{"id":65080,"date":"2024-04-25T19:08:47","date_gmt":"2024-04-25T17:08:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=65080"},"modified":"2024-04-26T16:10:41","modified_gmt":"2024-04-26T14:10:41","slug":"charley-crockett-10-cowboy-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2024\/04\/25\/charley-crockett-10-cowboy-cd-review\/","title":{"rendered":"Charley Crockett \u2013 $10 Cowboy \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/cover-Charley-Crockett-10-Cowboy-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-65081\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/cover-Charley-Crockett-10-Cowboy-300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/cover-Charley-Crockett-10-Cowboy-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>\u201eThose folks who talk about me have never lived no life like mine.\u201c So lautet ein Vers aus \u201eGood At Losing\u201c, der Kritikern nochmal in Erinnerung ruft, dass sie nur begrenzte Kompetenzen haben, \u00fcber das Werk von anderen zu urteilen. Ebenso ist es schwierig, die Authentizit\u00e4t der erz\u00e4hlten Geschichten festzustellen. Charley Crocketts neues Werk wirkt jedenfalls ehrlich, wenn es darum geht, einen Einblick in sein Leben zu geben. Er geh\u00f6rt zu der Spezies, die unerm\u00fcdlich unterwegs ist und am laufenden Band Longplayer herausbringt. Dieses Leben on the road thematisiert Crockett auf \u201e$10 Cowboy\u201c und verbindet seine Reflexionen gelegentlich mit einem Blick auf die Atmosph\u00e4re in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Songs entstanden innerhalb von zwei Monaten, die er im Bus w\u00e4hrend seiner Tour quer durch die USA verbrachte.<\/p>\n<p>Mit dem neuen Album macht Crockett als Songwriter einen gewaltigen Sprung nach vorn. Sein pr\u00e4gnanter Gesang gibt seinen diversen Cover-Projekten einen eigenen Reiz und auch unter seinen selbstverfassten Kompositionen finden sich beachtliche St\u00fccke, die lange Zeit nachwirken. Mit \u201e$10 Cowboy\u201c gelingt ihm allerdings sein bislang bestes Album, das keinen einzigen Durchh\u00e4nger aufweist. Dies liegt zum einen an den authentisch wirkenden Texten, aber zum anderen auch an den ausgearbeiteten Songstrukturen, die sowohl eing\u00e4ngig als auch variationsreich sind. Crockett l\u00f6st sich dabei etwas st\u00e4rker von den traditionellen Mustern, auf die er fr\u00fcher deutlicher rekurriert.<\/p>\n<p>Man kann Crockett sicherlich als derzeit f\u00fchrenden Vertreter des New Traditional Country bezeichnen. Die klassischen Elemente des Genres greift er auf (\u201eDiamond In The Rough\u201c, \u201eMidnite Cowboy\u201c), sie wirken aber nie althergebracht oder langweilig. Besonders das lockere \u201eAin\u2019t Done Losing\u201c geht mit seinem runden Refrain ins Ohr. Die St\u00fccke sind abwechslungsreich arrangiert. Streicher untermalen \u201eGood At Losing\u201c; Bl\u00e4ser geben \u201eAmerica\u201c Soul mit. Einen souligen Einschlag haben auch \u201eGettin\u2018 Tired Again\u201c sowie \u201eLead My Way\u201c.<\/p>\n<p>Das dylaneske \u201eSolitary Road\u201c, auf dem Crockett der elektrischen Gitarre Raum gibt, sticht auf dem Album hervor. Es unterstreicht die These, dass sein Songwriting eine neue Qualit\u00e4tsstufe erreicht hat. Die Namen der einzelnen Tracks, wie beispielsweise der Titel der ersten Single \u201eHard Luck &amp; Circumstances\u201c, deuten bereits an, dass Crockett R\u00fcckschl\u00e4ge und Niederlagen verarbeitet, dabei verliert er aber den Blick f\u00fcr das Sch\u00f6ne am Wegesrand (\u201eCity Of Roses\u201c) nicht. Crockett zeigt sich als Mann, der zu seinen Entscheidungen und seine Wahl ein Leben als durchziehender Vagabund zu f\u00fchren, steht.<\/p>\n<p>Mit \u201e$10 Cowboy\u201c legt Charley Crockett ein Meisterwerk vor, das seine bisherigen Alben \u00fcbertrifft. Dabei sind weniger die einzelnen Titel, von den er bereits zuvor einige hervorragende aufzuweisen hat, sondern die Geschlossenheit des Konzepts hervorzuheben. In den Texten zieht er Bilanz \u00fcber sein Leben als st\u00e4ndig tourender Musiker. Das ist thematisch nicht neu, aber die Tiefe der Selbstreflexion ist beachtlich. Musikalisch bleibt er zwar seiner Richtung treu, aber auch hier ist ein freier und kreativer Umgang mit den Traditionen auszumachen.<\/p>\n<p><strong> Son Of Davy \u2013 Thirty Tigers\/Membran (2024)<br \/>Stil: Country<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>01. $10 Cowboy<br \/>02. America<br \/>03. Hard Luck &amp; Circumstances<br \/>04. Good At Losing<br \/>05. Gettin\u2019 Tired Again<br \/>06. Spade<br \/>07. Diamond In The Rough<br \/>08. Ain\u2019t Done Losing<br \/>09. Solitary Road<br \/>10. City Of Roses<br \/>11. Lead The Way<br \/>12. Midnite Cowboy<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.charleycrockett.com\/\">Charley Crockett<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/charleycrockettmusic\/\">Charley Crockett bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.thirtytigers.com\/\">Thirty Tigers<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets \u201eThose folks who talk about me have never lived no life like mine.\u201c So lautet ein Vers aus \u201eGood At Losing\u201c, der Kritikern nochmal in Erinnerung ruft, dass sie nur begrenzte Kompetenzen haben, \u00fcber das Werk von anderen zu urteilen. Ebenso ist es schwierig, die Authentizit\u00e4t der erz\u00e4hlten Geschichten festzustellen. 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