{"id":974,"date":"2015-12-14T08:08:00","date_gmt":"2015-12-14T07:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=974"},"modified":"2020-07-08T16:49:08","modified_gmt":"2020-07-08T14:49:08","slug":"chris-anderson-old-friend-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/chris-anderson-old-friend-cd-review\/","title":{"rendered":"Chris Anderson &#8211; Old Friend &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Ander.jpg\" \/><\/p>\n<p>Chris Anderson ist einer der vielen guten Musiker, die nie so richtig im Rampenlicht standen oder stehen, deren Dienste jedoch aufgrund ihrer Spielqualit\u00e4t immer wieder von renommierten Bands in Anspruch genommen werden. So war Anderson bereits Mitte bis Ende der achtziger Jahre Mitglied der <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Outlaws\">Outlaws<\/a><\/span>, zwischenzeitlich auch immer wieder gerne gesehener Gast im Umfeld der Allman Brothers bei deren Live-Auftritten, wurde dann von Henry Paul f\u00fcr sein <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Blackhawk\">Blackhawk<\/a><\/span>-Projekt als Begleitmusiker verpflichtet und ist heute auch wieder im Line-up der aktuellen Outlaws-Besetzung fest etabliert.<\/p>\n<p>Einmal trat er allerdings dann doch in den Mittelpunkt des Geschehens, n\u00e4mlich als er 1995 ein von Kritikern hoch gelobtes Solo-Werk herausbrachte (die New York Times z\u00e4hlte es damals zu den zehn besten Alben, die man noch nie geh\u00f6rt hat), das jetzt als CDR von Anderson in Alleinregie neu ver\u00f6ffentlicht wurde und wieder k\u00e4uflich zu erwerben ist. Die spielerische Klasse seiner Mitstreiter (Drummer Matt Abts von den gerade zum Leben erweckten Gov&#8217;t Mule, Basser Banner Thomas, Ex-Mitglied der legend\u00e4ren <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a><\/span>-Ursprungsband und der bis dato noch recht unbekannte Keyboarder Mike Kach, der aber sp\u00e4ter von Dickey Betts in seine Band f\u00fcr die Allman- und Leavell-Parts verpflichtet wurde &#8211; dazu kommt ein Gastauftritt von Warren Haynes als Slide-Gitarrist, der auch zwei St\u00fccke mitkomponiert hat) erweckt teilweise den Eindruck, dass die Songs live von der Seele weg im Studio eingespielt worden sind.<\/p>\n<p>Anderson outet sich auf seinem Solo-Projekt als bekennender Blues Rock-Fan, ohne dabei seine Southern-Roots zu verleugnen, die atmosph\u00e4risch immer wieder gekonnt in viele der Tracks eingebunden sind, was angesichts seiner Vita und der seiner Begleitmusiker auch im Prinzip keine \u00dcberraschung ist, sondern quasi als nat\u00fcrlicher Begleitumstand einzustufen ist. Sein Gesang verspr\u00fcht nicht unbedingt gro\u00dfes Charisma, ist aber durchaus von der angenehmeren Sorte, sein filigranes Stratocaster-Gitarrenspiel offeriert er daf\u00fcr umso erhabener.<\/p>\n<p>Nach zwei Blues-Standards (ein flottes Albert King-Cover und ein von der Band selbst kreiertes, kr\u00e4ftiges Instrumental) folgt mit dem aus der Feder von ihm und Warren Haynes entsprungenen Titelst\u00fcck &#8222;Old Friend&#8220; ein erstes Highlight. Haynes, der hier mit vortrefflichem Slidespiel involviert ist, bringt in das relaxte St\u00fcck genau die Atmosph\u00e4re, die er in die Allman Brothers Band als pers\u00f6nliche Note mit hineintrug, ein klasse Song! Auch das melodische &#8222;One Step Ahead Of The Blues&#8220; wei\u00df mit seinem claptonesken Flair zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Grandios die Slow Blues-Adaption &#8222;Life Is Hard&#8220; von Nashville-Produzent\/Komponist\/Musiker Fred James, bei dem Anderson gitarrentechnisch brilliert und Kachs Pianogeklimper in Chuck Leavell-Manier weitere Akzente setzt. &#8222;Ain&#8217;t Giving Up On Love&#8220; wird vermutlich der Stevie Ray Vaughan -Klientel Freudentr\u00e4nen in die Augen treiben. Der relaxte &#8222;Jake&#8217;s Song&#8220; w\u00e4re f\u00fcr einen Gregg Allman geradezu pr\u00e4destiniert, w\u00e4hrend die zweite Anderson-\/Haynes-Komposition wieder diesen typischen Groove des Mule-Leaders beinhaltet, obwohl er hier nicht mitspielt. Erneut ein toller Song.<\/p>\n<p>Chris Anderson ist mit &#8222;Old Friend&#8220; ein Werk gelungen, das die Anh\u00e4nger des (traditionellen) Blues Rocks und des klassischen Southern Rocks (der Allman-Schule) geschickt zusammenf\u00fchrt. Aus heutiger Sicht klingt die Platte fast so wie eine Art Bewerbungsschreiben f\u00fcr die Allman Brothers Band \/ Gregg Allman Band \/ Gov&#8217;t Mule, falls die Outlaws nicht mehr richtig zu Potte kommen sollten und in diesen Gefilden mal eine Gitarristenstelle vakant oder erg\u00e4nzt werden sollte. Insgesamt eine fein gespielte Southern Blues Rock-Scheibe von ausnahmslos beteiligten K\u00f6nnern ihres Handwerks.<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2010)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Southern (Blues) Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. You&#8217;re Gonna Need Me<br \/>\n02. Slow Burn<br \/>\n03. Old Friend<br \/>\n04. One Step Ahead Of The Blues<br \/>\n05. Crying For My Baby<br \/>\n06. Life Is Hard<br \/>\n07. Ain&#8217;t Giving Up On Love<br \/>\n08. Trust Me<br \/>\n09. Jake&#8217;s Song<br \/>\n10. When Will You Be Satisfied<br \/>\n11. One Good Woman<br \/>\n12. Driving Out Of The Blues<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chrisandersonband.com\">Chris Anderson<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chris Anderson ist einer der vielen guten Musiker, die nie so richtig im Rampenlicht standen oder stehen, deren Dienste jedoch aufgrund ihrer Spielqualit\u00e4t immer wieder von renommierten Bands in Anspruch genommen werden. 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