{"id":890,"date":"2015-12-14T08:21:00","date_gmt":"2015-12-14T07:21:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=890"},"modified":"2020-07-08T16:37:27","modified_gmt":"2020-07-08T14:37:27","slug":"38-special-drivetrain-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/38-special-drivetrain-cd-review\/","title":{"rendered":"38 Special &#8211; Drivetrain &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/38-Sp.jpg\" \/><\/p>\n<p>Mensch, sieben Jahre ist es schon wieder her, dass 38\u00a0Special ihre letzte Studio-CD &#8222;Resolution&#8220; rausgebracht haben, sieht man mal von der Weihnachts-Trallala-Platte ab. Da war ich Mitte drei\u00dfig, wie rasend doch die Zeit vergeht.<br \/>\nUnd jetzt scheinbar aus dem Nichts, taucht pl\u00f6tzlich ihr neues Werk &#8222;Drivetrain&#8220; auf. Keine Diskussion auf der befreundeten Southern Rock Mailingliste; keiner der Kollegen gibt einen Mucks von sich. Eine merkw\u00fcrdige Ruhe umschleicht diese Ver\u00f6ffentlichung. Da muss ja dann wohl wenigstens der New-Country-Man mal seine Klappe aufmachen!<\/p>\n<p>Als Ver\u00e4nderung zum Vorg\u00e4nger wurde das Line-Up von 1997 auf sechs Personen aufgestockt. Bobby Capps an den Keyboards, der allerdings auch schon damals Gastmusiker war, und Gary Moffatt an den Schlagst\u00f6cken geh\u00f6ren jetzt zum festen Stamm. Ich wei\u00df nicht, wie es Ihnen geht. Aber wenn sich aus dem Hause <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Van+Zant\">Van Zant<\/a><\/span> was ank\u00fcndigt, bin ich immer noch kribbelig und versp\u00fcre nach wie vor den Drang, mich mit dem Geleisteten auseinander zu setzen.<br \/>\nZun\u00e4chst der bange Blick ins recht d\u00fcster gehaltene Booklet. Der ber\u00fchmt ber\u00fcchtigte <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jim+Peterik\">Jim Peterik<\/a><\/span> hat wieder zu einem nicht unerheblichen Teil seine Finger mit drin. Doch ich kann es zu Ihrer Beruhigung vorwegnehmen. Von Southern-Mainstream ist auf &#8222;Drivetrain&#8220; nichts zu sp\u00fcren. Im Gegenteil. Die Jungs rocken schwer und erdig los wie auf kaum einer Platte zuvor.<\/p>\n<p>&#8222;Something I Need&#8220; und die Singleauskopplung &#8222;Hurts Like Love&#8220; stampfen mit volumin\u00f6sen Gitarren und schw\u00fclem Southern-Flair daher, dass einem die Luft weg bleibt. Ein Hauch von Songs, wie sie <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a><\/span> oder die <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Steve+Schuffert+Baand\">Steve Schuffert Band<\/a><\/span> \u00f6fter zum Besten geben, ist nachhaltig sp\u00fcrbar.<br \/>\nBemerkenswert, dass die doch eigentlich recht d\u00fcnne und helle Stimme von Don Barnes durch geschickte Variation dem Druck der Lieder stand h\u00e4lt. Donnie Van Zants Einsatz in der ersten H\u00e4lfte beschr\u00e4nkt sich auf &#8222;Haley&#8217;s Got A Harley&#8220; und &#8222;Quick Fix&#8220;. Er wirkt frisch und angriffslustig, scheint seine vokalen Probleme bew\u00e4ltigt zu haben. Die St\u00fccke gehen in Richtung bekannter Sachen wie &#8222;Jimmy Gillum&#8220; oder &#8222;Deja Voodoo&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;The Squeeze&#8220; ist der Kn\u00fcller des Albums. Duett der beiden Leader. Der Song \u00fcberrollt einen mit Anleihen von Bad Company und <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a><\/span> dampflokartig; Southern Rock, wie er sch\u00f6ner nicht sein kann. Klasse Gitarrenspiel von Danny Chauncey.<br \/>\nBis dahin kein Sand im Getriebe! Erst bei Nummer acht und neun gibt es mit dem diffus wirkenden &#8222;The Play&#8220; und dem nicht wirklich aufregenden, funkig dahinschleichenden, Southern-Blues &#8222;Bad Looks Good On You&#8220; zwei leichte H\u00e4nger.<\/p>\n<p>&#8222;Trooper With An Attitude&#8220; steht ganz im Zeichen von ZZ Top, die auch in den Credits gew\u00fcrdigt werden; erinnert ein wenig an &#8222;Manic Mechanic&#8220; von &#8222;Deguello&#8220;.<br \/>\nEtwas traditioneller im Stile der &#8222;Tour-De-Force&#8220;-Sachen geht es bei &#8222;Hiding From Yourself&#8220; zur Sache. Mit einem recht am\u00fcsanten Text gl\u00e4nzt das abschlie\u00dfende &#8222;Sheriff&#8217;s County Line&#8220; (ein b\u00f6ses T\u00f6chterchen verdreht so einigen Herren den Kopf und l\u00f6st jede Menge Unheil aus), wird aber letztendlich musikalisch recht emotionslos performt. Das St\u00fcck h\u00e4tte ich irgendwo dazwischen gepackt.<\/p>\n<p>Aber insgesamt ein sehr ansehnliches Gesamtwerk, eine klare Steigerung zu &#8222;Resolution&#8220;, das sicherlich zur guten Laune, der im Moment sehr verw\u00f6hnten Southern-Rock-Gemeinde (nach den vielen guten Scheiben der letzten Zeit von diversen Bands, fehlt eigentlich nur noch <span style=\"color: #333333;\">Molly<\/span>&#8230;) beitragen wird. Der Southern-Rock lebt!<br \/>\nWas gibt es sonst noch zu sagen? Die Texte behandeln die \u00fcblichen Themen des Genres, die einzige politische Botschaft enth\u00e4lt &#8222;Jam On&#8220;, das sich aber in angenehmer Form von der in Mode geratenen Heroisierung amerikanischer Kriegstaten abwendet.<br \/>\nDas Opus wurde aus einem Fundus von \u00fcber drei\u00dfig bereits fertig geschriebenen Liedern zusammengestellt, so dass ich relativ optimistisch bin, dass bei der n\u00e4chsten Studio-CD von 38 Special keine 5 an erster Stelle meines Alters stehen wird&#8230;<\/p>\n<p><strong>Sanctuary Records (2004)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0 Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Something I Need<br \/>\n02. Hurts Like Love<br \/>\n03. Haley&#8217;s Got A Harley<br \/>\n04. Jam On<br \/>\n05. Make Some Sense Of It<br \/>\n06. Quick Fix<br \/>\n07. The Squeeze<br \/>\n08. The Play<br \/>\n09. Bad Looks Good On You<br \/>\n10. Trooper With An Attitude<br \/>\n11. Hiding From Yourself<br \/>\n12. Sheriff&#8217;s County Line<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.38special.com\">38 Special<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/38Special?sk=wall\">38 Special bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mensch, sieben Jahre ist es schon wieder her, dass 38\u00a0Special ihre letzte Studio-CD &#8222;Resolution&#8220; rausgebracht haben, sieht man mal von der Weihnachts-Trallala-Platte ab. Da war ich Mitte drei\u00dfig, wie rasend doch die Zeit vergeht. Und jetzt scheinbar aus dem Nichts, taucht pl\u00f6tzlich ihr neues Werk &#8222;Drivetrain&#8220; auf. 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