modified_gmt":"2020-07-08T14:43:16","slug":"dierks-bentley-same-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/dierks-bentley-same-cd-review\/","title":{"rendered":"Dierks Bentley &#8211; Same &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Dierksr.jpg\" \/><\/p>\n<p>Eine der gro\u00dfen Entdeckungen des Jahres 2003, die ich unserer geliebten (New-)Country-Leserschaft nicht vorenthalten m\u00f6chte, ist sicherlich Dierks Bentley.<br \/>\nDer blasse Lockenkopf sieht zwar aus wie eine Milchschnitte und w\u00fcrde sich rein \u00e4u\u00dferlich wohl eher als Werbetr\u00e4ger f\u00fcr Kinderschokolade eignen, als ein Typ, der im harten Nashville-Musik-Business Fu\u00df fassen m\u00f6chte. Aber Hut ab, was der Junge da bei seinem Auftaktwerk abliefert, kann man schon als \u201aerste Sahne&#8216; bezeichnen.<br \/>\nBeindruckend, wie Dierks es trotz relativ konservativ ausgerichtetem Stil schafft, den Songs eine zeitgem\u00e4\u00dfe W\u00fcrze zu verpassen.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr das Meistern des Balanceaktes zwischen neu und alt gibt es einige. Seine Stimme besitzt eine angenehm raue W\u00e4rme und \u00e4hnlich einem guten Tropfen schon viel Reife. Capitol Records stellte dem Burschen mit Brett Beavers einen erfahrenen Musiker, Songwriter und Produzenten an die Seite und lie\u00df die beiden ohne Druck ihr Men\u00fc zusammenstellen. So verwenden Beavers und Bentley in ihren Texten zwar alle genretypischen Klischees, schaffen es aber mit einem Schuss Selbstironie und der einen oder anderen klug gesetzten Pointe, jegliche Gefahr von fadem Beigeschmack aus den St\u00fccken fernzuhalten.<\/p>\n<p>Frei nach dem Spruch, dass zu viele K\u00f6che oftmals den Brei verderben, wurde hier der Kreis der Studiomusiker, deren Namen man auch nicht ganz so h\u00e4ufig in den Booklets der Szene findet, relativ klein gehalten. Allen voran der \u00fcberragend spielende Bryan Sutton, der im Stile eines F\u00fcnf-Sterne-Maitres seine instrumentalen Delikatessen frisch und stimulierend zelebriert.<\/p>\n<p>So f\u00e4llt es mir sichtlich schwer irgendwelche Songs herauszuheben. Irgendwie passt eine Zutat zur anderen. Stark nat\u00fcrlich der fetzige Opener &#8222;What Was I Thinkin'&#8220; mit tollem Dobrosolo, das auch relativ schnell zum Chartbreaker avancierte. Ob Balladen wie &#8222;Wish It Would Break&#8220;, &#8222;Distant Shore&#8220; oder &#8222;Whiskey Tears&#8220; oder Uptempo-Nummern der Sorte &#8222;Forget About You&#8220; oder das spa\u00dfige &#8222;Bartenders&#8230;&#8220;, mit seinem lebhaften Honky-Tonk faszinieren schon nach dem ersten Probe-Happen. Und so serviert der junge Bursche auch das abschlie\u00dfende Bluegrass-Dessert mit der Del McCoury Band sehr peppig.<\/p>\n<p>Alles in allem ein leckeres (New-) Country-Festmahl in dreizehn G\u00e4ngen, ein wirklicher musikalischer Gaumenschmaus. Und sind wir doch mal ehrlich. Irgendwie schmecken Bier, Whiskey und Spareribs doch besser als Milch und Schokolade, oder nicht?<\/p>\n<p><strong>Capitol Records Nashville (2003)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. What Was I Thinkin&#8216;<br \/>\n02. Wish It Would Break<br \/>\n03. Forget About You<br \/>\n04. I Can Only Think Of The One<br \/>\n05. My Last Name<br \/>\n06. Bartenders etc&#8230;<br \/>\n07. Is Anybody Loving You These Days<br \/>\n08. My Love Will Follow You<br \/>\n09. How Am I Doin&#8216;<br \/>\n10. Distant Shore<br \/>\n11. I Bought The Shoes<br \/>\n12. Whiskey Tears<br \/>\n13. Train Travellin&#8216;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dierks.com\">Dierks Bentley<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/dierksbentley\">Dierks Bentley bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine der gro\u00dfen Entdeckungen des Jahres 2003, die ich unserer geliebten (New-)Country-Leserschaft nicht vorenthalten m\u00f6chte, ist sicherlich Dierks Bentley. Der blasse Lockenkopf sieht zwar aus wie eine Milchschnitte und w\u00fcrde sich rein \u00e4u\u00dferlich wohl eher als Werbetr\u00e4ger f\u00fcr Kinderschokolade eignen, als ein Typ, der im harten Nashville-Musik-Business Fu\u00df fassen m\u00f6chte. 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