{"id":71582,"date":"2025-05-03T19:41:47","date_gmt":"2025-05-03T17:41:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=71582"},"modified":"2025-05-04T11:50:18","modified_gmt":"2025-05-04T09:50:18","slug":"ally-venable-money-power-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2025\/05\/03\/ally-venable-money-power-cd-review\/","title":{"rendered":"Ally Venable &#8211; Money &#038; Power &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/AV_300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-71584\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/AV_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/AV_300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Eigentlich haben mir bis dato alle Longplayer von Ally Venable gut gefallen, aber mit dem 2023er Werk &#8222;<a href=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2023\/03\/23\/ally-venable-real-gone-cd-review\/\">Real Gone<\/a>&#8220; hievte sie sich auf eine deutlich sp\u00fcrbar h\u00f6here Ebene. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war es eines der besten Alben des Jahres, auch im Allgemeinen gesehen.\u00a0 Damit verbunden nat\u00fcrlich auch eine hohe B\u00fcrde, was den Nachfolger betrifft.<\/p>\n<p>Und der steht jetzt mit &#8222;Money &amp; Power&#8220; an, f\u00fcr den die Texanerin wieder nach Nashville gegangen ist. Sie hat sich &#8211; frei nach dem auch sicherlich\u00a0 im Musikbiz g\u00fcltigen Prinzip &#8218;Never change a winning team&#8216;-\u00a0 wieder den erfahrenen Musiker, Songschreiber und Produzenten <a href=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Hambridge%2C+Tom\">Tom Hambridge<\/a> erneut ins Boot geholt. Die beiden entwickeln sich, wie auch der neue Silberling wieder beweist, zu einer perfekt funktionierenden Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Der Blick auf das Coverbild wird, auch wenn es vermutlich ironischen Charakter hat, im Rahmen der hier vermeintlich unterst\u00fctzenden Frauenbewegung (O-Ton Ally: &#8222;Frauen d\u00fcrfen in ihrer F\u00e4higkeit, in der Welt zu bestehen, niemals infrage gestellt werden\u201c), aus meiner Sicht einen eher kontraproduktiven Effekt bewirken.<\/p>\n<p>Provokatives Posen, Zigarre rauchend in barockem (Bordell)-Hinterzimmer-Ambiente: da werden sich die meist von wenig Humor gepr\u00e4gten und biestigen Feministinnen wohl\u00a0 eher pikiert echauffieren, denn irgendeine Sinnhaftigkeit in Richtung Gleichberechtigung oder Emanzipation interpretieren.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, der Beginn mit seinem &#8218;Stones meets Rosssington Collins Band&#8216;-southern rockigen Flair ist ein perfekter Einstieg, der von einem stechenden Gastgitarrensolo des aus Mississippi stammenden \u00dcberfliegers Christone &#8218;Kingfish&#8216; Ingram verziert wird,<\/p>\n<p>Die im weiteren Verlauf von Ally und Tom geschriebenen St\u00fccke, bieten sehr viel Abwechslung, in Sachen Tempi und Atmosph\u00e4re, aber auch, was unterschiedliche Musik-Str\u00f6mungen angeht. Und sowas\u00a0 kann man eigentlich nur mit nahezu perfekten Begleitmusikern umsetzen.<\/p>\n<p>Neben ihren beiden etatm\u00e4\u00dfigen B\u00fchnenbegleitern Isaac Pulido und EJ Bedford mischen auch Weltklasse-Gitarrist Kenny Greenberg oder Tastenvirtuose Tim Lauer mit.\u00a0 Dazu kommen noch die pfiffigen Background Vocals des Hambridge-Clans (Rachel, Sarah und Tom).