{"id":781,"date":"2015-12-14T08:45:00","date_gmt":"2015-12-14T07:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=781"},"modified":"2020-07-08T16:07:04","modified_gmt":"2020-07-08T14:07:04","slug":"sons-of-bill-one-town-away-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/sons-of-bill-one-town-away-cd-review\/","title":{"rendered":"Sons Of Bill &#8211; One Town Away &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/SoB.jpg\" \/><\/p>\n<p>Eine von gro\u00dfartiger Musikalit\u00e4t und ungemein starkem Songmaterial gepr\u00e4gte, exzellente Mixtur aus genauso w\u00fcrzigen wie wunderbar in unsere Geh\u00f6rg\u00e4nge einfliessende Rootsrock-, Americana- und Countryrock-Elementen, mal durchaus entspannt und relaxt, dann wieder sch\u00f6n kraftvoll und Energie geladen, pr\u00e4sentiert von einer noch richtig hungrig und unverbracht wirkenden, erstklassigen jungen Band aus Charlottesville\/Virginia. Sons Of Bill sind die S\u00f6hne (James, Sam und Abe) eines gewissen Bill Wilson (selbst wohl ein talentierter Countrymusiker), der seine Nachk\u00f6mmlinge schon sehr fr\u00fchzeitig mit der &#8222;Droge&#8220; Musik infizierte.<\/p>\n<p>Die drei Br\u00fcder ver\u00f6ffentlichen jetzt mit ihren beiden Langzeitfreunden Seth Green (Bass) und Brian Caputo (Schlagzeug) ihr zweites, mit einem im Vergleich zum Deb\u00fct deutlich gr\u00f6\u00dferen Budget ausgestattetes Album, &#8222;One Town Away&#8220;, produziert von niemand geringerem als Grammygewinner Jim Scott, der bereits mit solch klingenden Namen wie Tom Petty, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Wilco\">Wilco<\/a><\/span> oder Whiskeytown zusammenarbeitete. Das passt schon sehr gut, denn Spuren dieser Kollegen sind bei den Sons Of Bill durchaus zu entdecken. Doch am ehesten spielt sich das Geschehen an der Schnittstelle von erdigen Rootsrock-Einfl\u00fcssen solcher Leute wie Steve Earle, Son Volt und mit Abstrichen auch der Drive-By Truckers, dem magischen Retro Countryrock-Flair eines Gram Parsons und den so wunderbaren, unwiderstehlichen Elementen der texanischen Red Dirt-Clique ala <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=No+Justice\">No Justice<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Wade+Bowen\">Wade Bowen<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Stoney+LaRue\">Stoney LaRue<\/a><\/span> und der Kyle Bennett Band ab. Klar, dass bei dieser Konstellation durch die St\u00fccke auch ein Hauch von Southern-Flair weht.<\/p>\n<p>Die Band hat s\u00e4mtliche Tracks selbst komponiert (der L\u00f6wenanteil stammt dabei aus der Feder von James Wilson) und eingespielt. Lediglich der in der Rootswelt so bekannte Multiinstrumentalist Greg Leisz (Stel, Lap Steel, E-Gitarre) erg\u00e4nzt als Gastmusiker auf vier Tracks (&#8222;One Town Away&#8220; -tolle Countryrock-Ballade mit viel Retro Gram Parsons-Feeling, einer durchaus californischen Note und toller Steelguitar-Begleitung-; &#8222;Charleston&#8220;; &#8222;In The Morning&#8220; und &#8222;Rock And Roll&#8220; -ein kr\u00e4ftiger, kerniger Rootsrocker, der seinem Namen alle Ehre macht) die Band mit seinem exquisiten Spiel. Trotz der rootsigen Basis wirkt das Material sehr &#8222;radiotauglich&#8220; und \u00fcberaus eing\u00e4ngig, was wir als absolut positiv verstanden haben m\u00f6chten. Die Songs sind gespickt mit tollen Melodien und bleiben pr\u00e4chtig h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Die beiden das Album er\u00f6ffnenden St\u00fccke &#8222;Joey\u2019s Arm&#8220; und &#8222;Broken Bottles&#8220; stehen prinzipiell f\u00fcr das gesamte Konzept des Albums, n\u00e4mlich die ausgewogene Balance zwischen zwar w\u00fcrzigen, aber entspannt wirkenden Balladen und Midtempo-Nummern und flotten, knackigen Rockern. Erstgenanntes, eine traumhafte, mit