{"id":5931,"date":"2016-01-02T19:21:43","date_gmt":"2016-01-02T18:21:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=4086"},"modified":"2020-07-13T11:39:16","modified_gmt":"2020-07-13T09:39:16","slug":"grainne-duffy-27-10-2015-topos-leverkusen-konzertbericht-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/01\/02\/grainne-duffy-27-10-2015-topos-leverkusen-konzertbericht-2\/","title":{"rendered":"Grainne Duffy &#8211; 27.10.2015, topos, Leverkusen  \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/DSC077251.jpg\" \/><\/p>\n<p>Normalerweise hat mich die Stadt Leverkusen in meinem bisherigen Leben nur zu Spielen meiner geliebten Versagertruppe Rot-Weiss Essen gegen die heimische Werkself (wohlbemerkt nat\u00fcrlich nur gegen deren Amateurvertretung\u2026) begr\u00fc\u00dfen d\u00fcrfen. Obwohl ich ja fast Zeit meines Lebens auch im Rheinland wohne, f\u00fchlte ich mich eigentlich, nicht nur wegen meiner genetisch bedingten Fu\u00dfballabnormit\u00e4t, doch eher zum Ruhrgebiet hingezogen. Nun fuhr ich an diesem herbstlichen Dienstagabend zum ersten Mal in musikalischer Angelegenheit in das aus vier Ortschaften zusammengew\u00fcrfelte Pillendorf und mischte mich in der urigen und geschichtsumwobenen Kneipe topos zum Grainne Duffy-Gig unter die gleichgesinnten, \u00fcberwiegenden rheinischen Frohnaturen.<\/p>\n<p>Das topos ist ein ganz kleiner Raum, muss man fast schon sagen, bei dem der Thekenbereich auch noch fast die H\u00e4lfte der \u00d6rtlichkeit einnimmt. Wenn hier 80 Leute drin sind, kommt man sich vermutlich wie in einem indischen \u00dcberlandbus vor. An diesem Abend waren dann, inklusive mir, so ca. 30 Leute zugegen. Die sollten ihr Kommen auch nicht bereuen, denn sie erlebten einen tollen stimmungsvollen Gig, mit einer irischen Band, die sich voller Spielfreude und in Bestform pr\u00e4sentierte. Bandleaderin Grainne Duffy (lead vocals, guitars) und ihre Jungs (Paul Sherry \u2013 guitars, vocals; Eamon Ferris \u2013 drums; Paul McCabe &#8211; bass) spielten den Blues Rock ganz nach meiner Fa\u00e7on: \u00dcberwiegend modern und melodisch rockig, dazu immer mal wieder mit einem dezent unterschwelligen Country- und Southern Rock-Touch. Dazu kommt die tolle Stimme der h\u00fcbschen Frontdame, ein Umstand, den ich bei den meisten Vertretern der Zunft oft vermisse.<\/p>\n<p>Die zeigte sich vokal extrem variabel in Sph\u00e4ren von einer <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sheryl+Crow\">Sheryl Crow<\/a><\/span> bis hin zu einer R\u00f6hre Marke Sass Jordan. Klasse! Was mir besonders gefiel, war das ebenfalls breit gef\u00e4cherte Zusammenspiel sowie das Kombinieren von Paul Sherrys Stratocaster und Grainnes Gibson Les Paul. Dazu wechselten beide manchmal je nach Bedarf zur Akustikgitarre. Die Band pr\u00e4sentierte neben ein paar anderen Sachen nat\u00fcrlich so einige St\u00fccke vom aktuellen \u201eLive\u201c-Album, h\u00e4ngen blieben vor allem die beiden fulminanten \u201aSlow Bluese\u2018 \u201eGood Love Had To Die\u201c und ihr unter die Haut gehendes Paradelied, das Etta James-Cover \u201eI\u2019d Rather Go Blind\u201c, sowie das herrlich rhythmisch shuffelnde \u201eMountain To Climb\u201c (mein Favorit des Abends). Als Country- und Southern Rock- Fan kamen mir nat\u00fcrlich Tracks wie \u201eTest Of Time\u201c und das fantastische \u201eTime Is Not Enough\u201c bestens entgegen, gerade beim letztgenannten Lied kam man sich vor wie zur einstigen Rossington Collins Band-Zeit.<\/p>\n<p>Angenehm auch das mit einem Reggae-Teint versehene \u201eSweet Sweet Baby\u201c, knochentrocken dahin gerockt gegen Ende des zweiten Sets \u201eBad To Worse\u201c. Der zierliche und schon doch ein wenig betagt wirkende topos-Besitzer Wolfgang Orth (eine echte Legende und Institution im Ort, wie ich aus Zeitungsberichten an der Au\u00dfenwand-Vitrine des Geb\u00e4udes vernehmen konnte), war nach dem Ende des Hauptteils von Grainnes Performance so angetan, dass er sich bei Grainne mit einer Schar von Handk\u00fcssen bedankte und auf die B\u00fchne trat, um die Zuschauer zu noch st\u00e4rkeren Zugabe-Rufen zu animieren. Fast v\u00f6llig au\u00dfer Kontrolle geraten, offenbarte er seine anhaltende G\u00e4nsehaut und geriet dabei so ins Schw\u00e4rmen, dass sein Atem immer schwerer wurde. Man muss da fast von Gl\u00fcck sprechen, dass da gerade keine Viagra in unmittelbarer Griffbereitschaft lagen, aber seine geliebte Frau Ingrid war ja letztendlich auch noch zugegen\u2026 So blieb es dann doch nur bei einem liebevollen Zitieren der Protagonistin auf die B\u00fchne.<\/p>\n<p>Der ausgiebige Zugabenteil bestand dann u. a. aus einer interessanten Interpretation von Bob Dylans \u201eI Shall Be Released\u201c und einer brandneuen rockigen Nummer namens \u201eBlack And White\u201c. Nach \u00fcber zwei Stunden Spielzeit ging ein begeisternder Gig zu Ende (\u00fcbrigens auch bei toll und genau richtig abgemischten Sound), bei dem nur restlos zufriedene Zuschauer zur\u00fcckblieben, die es sich danach nat\u00fcrlich nicht nehmen lie\u00dfen, sich mit den mitgebrachten Merchandise-Artikeln einzudecken und diese von Grainne signieren zu lassen. Ich hatte dann noch die Gelegenheit, bei einem Bierchen an der Theke, ein paar Worte mit Paul Sherry zu wechseln.<\/p>\n<p>Fazit: Das Grainne Duffy-Konzert an diesem Abend in Wohnzimmeratmosph\u00e4re z\u00e4hlt neben dem <span style=\"color: #ae0b1c;\"><a style=\"color: #ae0b1c;\" href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=King+King\">King King<\/a><\/span>-Auftritt im Yard Club eindeutig zu meinen pers\u00f6nlichen Highlights des Jahres 2015. Diese sympathische Dame und ihre tolle Band werde ich sicherlich nicht zum letzten Mal live gesehen haben!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.grainneduffy.com\">Grainne Duffy<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/Grainne-Duffy-177122089063003\">Grainne Duffy bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.jazz-lev.de\">Topos Leverkusen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Normalerweise hat mich die Stadt Leverkusen in meinem bisherigen Leben nur zu Spielen meiner geliebten Versagertruppe Rot-Weiss Essen gegen die heimische Werkself (wohlbemerkt nat\u00fcrlich nur gegen deren Amateurvertretung\u2026) begr\u00fc\u00dfen d\u00fcrfen. 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