{"id":988,"date":"2015-12-14T08:10:00","date_gmt":"2015-12-14T07:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=988"},"modified":"2020-07-08T16:48:08","modified_gmt":"2020-07-08T14:48:08","slug":"steve-azar-indianola-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/steve-azar-indianola-cd-review\/","title":{"rendered":"Steve Azar &#8211;  Indianola &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Azar.jpg\" \/><\/p>\n<p>Indianola. Die Geburtsstadt von Blues-Legende Albert King. Diesen traf der im Mississippi-Delta gro\u00df gewordene und von fr\u00fchester Kindheit an musikbegeisterte Steve Azar 1990 bei einem Tribute-Festival zu Ehren von Stevie Ray Vaughan backstage, als Steve noch zusammen mit seinem Bruder in der Steve Azar Band die s\u00fcdlichen US-Staaten rauf und runter tourte. Mr. King zeigte sich beeindruckt von Azars Leistung und sprach ihn auf seine musikalische Zukunft an. Der erwiderte. \u00bbIch gehe nach Nashville\u00ab. King darauf mit einem von Sarkasmus gepr\u00e4gten L\u00e4cheln. \u00bbAh, nur der Teufel geht nach Nashville!\u00ab. Soweit die Vorgeschichte zu Steve Azars aktuellen CD &#8222;Indianola&#8220;, die er nat\u00fcrlich Albert King gewidmet hat.<\/p>\n<p>Beide sollten, was Steves Pl\u00e4ne anging, auf ihre Art Recht behalten. Denn der Weg f\u00fcr Steve Azar sollte sich als ein sehr dorniger erweisen. Mitte der neunziger Jahre setzte Azar seine Visionen tats\u00e4chlich in die Tat um und spielte in Music-City ein erstes Solo-Album ein, kurze Zeit sp\u00e4ter machte das ihn beherbergende Label dicht. Es sollte sechs weitere Jahre dauern, bis die gro\u00dfe Stunde f\u00fcr Steve geschlagen hatte. 2001 offerierte Mercury Records ihm einem Major-Deal und die erste Single &#8222;I Don&#8217;t Have To Me (\u201aTil Monday)&#8220; seines sehr empfehlenswerten Albums &#8222;Waitin&#8216; On Joe&#8220; konnte direkt Platz 2 der Billboard Country Charts erklimmen. Auch das Video zum Titelsong des Albums (mit US-Star-Schauspieler Morgan Freeman) wurde f\u00fcr das &#8218;Video Of The Year&#8216; bei den CMA-Awards nominiert.<\/p>\n<p>Ein weiteres Highlight f\u00fcr Steve, er wurde als Support f\u00fcr <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bob+Seger\">Bob Segers<\/a><\/span> Tour gebucht (der Autor offenbart seinen Neid gegen\u00fcber Leuten, die live dabei sein durften&#8230;). Weitere ausgekoppelte Singles blieben dann aber erfolglos und wie es bei den Majors oft so \u00fcblich ist, war der Erfolg von gerade schon wieder Schnee von gestern. Azar war wieder aus dem Rennen. Er begab sich ziemlich gefrustet auf die Suche nach einem neuen Label, schlie\u00dflich hatte er noch ann\u00e4hernd 100 Songs auf Halde, die an den Mann gebracht werden wollten.<\/p>\n<p>So gr\u00fcndete Steve letztendlich sein eigenes Label und konnte jetzt seine Songs auch nach seinem Geschmack gestalten, was, wenn man das Ergebnis betrachtet, unter einem Fremdlabel in dieser Form sicher nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Und, um es vorwegzunehmen, es ist ein sehr interessantes und tolles Teil geworden, zumal die Konstellation knackiger New-Country kombiniert mit Delta-Blues-Einfl\u00fcssen auch f\u00fcr einen im NC-Genre sich bestens auskennenden Experten wie mich sicherlich sehr ungew\u00f6hnlich ist.