{"id":58822,"date":"2023-02-12T18:13:37","date_gmt":"2023-02-12T17:13:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=58822"},"modified":"2023-02-12T18:13:39","modified_gmt":"2023-02-12T17:13:39","slug":"chase-rice-i-hate-cowboys-all-dogs-go-to-hell-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2023\/02\/12\/chase-rice-i-hate-cowboys-all-dogs-go-to-hell-cd-review\/","title":{"rendered":"Chase Rice \u2013 I Hate Cowboys &#038; All Dogs Go To Hell \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/cover-Chase-Rice-I-Hate-Cowboys-All-Dogs-Go-To-Hell-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-58823\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/cover-Chase-Rice-I-Hate-Cowboys-All-Dogs-Go-To-Hell-300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/cover-Chase-Rice-I-Hate-Cowboys-All-Dogs-Go-To-Hell-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Der Legende nach sollen Cliff Barnes And The Fear Of Winning aufgrund des Songs \u201eNo One\u2019s Got An Asshole Like A Cowboy\u201c als Vortruppe von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Willie+Nelson\">Willie Nelson<\/a> der B\u00fchne verwiesen worden sein. Nun d\u00fcrfte auch der Titel des neuen Albums von Chase Rice \u201eI Hate Cowboys &amp; All Dogs Go To Hell\u201c nicht zu unmittelbarem Beifall gro\u00dfer Teile der Country-Gemeinde f\u00fchren. Allerdings hat Rice einen anderen Status im Musikbusiness als die ehemalige Independent-Combo. Millionenfache Albumverk\u00e4ufe und milliardenfache Streams lassen die Vermutung zu, dass er auf eine breite Fanbasis z\u00e4hlen kann, die vieles mitmacht. Wenn der gutaussehende Ex-Footballer von der B\u00fchne gezerrt werden sollte, d\u00fcrfte das wohl andere Gr\u00fcnde haben.<\/p>\n<p>Die Provokation, die der Albumtitel nahelegt, relativiert sich, wenn man die Lyrics der beiden dazugeh\u00f6rigen Songs wahrnimmt. Mit den verhassten Cowboys sind die oberfl\u00e4chlichen Typen gemeint, die in der Konkurrenz bei der Partnersuche die Nase vorn haben. Der Text d\u00fcrfte also auch f\u00fcr eine Vielzahl von Country-Anh\u00e4ngern Identifikationspotential besitzen. Mit den Hunden, die zur H\u00f6lle fahren, sind eher nicht die Tiere gemeint. Rice nimmt bei \u201eBench Seat\u201c sogar die Perspektive eines Hundes ein, was literarisch interessant ist. In dem dazugeh\u00f6rigen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=AKuVG58Xskc\">Video<\/a> outet sich Rice zudem als Hundeliebhaber. Den Hintergrund des Songs bildet wohl die Geschichte eines Freundes, der durch seinen Hund vom Selbstmord abgehalten wurde.<\/p>\n<p>Rice h\u00e4lt letztlich die traditionellen Werte hoch. Zu diesen z\u00e4hlt die Familie. So widmet er \u201eSorry Momma\u201c seiner Mutter, die drei S\u00f6hne nach dem fr\u00fchen Tod ihres Mannes gro\u00dfzog. Das Cover ziert ein Foto seines verstorbenen Vaters. In einem Kommentar gibt Rice an, dass \u201eI Hate Cowboys &amp; All Dogs Go To Hell\u201c bislang sein pers\u00f6nlichstes Album sei.<\/p>\n<p>Die meisten Songs schlagen ein gem\u00e4\u00dfigtes Tempo an, sind eing\u00e4ngig und glatt arrangiert. Rice hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuh\u00f6rt. Vor allem der poppig angehauchte, mainstreamtaugliche Opener \u201eWalk That Easy\u201c k\u00f6nnte die Liste seiner Hits fortf\u00fchren. Die Orientierung am klassischen Country steht nicht im Zentrum seiner Kompositionen. Am deutlichsten tritt sie bei \u201eIf I Were Rock &amp; Roll\u201c zutage.<\/p>\n<p>\u201eGoodnight Nancy\u201c, das Rice zusammen mit Boy Named Banjo spielt, nimmt in seinem Verlauf ordentlich an Fahrt auf. Ebenso semi-akustisch gehalten ist \u201eI Walk Alone\u201c. Das St\u00fcck m\u00fcndet in einem explosiven Finale. Gemeinsam mit der Read Southall Band performt Rice \u201eOklahoma\u201c. Der hymnische Track weist eine l\u00e4ngere, gitarrengetriebene Instrumentalpassage auf, die einzige auf dem Longplayer. Zusammen mit der Gute-Laune-Nummer \u201eBad Day To Be A Cold Beer\u201c geh\u00f6ren die drei Songs zu den Highlights, da der Sound bei diesen erdiger erscheint als bei den anderen.<\/p>\n<p>Der Top-Track des Albums ist \u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OFUa_iLDA18\">Way Down Yonder<\/a>\u201c. Am Anfang mutet er zirzensisch an, verspr\u00fcht dann aber mit kr\u00e4ftigem Rhythmus und gelungener Gitarrenbegleitung Energie. Hier zeigt Rice, der lange Zeit unschl\u00fcssig war, ob das St\u00fcck einen Platz auf der CD erh\u00e4lt, mal ein paar rauere Ecken und Kanten, von denen ich mir mehr gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Der Mut, den Rice bei der Wahl des Albumnamens beweist, h\u00e4tte den Songarrangements nicht geschadet. Dennoch weist \u201eI Hate Cowboys &amp; All Dogs Go To Hell\u201c in die richtige Richtung.<\/p>\n<p>\u201eI Hate Cowboys &amp; All Dogs Go To Hell\u201c ist nicht ganz so polarisierend, wie der Titel vermuten l\u00e4sst. Gut h\u00f6rbare, radiotaugliche und sorgsam produzierte Songs, mit denen Chase Rice auf Sicherheit spielt, dominieren das Album. Daneben blitzt in manchen Texten und bei einigen Tracks das Potential von ihm als Songwriter und Musiker auf. Insgesamt gelingt Rice ein sauberer Touchdown ohne sich allzu weit von dem bew\u00e4hrten Play Book zu entfernen.<\/p>\n<p><strong>Broken Bow Records \u2013 BMG (2023)<br>\nStil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br>\n01. Walk That Easy<br>\n02. All Dogs Go To Hell<br>\n03. Way Down Yonder<br>\n04. Key West &amp; Colorado<br>\n05. Bench Seat<br>\n06. Life Part Of Livin\u2019<br>\n07. Bad Day To Be A Cold Beer<br>\n08. Oklahoma (feat. Read Southall Band)<br>\n09. I Walk Alone<br>\n10. Sorry Momma<br>\n11. If I Were Rock &amp; Roll<br>\n12. Goodnight Nancy (feat. Boy Named Banjo)<br>\n13. I Hate Cowboys<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.chaserice.com\">Chase Rice<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ChaseRiceMusic\">Chase Rice bei Facebook<\/a><br>\n<a href=\"http:\/www.networking.media\">Networking Media<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Der Legende nach sollen Cliff Barnes And The Fear Of Winning aufgrund des Songs \u201eNo One\u2019s Got An Asshole Like A Cowboy\u201c als Vortruppe von Willie Nelson der B\u00fchne verwiesen worden sein. 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