{"id":9828,"date":"2016-09-10T19:15:44","date_gmt":"2016-09-10T17:15:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=9828"},"modified":"2017-06-01T07:15:25","modified_gmt":"2017-06-01T05:15:25","slug":"joe-bonamassa-live-at-the-greek-theatre-cd-dvd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/09\/10\/joe-bonamassa-live-at-the-greek-theatre-cd-dvd-review\/","title":{"rendered":"Joe Bonamassa &#8211; Live At The Greek Theatre &#8211; CD-\/DVD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Bon_greek_300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9867\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Bon_greek_300.jpg\" alt=\"Bon_greek_300\" width=\"302\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Bon_greek_300.jpg 302w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Bon_greek_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Bon_greek_300-300x298.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Bon_greek_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Bon_greek_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein monumentales Rockmusikwerk in allen Belangen! Joe Bonamassa, gefilmt bei einem Konzert im altehrw\u00fcrdigen Greek Theatre in Los Angeles, einer imposanten, 1929 errichteten Freiluftb\u00fchne, angelehnt an einen griechischen Tempel.<\/p>\n<p>2 DVDs (eine enth\u00e4lt den Konzertfilm, die zweite einige Bonus-Features (u. a. \u00a0ein\u00a0ausf\u00fchrliches Interview mit Joes Eltern), dazu das Ganze noch auf zwei CDs (identisch mit dem Konzertmitschnitt), bieten eine Allround-Unterhaltung auf allerh\u00f6chstem Niveau. Hier hei\u00dft es wirklich, es sich wie im Kino, mit irgendwelchen Leckereien und Getr\u00e4nken vor der heimischen Anlage gem\u00fctlich zu machen und dann einfach nur das Gebotene zu genie\u00dfen. Ich pers\u00f6nlich habe seit geraumer Zeit einen \u00a0relativ gro\u00dfen Fernseher, da wirkt alles fast doppelt\u00a0ph\u00e4nomenal!<\/p>\n<p>Hier wurde an nichts gespart, grandiose Aufnahmen aus allen Perspektiven, ein regelrechter Bilder- und nicht zu vergessen, nat\u00fcrlich auch Musikrausch. Ich hatte zun\u00e4chst immer ein wenig Probleme mit dem Protagonisten. Seine Stimme sagte mir nicht ganz so zu, dazu bin ich nicht der\u00a0Freund von \u00fcbertriebenen Frickeleien, gerade in diesem Genre oft zur Selbstinszenierung dienend. Erst seine letzte Scheibe &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/03\/11\/joe-bonamassa-blues-of-desperation-cd-review\/\">Blues Of Desperation<\/a>&#8222;, die er ja mit Nashville-Musikern eingespielt hatte, brach eigentlich das letzte Eis.<\/p>\n<p>Auch bei diesem Gig sind mit Reese Wynans (keys) und Michael Rhodes (bass) zwei gestandene Recken aus Music City dabei, ein Genuss ihrer unaufgeregten, aber spielerisch umso brillanteren Art zu Musizieren beizuwohnen. Rhodes bildet mit dem erfahrenen, kraftvoll an den Trommeln agierenden, Anton Fig die Rhythmusfraktion. Als Liebhaber\u00a0von weiblichem Backgroundgesang, wurde hier mit den drei australischen Damen Juanita Tippins, Jade MacRae und Mahalia Barnes (diese mit kurzen lead vocals-Parts\u00a0&#8211; sehr beeindruckeende\u00a0R\u00f6hre), gro\u00df aufgefahren. Die drei schl\u00e4ngeln sich zumeist, sch\u00f6n anzusehend, synchron zum Takt ihrer gesungenen Uuhs und Aahs.<\/p>\n<p>Dem nicht genug. Mit Lee Thornburg (trumpet), Ron Dziubla und Paulie Cerra (beide saxophone) gibt&#8216; dazu noch eine fett plusternde Bl\u00e4ser-Fraktion, jeder auch mal zwischendurch mit individuellem Solo. Lediglich Kirk Fletcher (The Mannish Boys) kann Einem als Zweit-Gitarrist ein wenig Leid tun,\u00a0ihm ist nat\u00fcrlich die Postion des sich unterordnenden Teamplayers, in Form von Rhythmus-Gitarrenspiel, zugeteilt. Er hat aber auch\u00a0zwei\u00a0unaufgeregte Solo-Eins\u00e4tze.<\/p>\n<p>Irgendwelche Songs (22 St\u00fccke in Form einer Hommage an die Blueser Albert King, B.B. King und Freddie King) explizit herauszunehmen macht wenig Sinn, im Prinzip ist jedes St\u00fcck gelungen. Bonamassa streift hier\u00a0den Blues der drei Kings\u00a0mit rockigen, rhythmischen, mal souligen, als auch swingenden (teilweise erzeugen die Bl\u00e4ser einen volumin\u00f6sen Big Band Sound) Interpretationen, dies\u00a0teilweise\u00a0demnach oft \u00a0im Retro-Ambiente (einige Songclips kann man sich vorab in unseren Musiknachrichten ansehen).