{"id":62302,"date":"2023-09-29T18:24:13","date_gmt":"2023-09-29T16:24:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=62302"},"modified":"2023-09-29T18:24:15","modified_gmt":"2023-09-29T16:24:15","slug":"flats-sharps-27-09-2023-kulturrampe-krefeld-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2023\/09\/29\/flats-sharps-27-09-2023-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Flats &#038; Sharps \u2013 27.09.2023, Kulturrampe, Krefeld \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"799\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FS_haupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-62304\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FS_haupt.jpg 799w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FS_haupt-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/FS_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Bluegrass liegt so eher am Randbereich meiner musikalischen Vorlieben. Dass ich mich dann doch an einem Mittwochabend zum Konzert von Flats &amp; Sharps aufgeraffte, lag vor allem daran, dass sich nur noch ein paar Gelegenheiten ergeben, die Rampe unter der Federf\u00fchrung von Markus Peerlings zu besuchen. Ob auch weiterhin Bands aus dem Spartenprogramm, die kein ausverkauftes Haus erwarten lassen, auf der schr\u00e4gen B\u00fchne stehen, wird die Zukunft zeigen. Wie stets bereute ich meinen Gang zum Gro\u00dfmarkt nicht, denn der Auftritt der gut aufgelegten Flats &amp; Sharps bot ein kurzweiliges Vergn\u00fcgen der besonderen Art.<\/p>\n<p>Zum Einstieg lobte \u201ePille\u201c die auffallende P\u00fcnktlichkeit englischer Bands und so versammelten sich die vier M\u00e4nner von Flats &amp; Sharps punktgenau um 20.30 Uhr rund um das zentrale Mikro. Sie stimmten mit \u201eEast Virginia\u201c gemeinsam auf den Abend ein, den sie in zwei Sets mit fast drei\u00dfig St\u00fccken in einer Mischung aus Traditionals, Covern und eigenen Kompositionen bestritten. Den Auftritt moderierte Mickey Ponsford, der mit einigen unterhaltsamen Anekdoten die Songs kommentierte und dabei spielerisch Kontakt zum Publikum aufbaute, das die Darbietungen durchweg mitging.<\/p>\n<p>Ponsford dominierte mit seiner Mandoline allerdings nicht durchg\u00e4ngig, sondern alle Bandmitglieder hatten in den St\u00fccken ihren Part. So traten abwechselnd die jeweiligen Protagonisten n\u00e4her an das Mikro, um mit ihrem Instrument die Melodief\u00fchrung zu \u00fcbernehmen und ihre Fingerfertigkeit an den Saiten zu demonstrieren. Auch die Lead Vocals wurden aufgeteilt. Ponsford gefolgt von Danny Hart hatten dabei zwar die gr\u00f6\u00dften Anteile, aber Bassist Liam Fitzharris kam ebenfalls gelegentlich zum Zuge. Einzig Josh Warner hatte als S\u00e4nger kein Solo, stieg jedoch bei den h\u00e4ufig mehrstimmigen Gesangspassagen mit ein. Seine Einlagen an der akustischen Gitarre honorierte das Publikum h\u00e4ufig mit Szenenapplaus.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Abwechslung brachte Hart dadurch in die Performance, dass er das Banjo ab und zu gegen die Geige tauschte. Die Bandbesetzung auf der B\u00fchne wechselte zweimal. Einmal stand Hart alleine mit seinem Banjo im Rampenlicht, das andere Mal gaben Ponsford und Fitzharris ein Duett zum Besten. Fitzharris legte daf\u00fcr seinen Double Bass zur Seite und begleitete Ponsford auf der Gitarre. Der Bassist, sonst gerne f\u00fcr einen Spa\u00df zu haben, offenbarte hier eine sensible Seite. Die zwischenzeitlich inaktiven Mitglieder der Formation versorgten sich an der Theke, um den Fl\u00fcssigkeitsverlust in der angenehm temperierten Location auszugleichen.<\/p>\n<p>Im ersten Set lag der Schwerpunkt der Songauswahl auf St\u00fccken ihres Longplayers \u201eThe Play\u201c (2020). Neben dem Titeltrack wurden untern anderem \u201eNobody\u2018s Love Is Like Mine\u201c, das von Ralph Stanley stammt, sowie \u201ePike County Breakdown\u201c, das schon Lester Flatt mit Earl Scruggs interpretierte, gespielt. Ebenfalls auf dem Album findet sich \u201eRay\u201c, mit dem sich die Band in die Pause verabschiedete. Highlights des ersten Konzertabschnitts waren f\u00fcr mich die \u00e4lteren Songs \u201eBoat\u201c und \u201eCaleb Meyer\u201c.<\/p>\n<p>Bereits vor der Unterbrechung pr\u00e4sentierten Flats &amp; Sharps mit \u201eFor My Sins\u201c und \u201ePretty Fair Maid In The Garden\u201c zwei Titel ihrer aktuellen CD \u201eIn The Glass\u201c (2022). Die Vorstellung dieses Longplayers stand dann im Zentrum des zweiten Sets. \u201eI\u2019m Better Off Without You\u201c, \u201eTake These Eyes\u201c, \u201eI\u2018m Doing Fine\u201c sowie das starke, von Hart gesungene \u201eLittle Girl Of Mine In Tennessee\u201d sind auf dem letzten Album vertreten. Die St\u00fccke, bei denen Hart die Lead Vocals \u00fcbernahm, klangen etwas rauer und gingen tendenziell in eine Spielart des Bluegrass, die man gew\u00f6hnlich in Amerika ansiedelt.<\/p>\n<p>Aber auch West Cornwall, der Stammsitz von Flats &amp; Sharps, hat landschaftlich und, wie sich an dem Abend zeigte, musikalisch seinen Reiz. So stellten f\u00fcr mich die beiden hintereinander gespielten \u201eWe Should Be Friends\u201c und \u201eOpen Up The Door\u201c \u2013 wiederum auf der 2022er Ver\u00f6ffentlichung zu finden \u2013 einen weiteren H\u00f6hepunkt des Abends dar. Der Auftritt endete schlie\u00dflich schwungvoll mit der Zugabe \u201eMy Walking Shoes Don\u2019t Fit Me Anymore &amp; Train 45\u201c.<\/p>\n<p>Das sympathische Quartett aus England hat Eindruck bei dem Publikum hinterlassen und ein Empfehlungsschreiben f\u00fcr den Bluegrass ausgestellt. Die Band zeigte sich von der Location, der Betreuung durch Markus Peerlings und seine Mannschaft sowie selbstverst\u00e4ndlich vom Krefelder Publikum begeistert. So bleibt zu hoffen, dass die Kulturrampe auch weiterhin Musikern eine B\u00fchne bietet, die abseits des Mainstreams aktiv sind.<\/p>\n<p><strong>Line-up:<\/strong><br \/>Mickey Ponsford (lead vocals, mandoline)<br \/>Danny Hart (vocals, banjo, fiddle)<br \/>Liam Fitzharris (vocals, double bass, guitar)<br \/>Josh Warner (vocals, guitar)<\/p>\n<p>Text und Bilder: Michael Segets<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.flatsandsharps.net\">Flats &amp; Sharps<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/flatsandsharps\/\">Flats &amp; Sharps bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.kulturrampe.de\/\">Kulturrampe<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bluegrass liegt so eher am Randbereich meiner musikalischen Vorlieben. 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