{"id":8668,"date":"2016-05-24T18:07:13","date_gmt":"2016-05-24T16:07:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=8668"},"modified":"2016-05-24T18:07:13","modified_gmt":"2016-05-24T16:07:13","slug":"rob-baird-wrong-side-of-the-river-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/05\/24\/rob-baird-wrong-side-of-the-river-cd-review\/","title":{"rendered":"Rob Baird &#8211; Wrong Side Of The River &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Baird_Wrong_300.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8676\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Baird_Wrong_300.jpg\" alt=\"Baird_Wrong_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-8676\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Baird_Wrong_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Baird_Wrong_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Baird_Wrong_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Baird_Wrong_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Drittes, wundervolles, ja geradezu umwerfendes Album des aus Memphis stammenden, heute aber in Texas lebenden Rob Baird. Welch eine Wonne! Hinrei\u00dfender, genauso pr\u00e4chtig groovender, wie traumhaft melodischer Red Dirt Roots-, Americana- und Countryrock, der zu dem besten geh\u00f6rt, was das Genre zu bieten hat. Die Songs sind fantastisch! Vier Jahre war Rob Baird in sich gekehrt, um sich in seiner typischen Art mit aktuellen Dingen des Lebens wie Trubel, Ausdauer, Einsamkeit, Zur\u00fcckweisung oder Depression thematisch in seinen neuen Songs auseinander zu setzen und betrieb damit auch ein wenig Selbstfindung in eigener Sache. <\/p>\n<p>&#8222;Wrong Side Of The River&#8220; hei\u00dft seine neue Scheibe und f\u00fchrt den Weg seiner beiden schon extrem starken Vorg\u00e4nger konsequent fort. Das Album ist erneut ein zehn St\u00fccke umfassendes, kleines Meisterwerk geworden, das einen von vorne bis hinten mit seiner Magie gefangen h\u00e4lt. Baird hat die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Scott Davis beendet und in Brian Douglas Philipps, einen neuen Multi-Instrumentalisten (guitars, keys, pedal steel, harmony vocals) als kongenialen Partner an seiner Seite gewonnen, der als Mitspieler, Songwriter und Produzent einen erheblichen Beitrag zu dem herausragenden Gesamtergebnis geleistet hat. <\/p>\n<p>Die Musikerriege wurde zu fr\u00fcher komplett ausgetauscht und bewegt sich diesmal mit Jacob Hilddebrand (guitars, banjo), Z Lynch (bass, harmony vocals), Fred Mandujano (drums, percussion) und Jamie Harris (harmony vocals) in einem recht \u00fcberschaubaren, aber umso kompetenteren Rahmen. Beim Songwriting ist aus \u00e4lteren Tagen nur Rick Brantley als Co-Writer bei einem b\u00e4renstarken &#8222;Oklahoma&#8220; \u00fcbrig geblieben (unglaublich melodischer, dennoch herrlich &#8222;gritty&#8220; und mit einem von effektvollen Gitarren- und Keyboard-Kl\u00e4ngen und einem tollen Drive nach vorn getriebener, fl\u00fcssiger Red Dirt Country-\/Americana-Rocker), ansonsten assistierten Douglas Philipps und Leute wie Ruston Kelly und Ben Danaher. <\/p>\n<p>Am typischen Rob Baird-Stil, einer dezent melancholisch und introvertiert klingenden Melange aus Country, Red Dirt, Americana und Roots Rock, wurde aber so gut wie nichts ver\u00e4ndert. Gut so! Schon das Auftaktst\u00fcck &#8222;Ain&#8217;t Nobody Got A Hold On Me&#8220; (unterk\u00fchlte Retro Bariton-E-Gitarre, tolles Solo, hallende Orgel-Untermalung) mit seinen