<\/p>\n<p>Seine Stimme wurde hervorragend zur Musik ausgesteuert, gef\u00e4llt mir diesmal sogar richtig gut. Seine filigranen\u00a0Saitenzaubereien pr\u00e4sentiert er dabei auf einem sich abwechselnden Arsenal von hoher Beanspruchung gezeichneter, arg gebeutelt, aussehender E-Gitarren. Joe l\u00e4sst nat\u00fcrlich in jedem Lied ein bis zwei fulminante Soli los, hat aber in Nashville wohl mittlerweile auch gelernt, wann die Zeit zum Loslassen gekommen ist.<\/p>\n<p>So f\u00fchlt\u00a0man sich nach dem abschlie\u00dfenden herrlichen &#8222;Thrill Is\u00a0Gone&#8220; innerlich fast gen\u00f6tigt, sich vor dem Fernseher mit dem im Greek Theatre anwesenden begeisterten Publikum zu erheben und den zurecht erspielten Standing Ovations ebenfalls Folge zu leisten. Absolut grandios. \u00c0 la bonne heure, Herr Bonamassa, samt Ensemble! Ganz gro\u00dfes Kino, passender Weise, anders kann man es wirklich nicht formulieren. Vergleichbar ungef\u00e4hr mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Claptons<\/a> Geschichte in der Royal Albert Hall. Joe Bonamassa ist mit diesem Werk endg\u00fcltig in den Sph\u00e4ren der ganz gro\u00dfen Blueser aller Zeiten angekommen.<\/p>\n<p>Im Bonus-Material gibt es ein Interview mit Joes sympatischen, auf dem Teppich gebliebenen Eltern, wobei \u00a0Joes Step by Step-Entwicklung von der ersten kleinen Mini-Gitarre bis zum gro\u00dfen Blues Rock-Star fachm\u00e4nnisch reflektiert wird (sein Vater ist\/war ja selbst Musiker). U. a. wird\u00a0Joes heimatliches Zimmer gezeigt und seine ersten Auftrittsorte. Dazu gibt es filmische Impressionen mit der ganzen Band im Vorfeld des Konzertmitschnittes und eine Bildergalerie mit erstklassigen Konzertschnappsch\u00fcssen (tolles Lehrmaterial f\u00fcr und anstehende Konzertfotografen).<\/p>\n<p>Ein weiterer Leckerbissen ist der Videoclip zu &#8222;Riding With The Kings&#8220;. Hier stiehlt die o. a. Mahalia Barnes im Studio\u00a0dem Protagonisten mit ihrem unglaublich rotzigen Gesang die Show. Joe erkennt weise, die Sinnlosigkeit nach der ersten Strophe, sich mit diesem Vulkan vokal zu messen und bel\u00e4sst es dann damit, sich auf sein Gitarren-K\u00f6nnen zu beschr\u00e4nken. Toller Song.<\/p>\n<p>Filmisch und organisatorisch verantwortlich zeigen sich Joes-Langzeit-Begleiter Kevin Shirley und Ron Wiseman, die hier ebenfalls einen exzellenten Job erledigt haben. Dieses Gesamtkunstwerk ist ein Muss f\u00fcr jeden Fan guter Musik. Sounds Of South verneigt sich vor Joe Bonamassa und seinem Team. Nie wurden Begriffe wie &#8218;Weltklasse&#8216; und &#8218;Perfektion&#8216; in Sachen Blues exakter definiert!<\/p>\n<p><strong>Mascot Label Group (2016)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>DVD1:<br \/>\n01. Beginnings<br \/>\n02. See See Baby<br \/>\n03. Some Other Day, Some Other Time<br \/>\n04. Lonesome Whistle Blues<br \/>\n05. Sittin&#8216; On The Boat Dock<br \/>\n06. You&#8217;ve Got To Love Her With A Feeling<br \/>\n07. Going Down<br \/>\n08. I&#8217;ll Play The Blues For You<br \/>\n09. I Get Evil<br \/>\n10. Breaking Up Somebody&#8217;s Home<br \/>\n11. Angel Of Mercy<br \/>\n12. Cadillac Assembly Line<br \/>\n13. Oh, Pretty Woman<br \/>\n14. Let The Good Times Roll<br \/>\n15. Never Make You Move Too Soon<br \/>\n16. Ole Time Religion<br \/>\n17. Nobody Loves Me But My Mother<br \/>\n18. Boogie Woogie Woman<br \/>\n19. Hummingbird<br \/>\n20. Hide Away<br \/>\n21. Born Under A Bad Sign<br \/>\n22. The Thrill Is Gone<br \/>\n23. Riding With The Kings<\/p>\n<p>DVD2:<br \/>\n01. Growing Up Joe (A conversation with Joe&#8217;s parents)<br \/>\n02. Riding With The Kings (Official Music Video)<br \/>\n03. Caveman&#8217;s Hacked iPhone (Behind The Scenes)<br \/>\n04. Joe&#8217;s Big Fat Greek (Photo gallery)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/jbonamassa.com\/\">Joe Bonamassa<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/JoeBonamassa\">Joe Bonamassa bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.netinfect.de\">Netinfect Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr ein monumentales Rockmusikwerk in allen Belangen! 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