<\/p>\n<p>Der Titelsong &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0K_ag-d5ZoE\">Money &amp; Power<\/a>&#8220; ist &#8211; nomen est omen &#8211; pure Blues Rock Power, da werden selbst Ted Nugent-Fans den Gitarrenriffs und -soli ihre Ehrfurcht erweisen. Da braucht es dann erstmal einen sch\u00f6nen Slow Blues wie &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-T5NI0UXvMk\">Do You Cry<\/a>&#8222;, um halbwegs wieder runterzukommen. &#8222;Heal Me&#8220; h\u00e4tte mit den tollen Slide-Einlagen auch auf jedes RCB-Album gepasst.<\/p>\n<p>Mit dem shuffligen &#8222;Stopper Back Papa&#8220; beginnt eine Phase, in der in den mehr eing\u00e4ngigen Bereich umgeswitcht wird, trotzdem bleibt alles nat\u00fcrlich sehr E-Gitarrenlastig. &#8222;Legends&#8220; hat was vom 90er Pop-Rock der Bangles, &#8222;Keep Me In Mind&#8220; ist ein absoluter Ohrwurm und somit auch mein Favorit des Albums, auch wenn ich mir hier, statt des etwas uninspiriert wirkenden Endes, einfach nur ein songdienliches E-Solo in der Mitte gew\u00fcnscht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Hier kann Ally auch mal sch\u00f6n aus dem g\u00f6renhaften Gesang herausbrechen und ihre durchaus variable Stimmseite in den Vordergrund stellen. Auf vokalem Parkett hat sie dann beim tollen Duett mit der furios singenden Shemekia Copeland in &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oFmRo-exjJ0\">Unbreakable<\/a>&#8220; (\u201eDieser Song verbreitet eine Botschaft von Frauen, die unterdr\u00fcckt wurden\u201c) nat\u00fcrlich einen schweren Stand, meistert das aber ganz gut.<\/p>\n<p>&#8222;Steppinig Stone&#8220; \u00fcberrascht dann wieder mit einer Portion 90er-Pretenders-Note. Den kr\u00f6nenden Abschluss bildet aber das in der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qH-rPt1ftSo\">Originalversion<\/a> von Janet Jackson fast nicht topbare &#8222;Black Cat&#8220;, der diesen tollen Song noch mal in der Blues Rock 4.0-Version aufleben l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Tom &amp; Ally &#8211; das passt!\u00a0 Ich h\u00e4tte nie gedacht, dass das auf &#8222;Real Gone&#8220; erzielte Niveau mit &#8222;Money &amp; Power&#8220; erneut gehalten werden kann. Die gerade mal 26-j\u00e4hrige Texanerin Ally Venable katapultiert sich mit diesem fulminanten Werk endg\u00fcltig in das Nonplusultra der weiblichen Blues Rock-Riege.<\/p>\n<p>Ich freue mich schon jetzt die Tracks bei ihrem bereits best\u00e4tigten, n\u00e4chsten Gig im Rheinberger to hoop in der Live-Version begutachten zu k\u00f6nnen!<\/p>\n<p><strong>Ruf Records (2025)<br \/>Stil: Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>01. Brown Liquor<br \/>02. Maybe Someday<br \/>03. Money &amp; Power<br \/>04. Do You Cry<br \/>05. Heal Me<br \/>06. Stopper Back Papa<br \/>07. Legends<br \/>08. Keep Me In Mind<br \/>09. Unbreakable<br \/>10. Steppinig Stone<br \/>11. Feel That Sting<br \/>12. Black Cat<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/allyvenableband.com\/\">Ally Venable<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/AllyVenableBand\/\">Ally Venable bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/wordpress.rufrecords.de\/\">Ruf Records<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/http:\/\/www.brooke-lynn-promotion.de\/\">Brooke Lynn Promotion<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich haben mir bis dato alle Longplayer von Ally Venable gut gefallen, aber mit dem 2023er Werk &#8222;Real Gone&#8220; hievte sie sich auf eine deutlich sp\u00fcrbar h\u00f6here Ebene. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war es eines der besten Alben des Jahres, auch im Allgemeinen gesehen.\u00a0 Damit verbunden nat\u00fcrlich auch eine hohe B\u00fcrde, was den Nachfolger betrifft. 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