{"id":63037,"date":"2023-11-05T19:02:00","date_gmt":"2023-11-05T18:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=63037"},"modified":"2023-11-06T10:12:26","modified_gmt":"2023-11-06T09:12:26","slug":"stone-water-04-11-2023-kulturrampe-krefeld-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2023\/11\/05\/stone-water-04-11-2023-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Stone Water &#8211; 04.11.2023 &#8211; Kulturrampe, Krefeld &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"799\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/SW_haupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-63138\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/SW_haupt.jpg 799w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/SW_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/SW_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>&#8222;Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich&#8220; hei\u00dft ein Sprichwort, das sich auch hier am linken Niederrhein gro\u00dfer Beliebtheit erfreut. Leidtragende war diesmal, wie schon \u00f6fter bei Bands, die zum ersten Mal in einer Location live auftreten, unsere geliebte Kulturrampe in Krefeld.<\/p>\n<p>Die neu gegr\u00fcndete Band um den Ex-<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Vanja+Sky\">Vanja Sky<\/a>-Gitarristen Robert Wendt, Stone Water, hatte mit &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2023\/09\/13\/stone-water-make-me-try-cd-review-gewinnspiel\/\">Make Me Try<\/a>&#8220; vor geraumer Zeit ein hervorragendes Deb\u00fctalbum hingelegt und \u00fcberregional zurecht unisono starke Kritiken eingeheimst. Dementsprechend war meine Vorfreude gro\u00df und ich hatte, ehrlich gesagt, etwas mehr als nur gute 50 Zuschauer erwartet. Aber immerhin, es gab schon heute angesagte Combos, die hier mit weniger gestartet sind.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich hatte das Eintreten des E-Gitarren-Virtuosen Ben Forrester, der in Krefeld auch schon einige klasse Auftritte in diversen Konstellationen hingelegt hatte, in das bisherige Quartett, f\u00fcr zus\u00e4tzliche Spannung gesorgt. W\u00fcrde er der Musik einen deutlicheren Southern-Stempel auferlegen?<\/p>\n<p>Das Gute an der kleinen engen Rampe ist, dass sich die Audienz, auch bei nur mittlerem Besuch, meist gut verteilt, sodass man aus Sicht der Band nicht das Gef\u00fchl haben muss, quasi vor leeren R\u00e4ngen zu spielen. Das war dann auch so, mit der schummrigen Beleuchtung und der von Anfang an guten Stimmung, relativierte sich alles einigerma\u00dfen.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt stand dann, wie nicht anders zu erwarten, auch das neue Album, das dann in zwei Sets komplett durchgespielt wurde, hinzu kam mit &#8222;Can&#8217;t You Hear Me Knocking&#8220; ein weiteres Stones-St\u00fcck, mit &#8222;Jealous Again&#8220; sowie &#8222;Thick &#8218;N Thin&#8220; zwei <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Black+Crowes\">Black Crowes<\/a>-Cover und das durch Joe Cocker bekannt gewordene Dave Mason-Lied &#8222;Feelin&#8216; Alright&#8220; als erste Zugabe.<\/p>\n<p>Der Besuch von Stone Water war insgesamt absolut lohnenswert, um es aber vorweg zu nehmen, das grandiose Niveau der Studioscheibe konnte nicht auf die B\u00fchne transportiert werden, da passte noch nicht alles im hybriden Bandgef\u00fcge. Das Quintett befindet sich legitimer Weise nach erst drei Live-Auftritten scheinbar noch in der Findungsphase und das sp\u00fcrte man als erfahrener Konzertbesucher, beziehungsweise Rezensent, dann doch irgendwo.