{"id":65023,"date":"2024-04-10T19:56:30","date_gmt":"2024-04-10T17:56:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=65023"},"modified":"2024-04-10T20:05:39","modified_gmt":"2024-04-10T18:05:39","slug":"joe-bonamassa-09-04-2024-lanxess-arena-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2024\/04\/10\/joe-bonamassa-09-04-2024-lanxess-arena-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Joe Bonamassa &#8211; 09.04.2024, Lanxess Arena, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/JB_haupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-65032\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/JB_haupt.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/JB_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/JB_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Ich habe immer so das Gef\u00fchl, dass die gediegene Blues-Klientel den Begriff \u201aWeiterentwicklung\u2018 scheut, wie der Teufel das Weihwasser. Gerade im Fall Joe Bonamassa habe ich es schon so oft vernommen, dass alles, was der aus New York stammende Musik-Tausendsassa heute betreibt, reflexartig verdammt wird und auf seine (angeblich) brillanten Anfangstage verwiesen wird.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich sehe das allerdings komplett anders, ich finde, dass er sich, besonders seit seiner Zusammenarbeit mit Musikern der Nashville-Extraklasse-Garde und auch vor allem gesanglich deutlich gegen\u00fcber den Fr\u00fchzeiten verbessert hat. Dazu verfolgte er von Beginn an, was ich als v\u00f6llig legitim erachte, einen klaren Plan, sich mit seinem extravaganten K\u00f6nnen und Talent, aus der \u00dcberschaubarkeit der kleinen und mittleren Locations herauszuspielen.<\/p>\n<p>Und mit mir haben das scheinbar auch die am gestrigen Abend anwesenden ca. 4.500 Zuschauer in der ansprechend gef\u00fcllt aussehenden bestuhlten Lanxess-Arena so gesehen, die von der Altersstruktur sehr sch\u00f6n durchmischt gewesen ist. Hei\u00dft wohl, dass es Bonamassa mittlerweile gelingt, die in diesem Metier oft festgefahrenen Altersstrukturen zu durchbrechen und die Blues (Rock)-Musik auch f\u00fcr nachfolgende Generationen attraktiv zu gestalten. Von daher, aus meiner Sicht, alles richtig gemacht.<\/p>\n<p>Der Gig an diesem Abend in der Domstadt, um es vorwegzunehmen, war absolut fantastisch, der bis dato eindeutig beste Auftritt, den ich von ihm plus seinem aktuellen Begleitensemble, bestehend aus der kr\u00e4ftigen Rhythmusfraktion Calvin Turner und Lamar Carter, den Backgrounds\u00e4ngerinnen <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jade+MacRae+%26+Mahalia+Barnes\">Jade MacRae<\/a> und Danniele De Andrea, sowie den etatm\u00e4\u00dfigen Begleitern <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Josh+Smith\">Josh Smith<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Reese+Wynans\">Reese Wynans<\/a>, erlebt habe.<\/p>\n<p>Wir hatten Pl\u00e4tze ganz vorne in der N\u00e4he der B\u00fchne, der Sound war wunderbar transparent. Joe wirkte von Beginn an locker wie nie, allein schon die beiden ruhigeren Sachen in der Anfangsphase \u201e24 Hour Blues\u201c und \u201eSelf Inflicted Wounds\u201c waren ph\u00e4nomenal. Sehr stark pr\u00e4sent von Beginn an waren die beiden Backgrounds\u00e4ngerinnen, die mit ihrer ansteckenden Ausstrahlung und ihren kr\u00e4ftigen Vokalorganen einen herrlichen Counterpart zum Fronter abgaben.<\/p>\n<p>Auch alle anderen Akteure wurden diesmal deutlich st\u00e4rker eingebunden (der agile und viel Power gebende Carter mit Drumsolo innerhalb von\u201c Just Got Paid\u201c, Altmeister Wynans mit Orgel- und HT-Soli (z. B. \u201eLazy Poker Blues\u201c) sowie vielen gef\u00fchlvollen Untermalungen bei Joes Soli (grandios u. a. beim progressiven \u201eThe Last Matador Of Bayonne\u201c) und sogar Rhythmusgitarrist Josh Smith konnte sich diesmal als Solist bei einigen Gelegenheiten profilieren (\u201eSelf Inflicted Wounds\u201c, \u201eShout About It\u201c, \u201eLazy Poker Blues\u201c, dazu sch\u00f6ne Twins mit Joe bei \u201eMountain Time\u201c).<\/p>\n<p>Joe selbst spielte sich, egal, ob auf den unterschiedlichen Gibson -oder Fendermodellen unterwegs, zum Teil in einen wahren Rausch und demonstrierte nachhaltig seine unglaubliche Fingerfertigkeit. In den ruhigeren Phasen seiner Soli (da erwies sich die Audienz erstaunlich empathisch, es waren \u00fcberhaupt keine \u201aDazwischenquatscher\u2018 auszumachen) gab es mehrfach echte G\u00e4nsehautmomente.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens nach der Vorstellung der Band und den stehenden Ovationen der gesamten Arena f\u00fcr Reese Wynans (quasi f\u00fcr seine musikalische Lebensleistung), ging es dann stehend (viele str\u00f6mten dann vorne an die B\u00fchne) in eine fulminante Zweith\u00e4lfte mit weiteren Highlightsongs wie \u201eHeart That Never Waits\u201c, \u201eIt Is Safe To Go Home\u201c und dem \u201eLazy Poker Blues\u201c.<\/p>\n<p>Der unterhaltsame Reigen der vielen, dem Blues angelehnten Stilen (klasse Songauswahl und auch -anordnung), die hier perfekt gemischt wurden, ging dann zum Ende in die Southern-Phase \u00fcber, wo <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Tops<\/a> \u201eJust Got Paid\u201c mit einem nahezu infernalen Instrumentalteil geboten wurde, und mit dem Fan-Favoriten \u201eMountain Time\u201c (mit ABB-Flair), Wasser auf unsere speziellen M\u00fchlen gegossen wurde.<\/p>\n<p>Fazit: Auch wenn <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Eric Clapton<\/a> zuschauertechnisch vielleicht momentan immer noch gr\u00f6\u00dferen Zuspruch im Genre genie\u00dfen sollte, hat \u201aSmokin\u2018 Joe\u2018 in aktiver, kreativer und spielerischer Hinsicht l\u00e4ngst das Zepter im Blues-Olymp \u00fcbernommen. Die reale Nummer 1 des 21. Jahrhunderts hei\u00dft demnach mittlerweile eindeutig Joe Bonamassa!<\/p>\n<p>Vielen Dank an Mark Dehler von Netinfect Promotion, der uns dieses tolle Ereignis erm\u00f6glicht hat!<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>Joe Bonamassa (lead vocals, electric guitar)<br \/>Josh Smith (electric guitar)<br \/>Reese Wynans (keys)<br \/>Calvin Turner (bass)<br \/>Lamar Carter (drums)<br \/>Dannielle De Andrea (vocals)<br \/>Jade MacRae (vocals, percussion)<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>Text: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/jbonamassa.com\/\">Joe Bonamassa<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/JoeBonamassa\">Joe Bonamassa bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.netinfect.de\">Netinfect Promotion<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.https:\/\/www.lanxess-arena.de\/\">Lanxess Arena, K\u00f6ln<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe immer so das Gef\u00fchl, dass die gediegene Blues-Klientel den Begriff \u201aWeiterentwicklung\u2018 scheut, wie der Teufel das Weihwasser. 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