{"id":7839,"date":"2016-03-11T19:32:28","date_gmt":"2016-03-11T18:32:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=7839"},"modified":"2016-09-15T10:11:22","modified_gmt":"2016-09-15T08:11:22","slug":"joe-bonamassa-blues-of-desperation-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/03\/11\/joe-bonamassa-blues-of-desperation-cd-review\/","title":{"rendered":"Joe Bonamassa &#8211; Blues Of Desperation &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Bona_300.jpg\" rel=\"attachment wp-att-7845\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7845\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Bona_300.jpg\" alt=\"Bona_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Bona_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Bona_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Bona_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Bona_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neues Studioalbum des Blues Rock-Tausendsassas! Wenn es im Genre sowas wie Flei\u00dfk\u00e4rtchen zu verteilen g\u00e4be, st\u00fcnde der 38-j\u00e4hrige, aus New Hartford stammende Musiker, sicher auch ganz vorne in der Reihe. Der Z\u00f6gling eines Gitarrengesch\u00e4ftbesitzers ver\u00f6ffentlicht ja, seit er zur Jahrtausendwende mit seiner Deb\u00fct-CD &#8222;A New Day Yesterday\u201c erstmals in Erscheinung trat, in verschiedensten Konstellationen (solo, Black Country Communion, mit Beth Hart) Tontr\u00e4ger fast wie am Flie\u00dfband ab.<\/p>\n<p>Mittlerweile schien dem bekennenden Rory Gallagher-Fan wohl die Zeit reif, wieder ein Solo-Album zu ver\u00f6ffentlichen. \u201eBlues Of Desperation\u201c hei\u00dft das neue Werk und wurde, wie schon der Vorg\u00e4nger \u201eDifferent Shades Of Blue\u201c in Nashville samt Involvierung dortiger Musiker (u. a. Greg Morrow, Reese Wynans, Michael Rhodes) und Songwriter (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tom+Hambridge\">Tom Hambridge<\/a>, Jerry Flowers, Gary Nicholson, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jeffrey+Steele\">Jeffrey Steele<\/a>) eingespielt. F\u00fcr den Sound waren ebenfalls erneut Kevin Shirley und Roy Weisman verantwortlich.<\/p>\n<p>Von Verzweiflung ist, bis auf den Titel, hier eigentlich nichts zu sp\u00fcren. Bonamassa pr\u00e4sentiert sich, mit kleinen Abstrichen, in pr\u00e4chtiger Form und kann auf das Gesamtergebnis durchaus stolz sein. Sicherlich eine seiner st\u00e4rksten Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcberhaupt! Schon der Opener \u201eThis Train\u201c brettert unter F\u00fchrung von Morrows Polterdrums und Joes filigraner E-Gitarrenkunst wie ein wuchtiger Hochgeschwindigkeitszug durch den Raum. Reese Wynans grandioses Pianogeklimper und die herrlichen Backgroundvocals, von den auch im weiteren Verlauf immer wieder bestechend eingesetzten S\u00e4ngerinnen Mahalia Barnes, Jade McRae und Juanita Tippins, bilden hier das Sahneh\u00e4ubchen.<\/p>\n<p>Der Song offeriert allerdings auch eine der kleinen Schw\u00e4chen des Silberlings und zwar die Stimme des Protagonisten. Immer wenn er gegen kr\u00e4ftigere Soundgef\u00fcge ansingen muss, wirkt sein vokales Organ doch ein wenig d\u00fcnnwandig und h\u00f6lzern. Bei ruhigeren Tracks wie zum Beispiel dem wunderbar atmosph\u00e4rischen, bestens als Untermalung f\u00fcr ein Roadmovie geeigneten \u201eDrive\u201c (mit Peter Green-Flair Richtung \u201eAlbatross\u201c\/\u201cSlabo Day\u201c), dem grandiosen Slow Blues \u201eNo Good Place For The Lonely\u201c (k\u00f6nnte fast als eine Hommage an Gary Moores \u201eStill Got The Blues\u201c durchgehen) oder dem dezent Country-angehauchten \u201eThe Valley Runs Low\u201c (klasse Akustikgitarre, soulige Harmonieges\u00e4nge) passt sie eigentlich dagegen sogar ganz gut.