{"id":77116,"date":"2026-09-07T18:45:41","date_gmt":"2026-09-07T16:45:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=77116"},"modified":"2026-09-07T18:45:41","modified_gmt":"2026-09-07T16:45:41","slug":"pokey-lafarge-rent-money-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2026\/09\/07\/pokey-lafarge-rent-money-cd-review\/","title":{"rendered":"Pokey LaFarge \u2013 Rent Money \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/cover-Pokey-LaFarge-Rent-Money-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-77118\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/cover-Pokey-LaFarge-Rent-Money-300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/cover-Pokey-LaFarge-Rent-Money-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Beim St\u00f6bern in den Neuank\u00fcndigungen bei Oktober Promotion stie\u00df ich den mir bis dato unbekannten Pokey LaFarge und sein Album \u201eRent Money\u201c. Das <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QF5rZp6Jy6o&#038;list=RDQF5rZp6Jy6o&#038;start_radio=1\">Viedeo<\/a> zum Titelsong hat mich direkt gefangen genommen, obwohl nicht viel passiert. Im Wesentlichen sieht man nur LaFarge, wie er singt und Gitarre spielt. Aber: echt cooler Typ, cooler Style, cooler Song. <\/p>\n<p>Musikalisch liegt der Longplayer einen Schritt neben dem Schwerpunkt von SoS. Er versetzt in die Fr\u00fchzeit des Rock \u2019n Roll, bei dem die Grenzen zum Blues, Ragtime, Swing und Jazz noch nicht so festgezurrt waren. LaFarge entzieht sich sowieso gerne Kategorisierungen, rennt keinen Modetrends nach, sondern macht sein Ding. Dabei kokettiert er gelegentlich mit seiner Rolle als Au\u00dfenseiter, der sich nicht um Konventionen schert (\u201eTold You No\u201c, \u201eStranger\u201c). <\/p>\n<p>Dass eine solche Einstellung im Musikbusiness nicht unbedingt zu finanziellen Erfolg f\u00fchrt, hat LaFarge am eigenen Leib erfahren, obwohl er in seiner nunmehr zwanzigj\u00e4hrigen Karriere einige Preise \u2013 vor allem in der Independent-Szene \u2013 erhielt. Vor dem Hintergrund pers\u00f6nlicher Erfahrungen stehen finanzielle Sorgen der arbeitenden Bev\u00f6lkerung im Zentrum mehrerer St\u00fccke. Dabei schl\u00e4gt er sozialkritische T\u00f6ne an, wobei Inflation und die breiter werdende Kluft zwischen arm und reich sind ja nicht nur in den USA ein Thema. <\/p>\n<p>\u00c4hnlich angelegt und vom Coolnessfaktor auf vergleichbarer Stufe mit dem Titeltrack ist \u201eWork\u201c. Die andere Seite der sozialen Hierarchie beleuchten das swingende \u201eBig Boss Man\u201c und das vom Blues infiltrierte \u201eThe Thing\u201c. Der letztgenannte Song wurde als zweite Single ver\u00f6ffentlicht. Darin wird festgestellt, dass viele Dinge, denen man nachjagt, ihr Gl\u00fccksversprechen nicht einl\u00f6sen, sobald man sie hat. Den Topos, dass man Dinge sowieso nicht mitnehmen kann, wenn die Zeit auf Erden verstrichen ist, bedient \u201eCan\u2019t Take It With You\u201c. Gl\u00fccklich wird man vielleicht, wenn man jemanden gefunden hat, der einen so liebt, wie man ist (\u201eMy Baby Loves Me\u201c, \u201eStick Together\u201c). <\/p>\n<p>Der Sound der Scheibe ist nicht nur technisch gesehen klar. Er l\u00e4sst die einzelnen Instrumente differenziert zur Geltung kommen. Elliot Bergman hatte hier als Produzent und bei der Technik seine Finger im Spiel. Dar\u00fcber hinaus steuerte der Multiinstrumentalist vor allem das Saxophon bei und schrieb die meisten St\u00fccke zusammen mit LaFarge. <\/p>\n<p>Pokey LaFarge entzieht sich mit seiner Musik einfachen Einordnungen. \u201eRent Money\u201c zelebriert einen Retrosound, der sicherlich nicht alle SoS-Leserinnen und Leser anspricht. Dennoch geht von ihm eine gewisse Faszination aus. Der Titelsong sowie \u201eWork\u201c sind Anspieltipps, um sich einen Eindruck von dem aktuellen Werk des Unikats aus Illinois zu verschaffen. <\/p>\n<p><strong>Boxer Boy Records \u2013 Pias (2026)<br \/>\nStil: Independent<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. The Thing<br \/>\n02. My Baby Loves Me<br \/>\n03. Hambone<br \/>\n04. Rent Money<br \/>\n05. Stick Together<br \/>\n06. Work<br \/>\n07. Stranger<br \/>\n08. Can\u2019t Take It With You<br \/>\n09. Told You No<br \/>\n10. Big Boss Man<br \/>\n11. On And On<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.pokeylafarge.net\">Pokey LaFarge<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/PokeyLaFarge\/\">Pokey LaFarge bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/roughtrade.com\/us\/label\/pias\">Pias\/Rough Trade<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Beim St\u00f6bern in den Neuank\u00fcndigungen bei Oktober Promotion stie\u00df ich den mir bis dato unbekannten Pokey LaFarge und sein Album \u201eRent Money\u201c. Das Viedeo zum Titelsong hat mich direkt gefangen genommen, obwohl nicht viel passiert. Im Wesentlichen sieht man nur LaFarge, wie er singt und Gitarre spielt. 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