{"id":68512,"date":"2024-12-09T17:13:17","date_gmt":"2024-12-09T16:13:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=68512"},"modified":"2024-12-09T17:18:48","modified_gmt":"2024-12-09T16:18:48","slug":"the-doohickeys-all-hat-no-cattle-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2024\/12\/09\/the-doohickeys-all-hat-no-cattle-cd-review\/","title":{"rendered":"The Doohickeys &#8211; All Hat No Cattle &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DH_300.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-68515\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DH_300.png 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DH_300-150x150.png 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Ich muss gestehen, dass ich lange Zeit mit traditioneller Country-Musik nur wenig anfangen konnte, besonders was die Zeiten betraf, bevor <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Garth+Brooks\">Garth Brooks<\/a> So Glanzvoll in Erscheinung trat. Das hat sich mit fortschreitenden Jahren deutlich ge\u00e4ndert, wobei ich mich frage, ob ich mittlerweile tats\u00e4chlich alt geworden bin.<\/p>\n<p>In Wahrheit liegt es aber daran , dass viele Scheiben und Produktionen heute nicht mehr so altbacken klingen und die instrumentelle Umsetzung sowie die federf\u00fchrenden Interpreten deutlich eing\u00e4ngiger daherkommen. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr sind The Doohickeys. Hinter dem Namen verbirgt sich ein medienerprobtes Duo, bestehend aus Haley Spence Brown und Jack Hackett, das sich bei Arbeiten f\u00fcr das TV-Satire-Magazin der University Of California kennengelernt hatte und auf einer Halloween Party seine gemeinsamen musikalischen Interessen entdeckt hatte.<\/p>\n<p>Mit \u201cAll Hat, No Cattle\u201d bringen sie jetzt ihr Deb\u00fctalbum heraus, nachdem sie mit Songs wie dem country-rockigen Opener \u201c<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=oDHf9alkjCI\">Rein It In Cowboy<\/a>\u201d, dem Titelsong und &#8222;This Town Sucks&#8220; sowohl bei Auftritten, social media-m\u00e4\u00dfig, als auch in Kontest-Hinsichten, bereits gro\u00dfes Aufsehen erregt hatten.<\/p>\n<p>Und auch meine Wenigkeit attestiert ihnen ein gro\u00dfartiges Erstwerk, das von Anfang bis Ende einen H\u00f6rgenuss mit viel Spa\u00df (klasse Texte, schade, dass es nicht noch f\u00fcr ein kleines Steckfaltblatt im DigiPak gereicht hat), stimmlicher und musikalischer Abwechslung sowie instrumenteller Feinheiten bietet. Da sind zum einen der Wechsel von weiblichen und m\u00e4nnlichen Leadgesang in allen Variationen (dazu in klasse Harmonieges\u00e4nge m\u00fcndend), als auch die wunderbar satirischen, kritischen, oft auch mit sympathischer Selbstironie angelegten Texte, wie man es auch schon bei vielen Titeln wie &#8222;Too Ugly To HItchhike&#8220;, \u201cAll Hat, No Cattle\u201d oder &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=O6AENW_QPZQ\">I Wish My Truck Was Bigger<\/a>&#8220; direkt erahnen kann.<\/p>\n<p>Letztgenannter Track beschreibt sch\u00f6n einen gewissen Neid, den man in unseren Sph\u00e4ren gewissen m\u00e4nnlichen SUV-Fahrern zuschreibt, die beiden gehen hier sogar noch etwas weiter, was die Art des Fahrzeugs betrifft, in Amerika denkt man ja schon seit je her etwas gr\u00f6\u00dfer&#8230; Klasse auch, wie im abschlie\u00dfenden &#8222;City Folk&#8220;, gemeine St\u00e4dter humorvoll mit ihren Countrywurzeln in Einklang gebracht werden.<\/p>\n<p>Ganz stark auf dem von Eric Corne produzierten Werk sind vor allem die vielen instrumentellen Feinheiten (Fiddle, viel weinende und leiernde Steel, klare Akustik- und E-Gitarren) der involvierten Musiker (u. a. Adam Arcos, Matt, Tecu, Jordan Bush, Aubrey Richmond, Eugen Edwars), die sehr modern und transparent zum Vorschein kommen.\u00a0 So erh\u00e4lt man am Ende einen sehr abwechslungsreichen Mix aus Country-rockigen, zum Teil mit dezenten Southern Rock-Anleihen, flotten Bakersfield- als auch typischem Storytelling-Country.<\/p>\n<p>Am Ende ist es den Doohickeys mit ihrem Deb\u00fct &#8222;All Hat, No Cattle&#8220; eindrucksvoll gelungen, mit traditionell gehaltenem Country, den reviewenden Stadtmenschen hier, der bis dato Rinder nur vom Sehen und auf dem Teller kennt, den imagin\u00e4ren (Cowboy-) Hut ehrfurchtsvoll ziehen zu lassen. Eine tolle \u00dcberraschungsscheibe am Ende des Jahres, die als klarer Kauftipp attestiert wird!<\/p>\n<p><strong>Forty Delow Records (2024)<\/strong><br \/><strong> Stil: Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Rein It In Cowboy<br \/>02. Can&#8217;t Beat My Ol&#8216; Beater<br \/>03. This Town Sucks<br \/>04. I Don&#8217;t Give A Damn About Football<br \/>05. I Wish My Truck Was Bigger<br \/>06. Farm Lawyer<br \/>07. Mr. Fix It<br \/>08. Too Ugly To HItchhike<br \/>09. All Hat, No Cattle<br \/>10. Please Tell Me You&#8217;re Sleepin&#8216;<br \/>11. You Can&#8217;t Dance<br \/>12. City Folk<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.thedoohickeysband.com\">The Doohickeys<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/p\/The-Doohickeys-100083671484735\/\">The Doohickeys bei Facebook<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich muss gestehen, dass ich lange Zeit mit traditioneller Country-Musik nur wenig anfangen konnte, besonders was die Zeiten betraf, bevor Garth Brooks So Glanzvoll in Erscheinung trat. Das hat sich mit fortschreitenden Jahren deutlich ge\u00e4ndert, wobei ich mich frage, ob ich mittlerweile tats\u00e4chlich alt geworden bin. 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