<\/p>\n<p>Ein weiteres kleines Manko ist sein phasenweise zu dick aufgetragenes Gitarrenk\u00f6nnen. Hallo Herr Bonamassa, wir wissen, dass Sie ein Saitenvirtuose sind! In manchen St\u00fccken, sind mir pers\u00f6nlich die Soli zu \u00fcbertrieben, zu lang, bzw. zu improvisationsfreudig geraten. Das mag vielen Leuten zwar besonders gefallen, im Studio finde ich es besser, wenn man Sachen einigerma\u00dfen kompakt auf den Punkt bringt. Gerade in Nashville, kennt man sich da doch bestens aus, wie man gro\u00dfe Klasse auch ohne gr\u00f6\u00dferes Ma\u00df an Selbstdarstellung beweisen kann (die Herren Bukovac, Greenberg oder Mason mal als Referenzen angef\u00fchrt). Aber im Blues Rock-Genre scheint es wohl ein unabdingbares Muss zu sein\u2026<\/p>\n<p>Bestes Beispiel der Titelsong: Aus ihm h\u00e4tte man (wenn man die orientalischen Zwischenkl\u00e4nge weggelassen h\u00e4tte) einen sch\u00f6nen straighten (Southern) Rocker machen k\u00f6nnen, der mit psychedelischem Flair \u00fcberzogene Track wirkt aber mit mehreren ausgedehnten Frickel-Solo-Passagen jetzt insgesamt v\u00f6llig \u00fcberladen. \u201eYou Left Nothin\u2018 But The Bill And The Blues\u201c im Stile des guten alten Albert Collins d\u00fcrfte den traditionelleren Blues-Anh\u00e4ngern Freude bereiten, w\u00e4hrend \u201eHow Deep This River Runs\u201c eher den Vertretern der jungen wilden Generation (Richtung Davy Knowles\u2018 Back Door Slam) zusagen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Am Ende r\u00fccken bei \u201eLivin\u2018 Easy\u201c und \u201eWhat I\u2019ve Known For A Long Time\u201c pl\u00f6tzlich bis dato nicht vorhandene Bl\u00e4sereinlagen verst\u00e4rkt in den Fokus des Geschehens. In Erstbenanntem versuchen E-Gitarre und Piano sich gegen ein ziemlich dominantes Saxophon zu stemmen, Letztgenanntes erscheint wie ein modernes (bl\u00e4serbetontes) Update des guten alten \u201eStormy Monday Blues\u201c. Hier kann Bonamassas Stimme (sh. Einw\u00e4nde oben) die R\u00f6hre eines Gregg Allman, die wunderbar auch zu diesem Track gepasst h\u00e4tte, leider nicht kompensieren. Trotzdem ein stimmungsvoller Abschluss.<\/p>\n<p>Meine (z. T. negativ klingenden) Anmerkungen sollen aber keinesfalls dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass \u201eBlues Of Desperation\u201c wirklich von beeindruckendem K\u00f6nnen gepr\u00e4gt ist und durchaus vielseitige und abwechslungsreiche Unterhaltung auf sehr hohem Niveau bietet. Also, keine Verzweiflung oder Panik, liebe Blues Rock-Gemeinde. Ihr d\u00fcrft euren Joe (berechtigterweise) auch weiterhin in den Himmel heben!<\/p>\n<p>Zur weiteren Einstimmung hier der <a href=\"https:\/\/youtu.be\/SM_NEqVSdy0\">Trailer<\/a> zum Album, das am 25.03.2016 ver\u00f6ffentlicht wird.<\/p>\n<p><strong>Mascot Label Group (2016)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. This Train<br \/>\n02. Mountain Climbing<br \/>\n03. Drive<br \/>\n04. No Good Place For The Lonely<br \/>\n05. Blues Of Desperation<br \/>\n06. The Valley Runs Low<br \/>\n07. You Left Nothin&#8216; But The Bill And The Blues<br \/>\n08. Distant Lonesome Train<br \/>\n09. How Deep This River Runs<br \/>\n10. Livin&#8216; Easy<br \/>\n11. What I&#8217;ve Known For A Very Long Time<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/jbonamassa.com\">Joe Bonamassa<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/JoeBonamassa\">Joe Bonamassa bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.netinfect.de\">Netinfect Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues Studioalbum des Blues Rock-Tausendsassas! Wenn es im Genre sowas wie Flei\u00dfk\u00e4rtchen zu verteilen g\u00e4be, st\u00fcnde der 38-j\u00e4hrige, aus New Hartford stammende Musiker, sicher auch ganz vorne in der Reihe. 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