herrlichen Gitarren und pr\u00e4chtigem Hammond-Untergrund in Szene gesetzte Roots-\/Countryrock-Ballade (sch\u00f6n angerauter, leicht introvertiert klingender, erstklassiger Gesang, ein bis zwei genau auf den Punkt gebrachte Lead-Gitarrenpassagen, eine geradezu G\u00e4nsehaut erzeugende Melodie), das zweite (sch\u00f6ne Textzeile: &#8222;Hank Williams might have been a love-sick drinker, but being a love-sick drunk don\u2019t make you a Hank&#8220;), kommt dann trocken, flott und ordentlich rootsig, wobei einem sowohl die oben genannten Red Dirt-Kollegen, als auch Son Volt, Steve Earle oder gar die Gin Blossoms in Erinnerung kommen.<\/p>\n<p>Auch bei weiteren St\u00fccken blinzelt dann die Earle&#8217;sche Songwritingschule hin und wieder durch (z. B. &#8222;Western Skies&#8220;, &#8222;Charleston&#8220;). Beim textlich dramatisch und ergreifend dargebotenen &#8222;Never Saw it Coming&#8220; (klasse Outlaw-Flair) wurde das im Staate Virginia noch relativ aktuell anmutende Thema Amoklauf in fiktiver Form musikalisch aufgearbeitet. Ein unter die Haut gehender, atmosph\u00e4risch, ja in seiner Bedrohlichkeit sehr authentisch wirkender Song. Baumstark auch der prachtvolle, voller texanischem Red Dirt-Feeling und viel Southern Rock-Flair (<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">The Marshall Tucker Band<\/a><\/span>) steckende, kernige, riffige, von satten E-Gitarren durchzogene, gar ein wenig jammig anmutende Roots-\/Countryrocker &#8222;Going home&#8220; (tolles Gitarrensolo am Ende)! Zum Schlu\u00df des Albums wird es dank der recht pr\u00e4gnanten Steel-Arbeit von Greg Leisz noch ein wenig country-infizierter. &#8222;Charleston&#8220; entpuppt sich dabei als recht trockener Honky Tonk-Song mit einer spr\u00f6den Sch\u00f6nheit, wie sie sonst eben nur von einem Steve Earle zelebriert wird.<\/p>\n<p>Gleiches gilt f\u00fcr das finale &#8222;The Song Is All That Remains&#8220;, bei dem James Wilson sein Lied, nur von einer trockenen Akustikgitarre und einem Hauch von hallenden E-Gitarren Hintergrundkl\u00e4ngen begleitet, auf ein Minimum reduziert. Wer auch immer dieser Bill Wilson sein m\u00f6ge, er hat seinen S\u00f6hnen jedenfalls eine Menge musikalisches Talent mit in die Wiege gelegt. &#8222;One Town Away&#8220; ist ein klasse Album! Die Rootsrock-\/Americana-\/Countryrock-Gemeinde darf sich auf eine neue,.richtig starke &#8222;Kapelle&#8220; freuen, die auf dem besten Weg ist, den Etablierten des Genres &#8222;Feuer unterm Hintern&#8220; zu machen. Respekt f\u00fcr diese gro\u00dfartige Leistung!<\/p>\n<p><strong>Gray Fox Records (2009)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil: Country- \/Roots Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Joey&#8217;s Arm<br \/>\n02. Broken Bottles<br \/>\n03. The Rain<br \/>\n04. One Town Away<br \/>\n05. Going Home<br \/>\n06. Never Saw It Coming<br \/>\n07. Western Skies<br \/>\n08. So Much For The Blues<br \/>\n09. Rock And Roll<br \/>\n10. Charleston<br \/>\n11. In the Morning<br \/>\n12. The Song Is All That Remains<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sonsofbill.com\">Sons Of Bill<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/sonsofbill\">Sons Of Bill bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine von gro\u00dfartiger Musikalit\u00e4t und ungemein starkem Songmaterial gepr\u00e4gte, exzellente Mixtur aus genauso w\u00fcrzigen wie wunderbar in unsere Geh\u00f6rg\u00e4nge einfliessende Rootsrock-, Americana- und Countryrock-Elementen, mal durchaus entspannt und relaxt, dann wieder sch\u00f6n kraftvoll und Energie geladen, pr\u00e4sentiert von einer noch richtig hungrig und unverbracht wirkenden, erstklassigen jungen Band aus Charlottesville\/Virginia. 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