<\/p>\n<p>Azar, der nach der Entfernung einer Zyste am Stimmband vokal wieder blendend in Form ist und ganz vorz\u00fcglich diverse Saiteninstrumente bedient, wird von ganz hervorragenden Musikern unterst\u00fctzt (u.a. <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Radney+Foster\">Radney Foster<\/a><\/span> mit herrlichem Bariton-E-Spiel, Mark Easterling an der E-Gitarre, John Wallum &#8211; Keyboards). Ganz stark involviert ist Singer\/Songwriter Jason Young, der auch vor Jahren Azars o.a. Hit mitkomponiert hat. Er wurde nicht nur beim Songwriting teilweise mit ins Boot geholt, sondern bedient auch diverse Percussion-Instrumente und die Harmonika, singt im Background und ist auch f\u00fcr das Cover-Artwork (mit allen Texten) verantwortlich.<\/p>\n<p>Bis St\u00fcck 10 gibt es zun\u00e4chst wunderbar frischen und herrlich abwechslungsreich instrumentierten New-Country (&#8222;Crowded&#8220; &#8211; soulig relaxt, &#8222;The Coach&#8220; &#8211; mit sch\u00f6nem Mandolinengezirpe, &#8222;What&#8217;s Wrong With Right Now&#8220; &#8211; geniales Twin-Southern-E-Solo), mal mit texanischer Handschrift eines Radney Fosters\u00a0(&#8222;You Don&#8217;t Know A Thing&#8220;, &#8222;You&#8217;re My Life&#8220;), mit grassigem Roots-Touch (&#8222;Empty Spaces&#8220;) und einer Brise Heartland-Flair (&#8222;The River&#8217;s Workin'&#8220; &#8211; wie Mix aus Bob Seger, Marc Cohn und Jackson Browne \/ &#8222;I Want Let You Lead Me Down&#8220; &#8211; Dobrofills, Organ-Solo).<\/p>\n<p>Die restlichen St\u00fccke sind dann dem Delta-Blues gewidmet, allerdings in sehr moderner Form. Herausragend &#8222;Flatlands&#8220;, das als schwerer Southern-Swamp-Blues-Rocker voranstampft (herrliche E-Gitarren- und HT-Pianopassagen) und mit einem toll passenden, an The Doobie Brothers&#8216; &#8222;Long Train Runnin'&#8220; angelehntes Break aufgelockert wird. K\u00f6nnte mein Song des Jahres werden. Lediglich die eunuchenartigen Backs von Jason Young bei &#8222;Bluestune&#8220; sind ein winziger Makel (man k\u00f6nnte meinen, Azar h\u00e4tte ihm kurz vor der Aufnahme Vollspann in die Eier getreten&#8230;).<\/p>\n<p>Insgesamt aber ist Steve Azars &#8222;Indianola&#8220; ein echtes Geheimtipp-Album, das von mir jedem w\u00e4rmstens empfohlen wird, der sich offen f\u00fcr das Beschriebene zeigt. Oder, wenn man der Prophezeiung Albert Kings Folge leisten m\u00f6chte, einfach teuflisch gute Musik!<\/p>\n<p><strong>Dang Records (2007)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Crowded<br \/>\n02. You Don&#8217;t Know A Thing<br \/>\n03. You&#8217;re My Life<br \/>\n04. Still Tryin&#8216; To Find My Way Around<br \/>\n05. Emty Spaces<br \/>\n06. What&#8217;s Wrong With Right Now<br \/>\n07. The River&#8217;s Workin&#8216;<br \/>\n08. I Won&#8217;t Let You Lead Me Down<br \/>\n09. The Coach<br \/>\n10. Prelude<br \/>\n11. Flatlands<br \/>\n12. Bluestune<br \/>\n13. Indianola<br \/>\n14. Mississippi Minute<br \/>\n15. Highway 61<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.steveazar.com\">Steve Azar<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/steveazarlive\">Steve Azar bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Indianola. Die Geburtsstadt von Blues-Legende Albert King. 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