<\/p>\n<p>Lediglich die von anderen Acts eingespielte Rhythmusfraktion, bestehend aus Artjom Feldtser und Hanser Sch\u00fcler spielte ihren Part gewohnt abgekl\u00e4rt und routiniert, beide \u00fcberzeugten auch mit perfekt sitzenden Harmonieges\u00e4ngen, konnten nach meinem Geschmack damit allerdings nicht die weiblichen Einlagen auf dem Tontr\u00e4ger kompensieren. Hanser Sch\u00fcler versuchte mit zwischenzeitlichen Ansagen, auch ein wenig den Druck von S\u00e4nger Bob Beerman zu nehmen.<\/p>\n<p>Der machte f\u00fcr meinen Geschmack mit seiner sympathischen, mimisch, gestenreichen und auch stimmlich engagierten Performance einen klasse Job (dazu mit einigen Harp- und Perkussion-Einlagen) &#8211; ich mag das mehr als introvertierte, wortkarge Fronter &#8211; wurde mit zunehmender Zeit aber immer wibbeliger und verhaspelte sich bei einigen Ansagen.<\/p>\n<p>Gerade bei Ben Forrester hatte man den Eindruck, dass er noch nicht so richtig seinen Platz im Kollektiv gefunden zu haben scheint. Aber auch er gl\u00e4nzte nat\u00fcrlich mit einigen exquisiten Soli und sch\u00f6ner Fillarbeit auf seiner Les Paul. St\u00fccken wie &#8222;Sway&#8220; oder &#8222;Feeelin&#8216; Alright&#8220; bekamen dann durch ihn auch den erhofften Southern-Touch.<\/p>\n<p>Last but not least konnte man selbst &#8218;Bandleader&#8216; Robert Wendt eine gewisse anhaltende Anspannung anmerken. Kein Wunder, er hat mehr als nur viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt und unmittelbar anstehende neue Vaterfreuden kamen an diesem Abend noch dazu. Er hatte seine starken Phasen, wenn er den Bottleneck zum Sliden \u00fcberstreifte und auch im Akustk-Set zusammen mit Beerman zu Beginn des zweiten Sets (&#8222;Back Door Man&#8220;, &#8222;If You Get Lost&#8220;).<\/p>\n<p>Das insgesamt wie \u00fcblich gut mitgehende Publikum in der Rampe animierte Stone Water noch zu zwei Zugaben, wobei dann &#8222;Fare Thee Well&#8220; vom Album das Finale bildete. Am Ende hatte ich es jedenfalls nicht bereut, mich an diesem verregneten Abend auf den Weg nach Krefeld gemacht zu haben. Ich bin mir sicher, dass sich das Quintett noch im Laufe der anstehenden Konzerte deutlich steigern wird. In Stone Water steckt ohne Zweifel sehr viel Potential!<\/p>\n<p>Mein Appell (wie auch der in etwa von Bob Beerman vor &#8222;Feelin&#8216; Alright&#8220;) an Liebhaber von handgemachter ehrlicher Live-Rockmusik: Besucht mehr solche Gigs, anstatt vor der heimischen Glotze zu hocken, und sich von den, von Politikern, religi\u00f6s motivierten Seelenf\u00e4ngern und sonstigen Gierh\u00e4lsen verantworteten heutigen Zeiten, deprimieren zu lassen. Man unterst\u00fctzt nicht nur ein mittlerweile schwer gef\u00e4hrdetes St\u00fcck Kultur, sondern f\u00fchlt sich danach wirklich deutlich besser, versprochen!<\/p>\n<p><strong>Line-up:<\/strong><br \/>Bob Beerman \u2013 lead vocals, harp, percussion<br \/>Robert Wendt \u2013 electric guitar, acoustic guitar, bgv<br \/>Ben Forrester \u2013 electric guitar<br \/>Artjom Feldtser \u2013 bass, bgv<br \/>Hanser Sch\u00fcler \u2013 drums, bgv<\/p>\n<p>Bilder: Michael Segets<br \/>Text: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stonewaterband.com\/\">Stone Water<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/stonewaterband\/\">Stone Water bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.kulturrampe.de\/\">Kulturrampe, Krefeld<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich&#8220; hei\u00dft ein Sprichwort, das sich auch hier am linken Niederrhein gro\u00dfer Beliebtheit erfreut. 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