atmosph\u00e4rischen Stimmungs- und Tempowechseln (starker Powerrefrain) lassen einen tief in Bairds Seelenleben eintauchen. Hat irgendwie den Vibe eines jungen Rodney Crowell. Ganz toller Song! Danach &#8222;bettelt&#8220; Rob (immer noch so ein bisschen wie &#8218;Schwiegermutters Liebling&#8216; aussehend)  in der, mit wundervoller Steelguitar verzierten, flockig, flotten Countryrocknummer &#8222;Mercy Me&#8220; hingebungsvoll um Verzeihung (tolles Steel-\/Bariton-Gitarren-Zusammenspiel, traumhafte Melodie). <\/p>\n<p>Einer der wichtigsten Co-Writer dieses Albums ist der texanische Songwriter Mando Saenz. Der liefert in seiner extravaganten, rootsigen Manier die Ideen und Texte sowohl f\u00fcr das brillante, dezent Rockabilly-umwehte &#8222;Pocket Change&#8220; als auch f\u00fcr die edle, ruhige, staubige, dabei wundersch\u00f6ne Americana-Ballade &#8222;Horses&#8220; (tolle Akustikgitarre). Zwei absolute Highlights! Herrlich auch die wunderbare, reduzierte Ballade &#8222;Run Of Good Luck&#8220;, bei dem sich die Instrumente wie Piano, Steel und Akustikgitarre sehr erhaben miteinander verbinden. Gro\u00dfartig hier zudem der Baird assistierende, texanisch gef\u00e4rbte Harmonie-Gesang von Jamie Harris. <\/p>\n<p>Der Titeltrack &#8222;Wrong Side Of The River&#8220; begeistert mit leicht psychedelischem Teint, in einem klasse, ein wenig an Jason Isbell erinnernden Rootsrock-Ambiente mit kernigen Gitarren und Robs exzellenter Gesangsleistung. Das eing\u00e4ngige, mit einem sehr melodischen Refrain ausgestattete &#8222;Mississippi Moon&#8220; w\u00e4re wohl eine potentielle Cover-Option f\u00fcr die Eli Young Band. Am Ende sinniert Baird voller Melancholie in &#8222;When I Go&#8220;, was wohl passieren w\u00fcrde, wenn er fortgeht. Die dritte Fremdkomposition des Werkes &#8222;Cowboy Cliche&#8220; (Orgel, E-Gitarren-Fills, dezente Bl\u00e4ser), von dem bei Carnival Music unter Vertrag stehenden Songwriter Peter Hultquist, r\u00e4umt mit Cowboy-Klischees auf und beendet sehr atmosph\u00e4risch und ruhig ein weiteres hervorragendes Baird-Exemplar. <\/p>\n<p>&#8222;Wrong Side Of The Rive\u201c ist eine erneute absolute Glanzleistung des Protagonisten. M\u00f6ge Rob Baird sich vielleicht in seinem Gef\u00fchlsleben auf der &#8218;falschen Seite des Flusses&#8216; w\u00e4hnen, so hat der Texas-Troubadour musikalisch l\u00e4ngst den richtigen Weg eingeschlagen. Welch ein beeindruckendes Teil.<\/p>\n<p><strong>Hard Luck Recording Co. (2016)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Country \/ Roots\u00a0Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Ain&#8217;t Nobody Got A Hold On Me<br \/>\n02. Mercy Me<br \/>\n03. Pocket Change<br \/>\n04. Run Of Good Luck<br \/>\n05. Wrong Side Of The River<br \/>\n06. Oklahoma<br \/>\n07. Horses<br \/>\n08. Mississippi Moon<br \/>\n09. When I Go<br \/>\n10. Cowboy Cliche<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.robbairdmusic.com\">Rob Baird<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/robbairdmusic\">Rob Baird bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drittes, wundervolles, ja geradezu umwerfendes Album des aus Memphis stammenden, heute aber in Texas lebenden Rob Baird. Welch eine Wonne! Hinrei\u00dfender, genauso pr\u00e4chtig groovender, wie traumhaft melodischer Red Dirt Roots-, Americana- und Countryrock, der zu dem besten geh\u00f6rt, was das Genre zu bieten hat. Die Songs sind fantastisch! 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