{"id":978,"date":"2015-12-14T08:09:00","date_gmt":"2015-12-14T07:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=978"},"modified":"2020-07-08T16:48:39","modified_gmt":"2020-07-08T14:48:39","slug":"atlanta-rhythm-section-quinella-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/atlanta-rhythm-section-quinella-cd-review\/","title":{"rendered":"Atlanta Rhythm Section &#8211; Quinella &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/ARSQ.jpg\" \/><\/p>\n<p>Die Atlanta Rhythm Section bildete sich um 1970 herum aus Session-Musikern, die im Studio One in Doraville, Georgia ihre Br\u00f6tchen verdienten. In den freien Zeiten, in denen sie nicht f\u00fcr andere Interpreten t\u00e4tig waren, wurde flei\u00dfig komponiert und schon bald war genug Material f\u00fcr ein eigenes Album vorhanden. Die Atlanta Rhythm Section war geboren und mit ihrem gleichnamigen Deb\u00fct 1972 sollte f\u00fcr sie ein furioses Jahrzehnt eingel\u00e4utet werden, das gro\u00dfe Hits wie &#8222;So Into You&#8220;, &#8222;Imaginary Lover&#8220; oder &#8222;Spooky&#8220; hervorbrachte, in einer Einladung bei Pr\u00e4sident Jimmy Carter gipfelte und zu Auftritten in vollen Stadien und bei weiteren diversen Massen-Events (u.a. beim Knebworth-Festival in England zusammen mit u.a. Genesis und Tom Petty) f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Unvergesslich das Intro auf ihrem Live-Album &#8222;Are You Ready&#8220;, bei dem einem unweigerlich noch heute eine G\u00e4nsehaut aufkommt. Das hier von mir besprochene Album &#8222;Quinella&#8220; aus dem Jahr 1981 stellte den letzten Versuch dar, die Band in der kommerziellen Spur zu halten, was jedoch nur mit m\u00e4\u00dfigem Erfolg gelang, lediglich das groovige &#8222;Alien&#8220; (eine Art Mischung aus &#8222;So Into You&#8220; und &#8222;Spooky&#8220;) konnte noch mal Platz 29 in den Billboard-Charts erklimmen. Auch wenn die Band bis heute noch aktiv ist (wie sooft mit hoher Personalfluktuation, lediglich Keyboarder Dean Daughtry ist noch von den Gr\u00fcndungsmitgliedern dabei) und zwischendurch mal ein Album wie &#8222;Truth In A Structured Form&#8220; oder &#8222;Eufaula&#8220; nachschob, der Lack war, wie man so sch\u00f6n sagt, ab.<\/p>\n<p>&#8222;Quinella&#8220; (\u00fcbersetzt &#8218;Zweierwette&#8216;) halte ich f\u00fcr eines der meist untersch\u00e4tzten Werke dieser Gruppe. Mit dem raffinierten Titelst\u00fcck (tolles Slidespiel, HT-Geklimper), dem grandiosen Opener &#8222;Homesick&#8220; (mit dieser famos rockigen E-Gitarrenarbeit) und besagtem &#8222;Alien&#8220; bietet es gleich drei echte Hammerst\u00fccke. Auch das gut abgehende &#8222;Higher&#8220; lie\u00df wunderbar Buddie Buies (Produzent, Songschreiber) parallele Zusammenarbeit mit 38 Special durchschimmern, der Track h\u00e4tte auch gut auf deren &#8222;Rocking Into The Night&#8220; gepasst. Selbst wenn der Rest etwas gediegener zugeht, das als Markenzeichen der Band gluckernde E-Piano und jede Menge filigrane E-Passagen mit vielen Twin-Einlagen (superbes Spiel von J.R. Cobb und Barry Bailey) ist ein Genuss f\u00fcr sich.<\/p>\n<p>Und Ronnie Hammonds weiche Stimme entfaltet sich auf Tracks wie &#8222;You&#8217;re So Strong&#8220; (klasse Tempowechsel, tolle Songchoreografie), &#8222;Outlaw Music&#8220; (sch\u00f6nes Countryflair, grandiose, auf den Punkt gespielte E-Soli), &#8222;Pretty Girl&#8220; (wunderbares Strat-Solo, au\u00dfergew\u00f6hnliche, falsettartige Harmonies von Hammond in Bee Gees-Manier) oder beim abschlie\u00dfenden &#8222;Going To Shangri-La&#8220; (Atmosph\u00e4renwechsel, kreischendes E-Solo, l\u00e4ssiger E-Ausklang) besonders gut. &#8222;Quinella&#8220;, ein Album, das insgesamt sowohl rockt als auch viel Entspannung auf \u00e4u\u00dferst hohem musikalischen Niveau verschafft.<\/p>\n<p>P.S.<br \/>\nIch habe die Band dann mal Anfang der neunziger Jahre an einem unscheinbaren Sonntag Abend im bis dato nie besuchten und bekannten Hunky Dory im westf\u00e4lischen Detmold live vor einem \u00fcberschaubaren Publikum erleben k\u00f6nnen, als die Truppe mit Hammond, Bailey, Daughtry und zwei jungen Burschen hier wie aus dem Nichts auftauchte. Wenige Stunden zuvor hatte ich noch an der TT-Platte um Zweitligapunkte gek\u00e4mpft &#8211; danach Schl\u00e4ger in die Tasche, kurze Dusche, Fransenjeans an, Cowboyhut auf und ab zum Gig, der dann hoffentlich stattfinden mochte, es gab ja noch kein Handy, geschweige das Internet. Mann, waren das noch Zeiten&#8230; Ronnie bezog mein von einem Airbrush-K\u00fcnstler gefertigtes <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a><\/span>-T-Shirt zur Ansage von &#8222;Large Time&#8220; ein (ich stand direkt auf H\u00f6he des Mikros vor ihm und er sagte. &#8222;This is for Lynyrd Skynyrd, I read it from a guy&#8217;s T-Shirt.&#8220;). Nach Konzertende gab es noch ein Bierchen zusammen mit ihm und dem Bassisten an der Theke. Ein sympathischer Typ, der allerdings, wie bekannt, in der Folgezeit schwere Alkohol-, bzw. Pers\u00f6nlichkeitsprobleme mit Suizidgefahr durchleben sollte (er provozierte einen Polizisten dazu, auf ihn zu schie\u00dfen!), die mittlerweile allerdings jedoch wieder behoben zu sein scheinen.<\/p>\n<p><strong>CBS Records (1981)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Homesick<br \/>\n02. Quinella<br \/>\n03. Alien<br \/>\n04. Higher<br \/>\n05. You&#8217;re So Strong<br \/>\n06. Outlaw Music<br \/>\n07. Pretty Girl<br \/>\n08. Southern Exposure<br \/>\n09. Going To Shangri-La<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.AtlantaRhythmSection.com\">Atlanta Rhythm Section<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/The-Atlanta-Rhythm-Section\/54700371252\">Atlanta Rhythm Section bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Atlanta Rhythm Section bildete sich um 1970 herum aus Session-Musikern, die im Studio One in Doraville, Georgia ihre Br\u00f6tchen verdienten. 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